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                  <text>&lt;p&gt;Vor über dreißig Jahren begann ein Frankfurter Sammler, hauptberuflich Mediziner, mit großem Elan eine Sammlung „Historischer Wertpapiere“ unter dem Motto „Von der Wiege bis zur Bahre“ aufzubauen. Die interessantesten, teilweise auch ungewöhnlichsten Werte seiner heute sehr umfangreichen Sammlung sind 66 Historische Wertpapiere von Friedhöfen und Bestattungsinstituten, die wir ihnen hier im virtuellen Wertpapiermuseum des EDHAC erstmals vorstellen können.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;&lt;a title="Bradford Cemetery" href="http://www.wertpapiermuseum.de/museum_bilder/mf031.jpg" target="_blank"&gt;Bradford Cemetery&lt;/a&gt;, schmucke Friedhofsaktie aus Yorkshire, wo auch der berühmte Pudding herkommt. Die Aktionäre brauchten bei Gründung 1853 nur 3 Pfund und Six Pence einzuzahlen, für die restlichen 6 Pfund, 19 Shilling und Six Pence konnten sie sich bis 1907 - fast 50 Jahre - Zeit lassen. Rückseitig viele Übertragungen. &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Besagter Sammler wurde insbesondere wegen seiner Friedhofsaktien von einigen Sammlerkollegen bestaunt, von anderen belächelt. Wie kann jemand nur Friedhofsaktien sammeln? Und vielleicht auch noch verschenken? Und schon fand sich 1992 in der Fachzeitschrift „Der Wertpapiersammler“ eine herrliche Glosse über einen Sammler der zur Promotion Historischer Wertpapiere Friedhofsaktien verschenkte. So titelte der Bericht: &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Friedhofsaktien - ganz neue Erkenntnisse&lt;/strong&gt; &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Redaktion schätzt sich glücklich, Arnold S. Marketier als neuen Gastautor gewonnen zu haben. Marketier hat sich im Stillen seit Jahren intensiv um die Verbreitung unseres Hobbys ungemein verdient gemacht. Er wird Ihnen seine oft ganz unkonventionellen Ideen zur Promotion des Marktes von Historischen Wertpapieren vorstellen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Wie Sie sich denken können, bin ich häufig zu gesellschaftlichen Anlässen eingeladen. Die Leute wissen nämlich, dass ich keine Blumen und keine Flasche Wein mitbringe, sondern ein altes Wertpapier, das ich auf meinen ausgedehnten Reisen, z.B. in England und den USA durch meine zugegebenermaßen guten Beziehungen zum Teil sehr günstig einkaufen kann. Da ich schon jetzt weit mehr Papiere habe, als ich Einladungen entgegennehmen kann, habe ich mich überreden lassen, diesen und ähnliche Geheimtipps einem begrenzten und - wie mir versichert wird - exklusiven Publikum zugänglich zu machen. Die einzigen Einladungen, die ich früher immer ausschlug, waren Beerdigungen. Erst nach dem mir vor ein paar Jahren ein Posten Friedhofsaktien in die Hände fiel, änderte sich meine Haltung grundlegend. Sie wissen selbst, wieviel Erklärungsarbeit nötig ist, auch nur einen einzigen neuen Sammler zu gewinnen. Auf gewöhnlichen Festen musste ich mich oft ärgern, wenn sich Gäste den Erläuterungen zu meinem Gastgeschenk manchmal schon nach zehn oder zwanzig Minuten entzogen. Ganz anders Beerdigungen. Hier habe ich allerbeste Erfahrungen gemacht. Die Leute sind hier viel aufnahmebereiter. Aber es gibt ein paar Dinge, auf die Sie unbedingt achten müssen: &lt;br /&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;ol&gt;&lt;li&gt;&lt;em&gt;Nur Friedhofsaktien in dezenter Aufmachung schenken (nicht in den grellen Farben, wie sie vielleicht auf Haiti üblich sind).&lt;/em&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;em&gt;Die Rahmung unbedingt in Holz, schlichtes schwarz, keinesfalls in eleganter Lackierung oder schwarzem Plastik.&lt;/em&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;em&gt;Die Aktie darf den Hinterbliebenen auf keinen Fall gleich am Anfang überreicht werden.&lt;/em&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;em&gt;Kommen Sie nicht zu früh (zu wenig Publikum) und nicht zu spät (begräbnisübliche Endheiterkeit schon zu weit fortgeschritten).&lt;/em&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;em&gt;Sprechen Sie, bevor Sie für Ihre Rede um Gehör bitten, kurz mit dem Geistlichen unter vier Augen (über das Wetter oder sonst Unverbindliches); das erhöht sofort Ihre Bedeutung in den Augen der Besucher, von denen die meisten Sie nicht kennen.&lt;/em&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;em&gt;Bei Ihrer Gedenkrede sollten Sie den Namen des Verstorbenen bereit haben (notfalls Spickzettel) und am Anfang auch erwähnen; ein paar Worte über die Vergänglichkeit schlechthin, was sofort die Brücke schlägt zu den Wertpapieren untergegangener Unternehmen. Es folgt ein kurzer Abriss über die Preisentwicklung seit 1973 im Vergleich zu Briefmarken, Münzen und Impressionisten mit dem ungefähren Nachholbedarf. Ein kurzer Ausflug zu Friedhofsaktien, spezielle Würdigung des Mitbringsels, führt zu dem traurigen Anlass zurück. Hier ist jetzt etwas Humor durchaus erlaubt, besonders wenn der sich nicht selten für das Ableben des Verstorbenen verantwortliche Chirurg unter den Trauergästen befindet.&lt;/em&gt;&lt;/li&gt;
&lt;/ol&gt;&lt;p&gt;&lt;em&gt;Folgender Scherz hat sich ganz gut bewährt: „Dass die Initiatoren und Hauptaktionäre von Friedhofs- und Bestattungsunternehmen aus naheliegenden Gründen meist Mediziner waren, grenzt an üble Nachrede. In Wirklichkeit ist allgemein bekannt, dass sie sich dabei durch Trustees oder sonstige Strohmänner vertreten ließen.“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Abschließend erwähnen Sie das Bedauern, das der Verblichene empfunden haben mag, eben diesem Vortrag nicht beigewohnt haben zu können. Dann: Die Übergabe der gerahmten Friedhofsaktie an den Haupterben. Ich kann mir schon denken, dass mancher Leser diese meine Bemühungen für lächerlich und unpassend hält. Er mag sich gesagt sein lassen, dass trotz steigender Lebenserwartung die Zahl der Begräbnisse unablässig zunehmen wird, und ich, wenn es sich einrichten lässt, auf seiner Veranstaltung vielleicht das letzte Wort haben könnte.&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;</text>
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&lt;p&gt;&lt;em&gt;&lt;a title="Bradford Cemetery" href="http://www.wertpapiermuseum.de/museum_bilder/mf031.jpg" target="_blank"&gt;Bradford Cemetery&lt;/a&gt;, schmucke Friedhofsaktie aus Yorkshire, wo auch der berühmte Pudding herkommt. Die Aktionäre brauchten bei Gründung 1853 nur 3 Pfund und Six Pence einzuzahlen, für die restlichen 6 Pfund, 19 Shilling und Six Pence konnten sie sich bis 1907 - fast 50 Jahre - Zeit lassen. Rückseitig viele Übertragungen. &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Besagter Sammler wurde insbesondere wegen seiner Friedhofsaktien von einigen Sammlerkollegen bestaunt, von anderen belächelt. Wie kann jemand nur Friedhofsaktien sammeln? Und vielleicht auch noch verschenken? Und schon fand sich 1992 in der Fachzeitschrift „Der Wertpapiersammler“ eine herrliche Glosse über einen Sammler der zur Promotion Historischer Wertpapiere Friedhofsaktien verschenkte. So titelte der Bericht: &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Friedhofsaktien - ganz neue Erkenntnisse&lt;/strong&gt; &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Redaktion schätzt sich glücklich, Arnold S. Marketier als neuen Gastautor gewonnen zu haben. Marketier hat sich im Stillen seit Jahren intensiv um die Verbreitung unseres Hobbys ungemein verdient gemacht. Er wird Ihnen seine oft ganz unkonventionellen Ideen zur Promotion des Marktes von Historischen Wertpapieren vorstellen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Wie Sie sich denken können, bin ich häufig zu gesellschaftlichen Anlässen eingeladen. Die Leute wissen nämlich, dass ich keine Blumen und keine Flasche Wein mitbringe, sondern ein altes Wertpapier, das ich auf meinen ausgedehnten Reisen, z.B. in England und den USA durch meine zugegebenermaßen guten Beziehungen zum Teil sehr günstig einkaufen kann. Da ich schon jetzt weit mehr Papiere habe, als ich Einladungen entgegennehmen kann, habe ich mich überreden lassen, diesen und ähnliche Geheimtipps einem begrenzten und - wie mir versichert wird - exklusiven Publikum zugänglich zu machen. Die einzigen Einladungen, die ich früher immer ausschlug, waren Beerdigungen. Erst nach dem mir vor ein paar Jahren ein Posten Friedhofsaktien in die Hände fiel, änderte sich meine Haltung grundlegend. Sie wissen selbst, wieviel Erklärungsarbeit nötig ist, auch nur einen einzigen neuen Sammler zu gewinnen. Auf gewöhnlichen Festen musste ich mich oft ärgern, wenn sich Gäste den Erläuterungen zu meinem Gastgeschenk manchmal schon nach zehn oder zwanzig Minuten entzogen. Ganz anders Beerdigungen. Hier habe ich allerbeste Erfahrungen gemacht. Die Leute sind hier viel aufnahmebereiter. Aber es gibt ein paar Dinge, auf die Sie unbedingt achten müssen: &lt;br /&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;ol&gt;&lt;li&gt;&lt;em&gt;Nur Friedhofsaktien in dezenter Aufmachung schenken (nicht in den grellen Farben, wie sie vielleicht auf Haiti üblich sind).&lt;/em&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;em&gt;Die Rahmung unbedingt in Holz, schlichtes schwarz, keinesfalls in eleganter Lackierung oder schwarzem Plastik.&lt;/em&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;em&gt;Die Aktie darf den Hinterbliebenen auf keinen Fall gleich am Anfang überreicht werden.&lt;/em&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;em&gt;Kommen Sie nicht zu früh (zu wenig Publikum) und nicht zu spät (begräbnisübliche Endheiterkeit schon zu weit fortgeschritten).&lt;/em&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;em&gt;Sprechen Sie, bevor Sie für Ihre Rede um Gehör bitten, kurz mit dem Geistlichen unter vier Augen (über das Wetter oder sonst Unverbindliches); das erhöht sofort Ihre Bedeutung in den Augen der Besucher, von denen die meisten Sie nicht kennen.&lt;/em&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;em&gt;Bei Ihrer Gedenkrede sollten Sie den Namen des Verstorbenen bereit haben (notfalls Spickzettel) und am Anfang auch erwähnen; ein paar Worte über die Vergänglichkeit schlechthin, was sofort die Brücke schlägt zu den Wertpapieren untergegangener Unternehmen. Es folgt ein kurzer Abriss über die Preisentwicklung seit 1973 im Vergleich zu Briefmarken, Münzen und Impressionisten mit dem ungefähren Nachholbedarf. Ein kurzer Ausflug zu Friedhofsaktien, spezielle Würdigung des Mitbringsels, führt zu dem traurigen Anlass zurück. Hier ist jetzt etwas Humor durchaus erlaubt, besonders wenn der sich nicht selten für das Ableben des Verstorbenen verantwortliche Chirurg unter den Trauergästen befindet.&lt;/em&gt;&lt;/li&gt;
&lt;/ol&gt;&lt;p&gt;&lt;em&gt;Folgender Scherz hat sich ganz gut bewährt: „Dass die Initiatoren und Hauptaktionäre von Friedhofs- und Bestattungsunternehmen aus naheliegenden Gründen meist Mediziner waren, grenzt an üble Nachrede. In Wirklichkeit ist allgemein bekannt, dass sie sich dabei durch Trustees oder sonstige Strohmänner vertreten ließen.“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Abschließend erwähnen Sie das Bedauern, das der Verblichene empfunden haben mag, eben diesem Vortrag nicht beigewohnt haben zu können. Dann: Die Übergabe der gerahmten Friedhofsaktie an den Haupterben. Ich kann mir schon denken, dass mancher Leser diese meine Bemühungen für lächerlich und unpassend hält. Er mag sich gesagt sein lassen, dass trotz steigender Lebenserwartung die Zahl der Begräbnisse unablässig zunehmen wird, und ich, wenn es sich einrichten lässt, auf seiner Veranstaltung vielleicht das letzte Wort haben könnte.&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;</text>
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                  <text>&lt;p&gt;Vor über dreißig Jahren begann ein Frankfurter Sammler, hauptberuflich Mediziner, mit großem Elan eine Sammlung „Historischer Wertpapiere“ unter dem Motto „Von der Wiege bis zur Bahre“ aufzubauen. Die interessantesten, teilweise auch ungewöhnlichsten Werte seiner heute sehr umfangreichen Sammlung sind 66 Historische Wertpapiere von Friedhöfen und Bestattungsinstituten, die wir ihnen hier im virtuellen Wertpapiermuseum des EDHAC erstmals vorstellen können.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;&lt;a title="Bradford Cemetery" href="http://www.wertpapiermuseum.de/museum_bilder/mf031.jpg" target="_blank"&gt;Bradford Cemetery&lt;/a&gt;, schmucke Friedhofsaktie aus Yorkshire, wo auch der berühmte Pudding herkommt. Die Aktionäre brauchten bei Gründung 1853 nur 3 Pfund und Six Pence einzuzahlen, für die restlichen 6 Pfund, 19 Shilling und Six Pence konnten sie sich bis 1907 - fast 50 Jahre - Zeit lassen. Rückseitig viele Übertragungen. &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Besagter Sammler wurde insbesondere wegen seiner Friedhofsaktien von einigen Sammlerkollegen bestaunt, von anderen belächelt. Wie kann jemand nur Friedhofsaktien sammeln? Und vielleicht auch noch verschenken? Und schon fand sich 1992 in der Fachzeitschrift „Der Wertpapiersammler“ eine herrliche Glosse über einen Sammler der zur Promotion Historischer Wertpapiere Friedhofsaktien verschenkte. So titelte der Bericht: &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Friedhofsaktien - ganz neue Erkenntnisse&lt;/strong&gt; &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Redaktion schätzt sich glücklich, Arnold S. Marketier als neuen Gastautor gewonnen zu haben. Marketier hat sich im Stillen seit Jahren intensiv um die Verbreitung unseres Hobbys ungemein verdient gemacht. Er wird Ihnen seine oft ganz unkonventionellen Ideen zur Promotion des Marktes von Historischen Wertpapieren vorstellen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Wie Sie sich denken können, bin ich häufig zu gesellschaftlichen Anlässen eingeladen. Die Leute wissen nämlich, dass ich keine Blumen und keine Flasche Wein mitbringe, sondern ein altes Wertpapier, das ich auf meinen ausgedehnten Reisen, z.B. in England und den USA durch meine zugegebenermaßen guten Beziehungen zum Teil sehr günstig einkaufen kann. Da ich schon jetzt weit mehr Papiere habe, als ich Einladungen entgegennehmen kann, habe ich mich überreden lassen, diesen und ähnliche Geheimtipps einem begrenzten und - wie mir versichert wird - exklusiven Publikum zugänglich zu machen. Die einzigen Einladungen, die ich früher immer ausschlug, waren Beerdigungen. Erst nach dem mir vor ein paar Jahren ein Posten Friedhofsaktien in die Hände fiel, änderte sich meine Haltung grundlegend. Sie wissen selbst, wieviel Erklärungsarbeit nötig ist, auch nur einen einzigen neuen Sammler zu gewinnen. Auf gewöhnlichen Festen musste ich mich oft ärgern, wenn sich Gäste den Erläuterungen zu meinem Gastgeschenk manchmal schon nach zehn oder zwanzig Minuten entzogen. Ganz anders Beerdigungen. Hier habe ich allerbeste Erfahrungen gemacht. Die Leute sind hier viel aufnahmebereiter. Aber es gibt ein paar Dinge, auf die Sie unbedingt achten müssen: &lt;br /&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;ol&gt;&lt;li&gt;&lt;em&gt;Nur Friedhofsaktien in dezenter Aufmachung schenken (nicht in den grellen Farben, wie sie vielleicht auf Haiti üblich sind).&lt;/em&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;em&gt;Die Rahmung unbedingt in Holz, schlichtes schwarz, keinesfalls in eleganter Lackierung oder schwarzem Plastik.&lt;/em&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;em&gt;Die Aktie darf den Hinterbliebenen auf keinen Fall gleich am Anfang überreicht werden.&lt;/em&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;em&gt;Kommen Sie nicht zu früh (zu wenig Publikum) und nicht zu spät (begräbnisübliche Endheiterkeit schon zu weit fortgeschritten).&lt;/em&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;em&gt;Sprechen Sie, bevor Sie für Ihre Rede um Gehör bitten, kurz mit dem Geistlichen unter vier Augen (über das Wetter oder sonst Unverbindliches); das erhöht sofort Ihre Bedeutung in den Augen der Besucher, von denen die meisten Sie nicht kennen.&lt;/em&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;em&gt;Bei Ihrer Gedenkrede sollten Sie den Namen des Verstorbenen bereit haben (notfalls Spickzettel) und am Anfang auch erwähnen; ein paar Worte über die Vergänglichkeit schlechthin, was sofort die Brücke schlägt zu den Wertpapieren untergegangener Unternehmen. Es folgt ein kurzer Abriss über die Preisentwicklung seit 1973 im Vergleich zu Briefmarken, Münzen und Impressionisten mit dem ungefähren Nachholbedarf. Ein kurzer Ausflug zu Friedhofsaktien, spezielle Würdigung des Mitbringsels, führt zu dem traurigen Anlass zurück. Hier ist jetzt etwas Humor durchaus erlaubt, besonders wenn der sich nicht selten für das Ableben des Verstorbenen verantwortliche Chirurg unter den Trauergästen befindet.&lt;/em&gt;&lt;/li&gt;
&lt;/ol&gt;&lt;p&gt;&lt;em&gt;Folgender Scherz hat sich ganz gut bewährt: „Dass die Initiatoren und Hauptaktionäre von Friedhofs- und Bestattungsunternehmen aus naheliegenden Gründen meist Mediziner waren, grenzt an üble Nachrede. In Wirklichkeit ist allgemein bekannt, dass sie sich dabei durch Trustees oder sonstige Strohmänner vertreten ließen.“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Abschließend erwähnen Sie das Bedauern, das der Verblichene empfunden haben mag, eben diesem Vortrag nicht beigewohnt haben zu können. Dann: Die Übergabe der gerahmten Friedhofsaktie an den Haupterben. Ich kann mir schon denken, dass mancher Leser diese meine Bemühungen für lächerlich und unpassend hält. Er mag sich gesagt sein lassen, dass trotz steigender Lebenserwartung die Zahl der Begräbnisse unablässig zunehmen wird, und ich, wenn es sich einrichten lässt, auf seiner Veranstaltung vielleicht das letzte Wort haben könnte.&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;</text>
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&lt;p&gt;&lt;em&gt;&lt;a title="Bradford Cemetery" href="http://www.wertpapiermuseum.de/museum_bilder/mf031.jpg" target="_blank"&gt;Bradford Cemetery&lt;/a&gt;, schmucke Friedhofsaktie aus Yorkshire, wo auch der berühmte Pudding herkommt. Die Aktionäre brauchten bei Gründung 1853 nur 3 Pfund und Six Pence einzuzahlen, für die restlichen 6 Pfund, 19 Shilling und Six Pence konnten sie sich bis 1907 - fast 50 Jahre - Zeit lassen. Rückseitig viele Übertragungen. &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Besagter Sammler wurde insbesondere wegen seiner Friedhofsaktien von einigen Sammlerkollegen bestaunt, von anderen belächelt. Wie kann jemand nur Friedhofsaktien sammeln? Und vielleicht auch noch verschenken? Und schon fand sich 1992 in der Fachzeitschrift „Der Wertpapiersammler“ eine herrliche Glosse über einen Sammler der zur Promotion Historischer Wertpapiere Friedhofsaktien verschenkte. So titelte der Bericht: &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Friedhofsaktien - ganz neue Erkenntnisse&lt;/strong&gt; &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Redaktion schätzt sich glücklich, Arnold S. Marketier als neuen Gastautor gewonnen zu haben. Marketier hat sich im Stillen seit Jahren intensiv um die Verbreitung unseres Hobbys ungemein verdient gemacht. Er wird Ihnen seine oft ganz unkonventionellen Ideen zur Promotion des Marktes von Historischen Wertpapieren vorstellen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Wie Sie sich denken können, bin ich häufig zu gesellschaftlichen Anlässen eingeladen. Die Leute wissen nämlich, dass ich keine Blumen und keine Flasche Wein mitbringe, sondern ein altes Wertpapier, das ich auf meinen ausgedehnten Reisen, z.B. in England und den USA durch meine zugegebenermaßen guten Beziehungen zum Teil sehr günstig einkaufen kann. Da ich schon jetzt weit mehr Papiere habe, als ich Einladungen entgegennehmen kann, habe ich mich überreden lassen, diesen und ähnliche Geheimtipps einem begrenzten und - wie mir versichert wird - exklusiven Publikum zugänglich zu machen. Die einzigen Einladungen, die ich früher immer ausschlug, waren Beerdigungen. Erst nach dem mir vor ein paar Jahren ein Posten Friedhofsaktien in die Hände fiel, änderte sich meine Haltung grundlegend. Sie wissen selbst, wieviel Erklärungsarbeit nötig ist, auch nur einen einzigen neuen Sammler zu gewinnen. Auf gewöhnlichen Festen musste ich mich oft ärgern, wenn sich Gäste den Erläuterungen zu meinem Gastgeschenk manchmal schon nach zehn oder zwanzig Minuten entzogen. Ganz anders Beerdigungen. Hier habe ich allerbeste Erfahrungen gemacht. Die Leute sind hier viel aufnahmebereiter. Aber es gibt ein paar Dinge, auf die Sie unbedingt achten müssen: &lt;br /&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;ol&gt;&lt;li&gt;&lt;em&gt;Nur Friedhofsaktien in dezenter Aufmachung schenken (nicht in den grellen Farben, wie sie vielleicht auf Haiti üblich sind).&lt;/em&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;em&gt;Die Rahmung unbedingt in Holz, schlichtes schwarz, keinesfalls in eleganter Lackierung oder schwarzem Plastik.&lt;/em&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;em&gt;Die Aktie darf den Hinterbliebenen auf keinen Fall gleich am Anfang überreicht werden.&lt;/em&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;em&gt;Kommen Sie nicht zu früh (zu wenig Publikum) und nicht zu spät (begräbnisübliche Endheiterkeit schon zu weit fortgeschritten).&lt;/em&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;em&gt;Sprechen Sie, bevor Sie für Ihre Rede um Gehör bitten, kurz mit dem Geistlichen unter vier Augen (über das Wetter oder sonst Unverbindliches); das erhöht sofort Ihre Bedeutung in den Augen der Besucher, von denen die meisten Sie nicht kennen.&lt;/em&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;em&gt;Bei Ihrer Gedenkrede sollten Sie den Namen des Verstorbenen bereit haben (notfalls Spickzettel) und am Anfang auch erwähnen; ein paar Worte über die Vergänglichkeit schlechthin, was sofort die Brücke schlägt zu den Wertpapieren untergegangener Unternehmen. Es folgt ein kurzer Abriss über die Preisentwicklung seit 1973 im Vergleich zu Briefmarken, Münzen und Impressionisten mit dem ungefähren Nachholbedarf. Ein kurzer Ausflug zu Friedhofsaktien, spezielle Würdigung des Mitbringsels, führt zu dem traurigen Anlass zurück. Hier ist jetzt etwas Humor durchaus erlaubt, besonders wenn der sich nicht selten für das Ableben des Verstorbenen verantwortliche Chirurg unter den Trauergästen befindet.&lt;/em&gt;&lt;/li&gt;
&lt;/ol&gt;&lt;p&gt;&lt;em&gt;Folgender Scherz hat sich ganz gut bewährt: „Dass die Initiatoren und Hauptaktionäre von Friedhofs- und Bestattungsunternehmen aus naheliegenden Gründen meist Mediziner waren, grenzt an üble Nachrede. In Wirklichkeit ist allgemein bekannt, dass sie sich dabei durch Trustees oder sonstige Strohmänner vertreten ließen.“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Abschließend erwähnen Sie das Bedauern, das der Verblichene empfunden haben mag, eben diesem Vortrag nicht beigewohnt haben zu können. Dann: Die Übergabe der gerahmten Friedhofsaktie an den Haupterben. Ich kann mir schon denken, dass mancher Leser diese meine Bemühungen für lächerlich und unpassend hält. Er mag sich gesagt sein lassen, dass trotz steigender Lebenserwartung die Zahl der Begräbnisse unablässig zunehmen wird, und ich, wenn es sich einrichten lässt, auf seiner Veranstaltung vielleicht das letzte Wort haben könnte.&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;</text>
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Sollte dem Dateinamen der Abbildung entsprechen, z.B. mf001.jpg</description>
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                  <text>&lt;strong&gt;Historische Wertpapiere von Informationstechnologie-Unternehmen&lt;/strong&gt;</text>
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                  <text>&lt;p&gt;Die hier gezeigte Sammlung von 60 Historischen Wertpapieren aus der Welt der Informationstechnologie (IT-Werte) wurde im Laufe von rund 20 Jahren von einem schwäbischen Informatiker und Sammler zusammengetragen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Als schwäbischer Sammler will man nicht allzu viel Geld für das Hobby „Historische Wertpapiere“ ausgeben. Wenn man Wertpapiere von Firmen der Branche Informationstechnologie sammelt, in der man selber beruflich tätig ist, dann sind einem viele Firmen bekannt, deren alte Wertpapiere auf dem Markt sind. Das spart Zeit bei der Recherche.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Im Gegensatz zu anderen Sammelgebieten sind die Preise für Historische Wertpapiere von Gesellschaften aus der Informationstechnologie im Allgemeinen sehr moderat. Und obwohl die IT- Branche relativ jung ist, gibt es doch weltweit eine mindestens dreistellige Anzahl alter Wertpapiere von mehr oder weniger bekannten Firmen, die dem Bereich Informationstechnologie verbunden waren oder sind. Somit kann man relativ schnell eine kleine Sammlung zu dieser Thematik aufbauen. Nachdem heute die Welt der Informationstechnologie mit der Telekommunikation zusammenwächst, kann die Sammlung der IT-Werte gern auch um dieses Thema erweitert werden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Beim Durchblättern dieser Sammlung von 60 Wertpapieren fallen mir persönlich immer wieder meine Berührungspunkte mit verschiedenen Informationstechnologie-Firmen ein, hier ein paar Beispiele:&lt;/p&gt;
&lt;ul&gt;&lt;li&gt;Computerunterricht in Wirtschaftsgymnasium mit Computern von &lt;strong&gt;Commodore&lt;/strong&gt; (mit Musikkassette als Speichermedium) und &lt;strong&gt;Olivetti&lt;/strong&gt; (mit 8-Zoll-Diskette)&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Erster eigener Homecomputer von &lt;strong&gt;Schneider&lt;/strong&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Computerzeitschriften von &lt;strong&gt;Markt &amp;amp; Technik&lt;/strong&gt; gekauft&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Während des Studiums wurde an der Hochschule der alte &lt;strong&gt;Sperry-Rand&lt;/strong&gt;-Großrechner (mit Lochkarten) durch einen IBM-Großrechner (mit Bildschirm-Terminals) ersetzt&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Vorstellungsgespräch bei &lt;strong&gt;Nixdorf&lt;/strong&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;ITT&lt;/strong&gt; Xtra-PC an der ersten Arbeitsstelle mit Zugriff auf den &lt;strong&gt;IBM&lt;/strong&gt;-Großrechner, &lt;strong&gt;Intel&lt;/strong&gt;-Prozessor und Microsoft-Betriebssystem, spätere PCs kommen von &lt;strong&gt;Dell&lt;/strong&gt; und &lt;strong&gt;HP&lt;/strong&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Unsere &lt;strong&gt;Digital Equipment&lt;/strong&gt;-Server mit &lt;strong&gt;Motorola&lt;/strong&gt;-Prozessoren waren im &lt;strong&gt;DEC&lt;/strong&gt;-Raum aufgebaut, von manchen als Deck-Raum missverstanden&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;In unserer Systemprogrammierung war ein Kollege ausschließlich für &lt;strong&gt;die Xerox&lt;/strong&gt;-Drucker zuständig&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Konfiguration von ITT-Netzwerkrechnern, die von &lt;strong&gt;NCR&lt;/strong&gt; produziert wurden&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Konfiguration von Multiprotokoll-Routern der Firma &lt;strong&gt;Cisco&lt;/strong&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;StorageTek&lt;/strong&gt;-Magnetbandrobotersysteme im Rechenzentrum&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Konfiguration von Firewalls der Firmen &lt;strong&gt;Sun&lt;/strong&gt; und &lt;strong&gt;Lucent&lt;/strong&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;ADP&lt;/strong&gt; übernimmt die Lohnbuchhaltung des Arbeitgebers&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Projekte zusammen mit &lt;strong&gt;EDS&lt;/strong&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Nutzung des &lt;strong&gt;Yahoo&lt;/strong&gt;-Webportals&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;&lt;p&gt;Wilhelm Leiter&lt;/p&gt;</text>
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              <text>1999 wurde Napster als Musiktauschbörse gegründet, um leichter MP3-Dateien über das Internet verteilen zu können. Kurzzeitig was Napster die am schnellsten wachsende Community des Internets. 2001 wurde Napster in seiner ursprüngliche Form abgeschalten aufgrund von Problemen mit den Rechteverwertern der Musikindustrie. 2002 folgte der Bankrott. 2003 übernahm Roxio die Reste von Napster und baute die Firma in einen Bezahl-Online-Musikdienst um. 2004 benannte sich Roxio in Napster um. 2011 wurde Napster vom Konkurrenten Rhapsody aufgekauft. Die Marke Napster wird weitergeführt.</text>
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              <text>&lt;a title="Napster" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Napster" target="_blank"&gt;Napster&lt;/a&gt;</text>
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                  <text>&lt;strong&gt;Historische Wertpapiere von Friedhofsgesellschaften und Bestattungsinstituten&lt;/strong&gt;</text>
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                  <text>&lt;p&gt;Vor über dreißig Jahren begann ein Frankfurter Sammler, hauptberuflich Mediziner, mit großem Elan eine Sammlung „Historischer Wertpapiere“ unter dem Motto „Von der Wiege bis zur Bahre“ aufzubauen. Die interessantesten, teilweise auch ungewöhnlichsten Werte seiner heute sehr umfangreichen Sammlung sind 66 Historische Wertpapiere von Friedhöfen und Bestattungsinstituten, die wir ihnen hier im virtuellen Wertpapiermuseum des EDHAC erstmals vorstellen können.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;&lt;a title="Bradford Cemetery" href="http://www.wertpapiermuseum.de/museum_bilder/mf031.jpg" target="_blank"&gt;Bradford Cemetery&lt;/a&gt;, schmucke Friedhofsaktie aus Yorkshire, wo auch der berühmte Pudding herkommt. Die Aktionäre brauchten bei Gründung 1853 nur 3 Pfund und Six Pence einzuzahlen, für die restlichen 6 Pfund, 19 Shilling und Six Pence konnten sie sich bis 1907 - fast 50 Jahre - Zeit lassen. Rückseitig viele Übertragungen. &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Besagter Sammler wurde insbesondere wegen seiner Friedhofsaktien von einigen Sammlerkollegen bestaunt, von anderen belächelt. Wie kann jemand nur Friedhofsaktien sammeln? Und vielleicht auch noch verschenken? Und schon fand sich 1992 in der Fachzeitschrift „Der Wertpapiersammler“ eine herrliche Glosse über einen Sammler der zur Promotion Historischer Wertpapiere Friedhofsaktien verschenkte. So titelte der Bericht: &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Friedhofsaktien - ganz neue Erkenntnisse&lt;/strong&gt; &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Redaktion schätzt sich glücklich, Arnold S. Marketier als neuen Gastautor gewonnen zu haben. Marketier hat sich im Stillen seit Jahren intensiv um die Verbreitung unseres Hobbys ungemein verdient gemacht. Er wird Ihnen seine oft ganz unkonventionellen Ideen zur Promotion des Marktes von Historischen Wertpapieren vorstellen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Wie Sie sich denken können, bin ich häufig zu gesellschaftlichen Anlässen eingeladen. Die Leute wissen nämlich, dass ich keine Blumen und keine Flasche Wein mitbringe, sondern ein altes Wertpapier, das ich auf meinen ausgedehnten Reisen, z.B. in England und den USA durch meine zugegebenermaßen guten Beziehungen zum Teil sehr günstig einkaufen kann. Da ich schon jetzt weit mehr Papiere habe, als ich Einladungen entgegennehmen kann, habe ich mich überreden lassen, diesen und ähnliche Geheimtipps einem begrenzten und - wie mir versichert wird - exklusiven Publikum zugänglich zu machen. Die einzigen Einladungen, die ich früher immer ausschlug, waren Beerdigungen. Erst nach dem mir vor ein paar Jahren ein Posten Friedhofsaktien in die Hände fiel, änderte sich meine Haltung grundlegend. Sie wissen selbst, wieviel Erklärungsarbeit nötig ist, auch nur einen einzigen neuen Sammler zu gewinnen. Auf gewöhnlichen Festen musste ich mich oft ärgern, wenn sich Gäste den Erläuterungen zu meinem Gastgeschenk manchmal schon nach zehn oder zwanzig Minuten entzogen. Ganz anders Beerdigungen. Hier habe ich allerbeste Erfahrungen gemacht. Die Leute sind hier viel aufnahmebereiter. Aber es gibt ein paar Dinge, auf die Sie unbedingt achten müssen: &lt;br /&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;ol&gt;&lt;li&gt;&lt;em&gt;Nur Friedhofsaktien in dezenter Aufmachung schenken (nicht in den grellen Farben, wie sie vielleicht auf Haiti üblich sind).&lt;/em&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;em&gt;Die Rahmung unbedingt in Holz, schlichtes schwarz, keinesfalls in eleganter Lackierung oder schwarzem Plastik.&lt;/em&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;em&gt;Die Aktie darf den Hinterbliebenen auf keinen Fall gleich am Anfang überreicht werden.&lt;/em&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;em&gt;Kommen Sie nicht zu früh (zu wenig Publikum) und nicht zu spät (begräbnisübliche Endheiterkeit schon zu weit fortgeschritten).&lt;/em&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;em&gt;Sprechen Sie, bevor Sie für Ihre Rede um Gehör bitten, kurz mit dem Geistlichen unter vier Augen (über das Wetter oder sonst Unverbindliches); das erhöht sofort Ihre Bedeutung in den Augen der Besucher, von denen die meisten Sie nicht kennen.&lt;/em&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;em&gt;Bei Ihrer Gedenkrede sollten Sie den Namen des Verstorbenen bereit haben (notfalls Spickzettel) und am Anfang auch erwähnen; ein paar Worte über die Vergänglichkeit schlechthin, was sofort die Brücke schlägt zu den Wertpapieren untergegangener Unternehmen. Es folgt ein kurzer Abriss über die Preisentwicklung seit 1973 im Vergleich zu Briefmarken, Münzen und Impressionisten mit dem ungefähren Nachholbedarf. Ein kurzer Ausflug zu Friedhofsaktien, spezielle Würdigung des Mitbringsels, führt zu dem traurigen Anlass zurück. Hier ist jetzt etwas Humor durchaus erlaubt, besonders wenn der sich nicht selten für das Ableben des Verstorbenen verantwortliche Chirurg unter den Trauergästen befindet.&lt;/em&gt;&lt;/li&gt;
&lt;/ol&gt;&lt;p&gt;&lt;em&gt;Folgender Scherz hat sich ganz gut bewährt: „Dass die Initiatoren und Hauptaktionäre von Friedhofs- und Bestattungsunternehmen aus naheliegenden Gründen meist Mediziner waren, grenzt an üble Nachrede. In Wirklichkeit ist allgemein bekannt, dass sie sich dabei durch Trustees oder sonstige Strohmänner vertreten ließen.“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Abschließend erwähnen Sie das Bedauern, das der Verblichene empfunden haben mag, eben diesem Vortrag nicht beigewohnt haben zu können. Dann: Die Übergabe der gerahmten Friedhofsaktie an den Haupterben. Ich kann mir schon denken, dass mancher Leser diese meine Bemühungen für lächerlich und unpassend hält. Er mag sich gesagt sein lassen, dass trotz steigender Lebenserwartung die Zahl der Begräbnisse unablässig zunehmen wird, und ich, wenn es sich einrichten lässt, auf seiner Veranstaltung vielleicht das letzte Wort haben könnte.&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;</text>
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              <text>Der Friedhof Low Hill Necropolis wurde im Jahr 1825 in Everton bei Liverpool eröffnet und von einem Trust, dem „Committee of Proprietors of Low Hill General Cemetery“, verwaltet. Der Friedhof wurde 1898 geschlossen und der Liverpool Corporation überlassen. Ab 1914 Nutzung als Parkfriedhof.</text>
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Sollte dem Dateinamen der Abbildung entsprechen, z.B. mf001.jpg</description>
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                <text>Namensaktie Nummer 43 (auf Tierhaut) über einen Anteil von einem Pfund vom 14. Dezember 1841</text>
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                  <text>&lt;strong&gt;250 Jahre Versicherungsgeschichte auf Aktien&lt;/strong&gt;</text>
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                  <text>&lt;p&gt;Der Düsseldorfer Versicherungsexperte Klaus Schiefer betreibt seit vielen Jahrzehnten ein exklusives und berufsbezogenes Hobby: Er sammelt seit 30 Jahren „Historische Wertpapiere“ von Versicherungsgesellschaften. Historische Wertpapiere, auch Nonvaleurs genannt, sind alte Aktien und Anleihen ohne Börsenwert, also alte Urkunden, die bei Sammlern durchaus hoch im Kurs stehen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Schiefer hat sich in seiner Sammelleidenschaft schon frühzeitig auf Assekuranzwerte spezialisiert und mittlerweile eine umfangreiche Sammlung aufgebaut. Dennoch ist er immer noch auf der Suche nach unbekannten Wertpapieren und Emissionen aus der Assekuranz, da bisher noch nicht von jeder Aktiengesellschaft, die in Börsenhandbüchern gelistet sind, ein Sammlerstück bekannt geworden ist.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das Wertpapierhandelsgesetz erklärt allgemeingültig, dass ein Wertpapier eine Art Urkunde ist, die ein Vermögensanteilsrecht oder ein Gläubigerrecht verbrieft (Aktien, Anteilscheine, Schuldverschreibungen, Optionsscheine, Mitgliedsscheine, etc.).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Vor einigen Jahren beschloss Klaus Schiefer in einem katalogähnlichen Fachbuch unter dem Arbeitstitel „250 Jahre Versicherungsgeschichte auf Aktien 1765 – 2015“ die Geschichte der Deutschen Versicherungsgesellschaften dokumentiert mit Historischen Wertpapieren darzustellen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Für das Vorwort konnte er Dr. Marc Surminski von der Zeitschrift für Versicherungswesen gewinnen, das gemeinsame Credo: Versicherungen sind ein unsichtbares Produkt. Versicherungsaktien machen es sichtbar. In Versicherungsaktien spiegelt sich höchst anschaulich die Geschichte der Assekuranz wider.&lt;/p&gt;
&lt;h3&gt;Börse und Versicherungen&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Die Börse und Versicherungsunternehmen haben eine symbiotische Beziehung. Einerseits sind viele Versicherungsgesellschaften an der Börse notiert, andererseits suchen Versicherungen an der Börse immer Geldanlagemöglichkeiten für verschiedene Fristigkeiten. Das ist sogar eine gesetzliche Auflage für Versicherungen: täglich die Geldansprüche aus den Versicherungsverträgen gewährleisten zu können.&lt;/p&gt;
&lt;h3&gt;Der Versicherungsgedanke&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Der Versicherungsgedanke, das wirtschaftliche Risiko des zufälligen Untergangs abzusichern, findet sich schon in der Frühform der Familie, der Gilden oder Gefahrengemeinschaften.&lt;/p&gt;
&lt;ul&gt;&lt;li&gt;1692 entwickelte sich das Kaffeehaus Lloyds zu einem Versicherer, der in der heutigen Zeit dafür bekannt ist, dass alles versicherbar ist (gegen entsprechende Prämie).&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;1713 entstand die Hypothese des Gesetzes der „Großen Zahl“: Je größer die beobachtete Masse, desto geringer ist der Zufall (in der statistischen Massenbetrachtung). Je mehr Personen also eine Versicherung abschließen, desto kalkulierbarer und berechenbarer ist der möglicherweise anfallende Schaden.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Im Laufe der Jahrhunderte hat sich in Deutschland die Versicherungslandschaft in drei verschiedene Anbieterkategorien entwickelt: den Versicherungsgesellschaften in Form einer Aktiengesellschaft, den öffentlichen (staatlichen) Anstalten und den Versicherungsvereinen auf Gegenseitigkeit.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;1765 wurden in Berlin und Hamburg völlig unabhängig voneinander die ersten Aktiengesellschaften gegründet, die auf dem Gebiet der Versicherung tätig wurden. Leider sind von beiden Gesellschaften bisher keine Wertpapiere im Sammlermarkt bekannt geworden.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Mitte des 19. Jahrhunderts kam es dann zu einem Gründerboom. In den darauf folgenden Jahrzehnten entstanden etwa 30 Versicherungsgesellschaften, die sich an heute noch bekannten Versicherungs-Standorten ansiedelten: Aachen, Berlin, Bremen, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Hannover, Karlsruhe, Köln, Mannheim, Mönchengladbach, München, Neuss, Nürnberg, Stuttgart, Wiesbaden.&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;&lt;p&gt;Schiefers Fachbuch ist eine Fundgrube für Kenner historische Wertpapiere – und eine anregende Lektüre für jeden Leser, der sich für die Geschichte der deutschen Versicherungswirtschaft interessiert. Das Werk beinhaltet auf mehr als 400 Seiten ein Listing von 2189 Wertpapieren von 430 Emittenten, 290 Firmenporträts mit 445 Farbabbildungen – ein Werk nicht nur zum Durchblättern. Es werden nur Assekuranzgesellschaften beschrieben, die während ihrer Geschäftstätigkeit Wertpapiere in einer Deutschen Währung herausgegeben haben und mindestens ein „Beleg“ auf dem Sammlermarkt für „Historische Wertpapiere“ bekannt geworden sind.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das Buch zeigt die Vielfalt der historischen Wertpapiere von Versicherungsgesellschaften. Gleichzeitig liefert es auch einen Abriss der Assekuranzgeschichte, in dem es längst vergessene Gesellschaften über ihre Aktien wieder zum Leben erweckt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Es illustriert den Weg der kunstvollen Gestaltungsvielfalt des 19. Jahrhunderts in früheren Zeiten mit den besten Graveuren, Stahl- und Kupferstechern und bekannten Malern, die engagiert wurden bei der Gestaltung der Wertpapiere, bis hin in unsere heutige eher nüchterne Welt der symbolischen Darstellung der Geschäftstätigkeit eines Versicherers auf seinen Wertpapieren.&lt;/p&gt;
&lt;div&gt;
&lt;p&gt;Schiefer, Klaus, &lt;a title="Schiefer, Klaus, 250 Jahre Versicherungsgeschichte auf Aktien" href="http://www.wertpapiermuseum.de/museum_bilder/buch250vu.jpg" target="_blank"&gt;250 Jahre Versicherungsgeschichte auf Aktien 1765-2015&lt;/a&gt;, Ein Grundriss durch die Geschichte der Deutschen Versicherungsgesellschaften mit Historischen Wertpapieren, rund 400 Seiten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das neue Buch ist erhältlich für 79 € bei:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nonvaleur Concept Klaus Schiefer&lt;br /&gt; Am Röttchen 56&lt;br /&gt; 40468 Düsseldorf&lt;br /&gt; Telefon 0211-422 92 65&lt;br /&gt;&lt;a href="mailto:info@ncks.de"&gt;info@ncks.de&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://shop.strato.de/epages/219800.sf" target="_blank"&gt;Nonvaleur Concept&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;p&gt;Klaus Schiefers Firma Nonvaleur Concept ist seit mehr als 20 Jahren mit dem Service rund um Historische Wertpapiere befasst. Zu den Schwerpunkten gehören der Handel, die Durchführung von Auktionen unter dem Label AWS Auktionshaus Wertpapiere Sammeln sowie die Erstellung von Gutachten über die Echtheit sowie den Wert von Historischen Wertpapieren.&lt;/p&gt;
&lt;h3&gt;Das eWertpapiermuseum des EDHAC stellt Ihnen an dieser Stelle einige repräsentative Exemplare aus der Sammlung von Klaus Schiefer vor.&lt;/h3&gt;</text>
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              <text>Niederrheinische Güter-Assekuranz-Gesellschaft – Rückversicherungs-Verein</text>
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              <text>1842 Gründung der Gesellschaft durch die Niederrheinische Güter-Assekuranz als Versicherungsverein unter Rückversicherungs-Verein der Niederrheinischen Güter-Assekuranz-Gesellschaft. Sieht sich mit der Güter-Assekuranz sehr ähnlich und wird meist in der Auktionsbeschreibung falsch zugeordnet.</text>
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                  <text>&lt;strong&gt;Historische Wertpapiere von Informationstechnologie-Unternehmen&lt;/strong&gt;</text>
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                  <text>&lt;p&gt;Die hier gezeigte Sammlung von 60 Historischen Wertpapieren aus der Welt der Informationstechnologie (IT-Werte) wurde im Laufe von rund 20 Jahren von einem schwäbischen Informatiker und Sammler zusammengetragen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Als schwäbischer Sammler will man nicht allzu viel Geld für das Hobby „Historische Wertpapiere“ ausgeben. Wenn man Wertpapiere von Firmen der Branche Informationstechnologie sammelt, in der man selber beruflich tätig ist, dann sind einem viele Firmen bekannt, deren alte Wertpapiere auf dem Markt sind. Das spart Zeit bei der Recherche.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Im Gegensatz zu anderen Sammelgebieten sind die Preise für Historische Wertpapiere von Gesellschaften aus der Informationstechnologie im Allgemeinen sehr moderat. Und obwohl die IT- Branche relativ jung ist, gibt es doch weltweit eine mindestens dreistellige Anzahl alter Wertpapiere von mehr oder weniger bekannten Firmen, die dem Bereich Informationstechnologie verbunden waren oder sind. Somit kann man relativ schnell eine kleine Sammlung zu dieser Thematik aufbauen. Nachdem heute die Welt der Informationstechnologie mit der Telekommunikation zusammenwächst, kann die Sammlung der IT-Werte gern auch um dieses Thema erweitert werden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Beim Durchblättern dieser Sammlung von 60 Wertpapieren fallen mir persönlich immer wieder meine Berührungspunkte mit verschiedenen Informationstechnologie-Firmen ein, hier ein paar Beispiele:&lt;/p&gt;
&lt;ul&gt;&lt;li&gt;Computerunterricht in Wirtschaftsgymnasium mit Computern von &lt;strong&gt;Commodore&lt;/strong&gt; (mit Musikkassette als Speichermedium) und &lt;strong&gt;Olivetti&lt;/strong&gt; (mit 8-Zoll-Diskette)&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Erster eigener Homecomputer von &lt;strong&gt;Schneider&lt;/strong&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Computerzeitschriften von &lt;strong&gt;Markt &amp;amp; Technik&lt;/strong&gt; gekauft&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Während des Studiums wurde an der Hochschule der alte &lt;strong&gt;Sperry-Rand&lt;/strong&gt;-Großrechner (mit Lochkarten) durch einen IBM-Großrechner (mit Bildschirm-Terminals) ersetzt&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Vorstellungsgespräch bei &lt;strong&gt;Nixdorf&lt;/strong&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;ITT&lt;/strong&gt; Xtra-PC an der ersten Arbeitsstelle mit Zugriff auf den &lt;strong&gt;IBM&lt;/strong&gt;-Großrechner, &lt;strong&gt;Intel&lt;/strong&gt;-Prozessor und Microsoft-Betriebssystem, spätere PCs kommen von &lt;strong&gt;Dell&lt;/strong&gt; und &lt;strong&gt;HP&lt;/strong&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Unsere &lt;strong&gt;Digital Equipment&lt;/strong&gt;-Server mit &lt;strong&gt;Motorola&lt;/strong&gt;-Prozessoren waren im &lt;strong&gt;DEC&lt;/strong&gt;-Raum aufgebaut, von manchen als Deck-Raum missverstanden&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;In unserer Systemprogrammierung war ein Kollege ausschließlich für &lt;strong&gt;die Xerox&lt;/strong&gt;-Drucker zuständig&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Konfiguration von ITT-Netzwerkrechnern, die von &lt;strong&gt;NCR&lt;/strong&gt; produziert wurden&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Konfiguration von Multiprotokoll-Routern der Firma &lt;strong&gt;Cisco&lt;/strong&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;StorageTek&lt;/strong&gt;-Magnetbandrobotersysteme im Rechenzentrum&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Konfiguration von Firewalls der Firmen &lt;strong&gt;Sun&lt;/strong&gt; und &lt;strong&gt;Lucent&lt;/strong&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;ADP&lt;/strong&gt; übernimmt die Lohnbuchhaltung des Arbeitgebers&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Projekte zusammen mit &lt;strong&gt;EDS&lt;/strong&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Nutzung des &lt;strong&gt;Yahoo&lt;/strong&gt;-Webportals&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;&lt;p&gt;Wilhelm Leiter&lt;/p&gt;</text>
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              <text>Im Jahr 1899 wurde die Nippon Electric Company (NEC) gegründet und produzierte anfangs Telefone und Schaltanlagen. 1954 startet NEC mit der Forschung und 1956 mit der Entwicklung von Computern. 1979 wurde der erste PC vorgestellt. Heute gehört NEC zum japanischen Sumitomo-Konzern und ist eine weltweit agierende Elektronikfirma.</text>
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              <text>&lt;a title="NEC" href="https://de.wikipedia.org/wiki/NEC_Corporation" target="_blank"&gt;NEC&lt;/a&gt;</text>
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        <description>The Dublin Core metadata element set is common to all Omeka records, including items, files, and collections. For more information see, http://dublincore.org/documents/dces/.</description>
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                  <text>&lt;strong&gt;Historische Wertpapiere von Informationstechnologie-Unternehmen&lt;/strong&gt;</text>
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                  <text>&lt;p&gt;Die hier gezeigte Sammlung von 60 Historischen Wertpapieren aus der Welt der Informationstechnologie (IT-Werte) wurde im Laufe von rund 20 Jahren von einem schwäbischen Informatiker und Sammler zusammengetragen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Als schwäbischer Sammler will man nicht allzu viel Geld für das Hobby „Historische Wertpapiere“ ausgeben. Wenn man Wertpapiere von Firmen der Branche Informationstechnologie sammelt, in der man selber beruflich tätig ist, dann sind einem viele Firmen bekannt, deren alte Wertpapiere auf dem Markt sind. Das spart Zeit bei der Recherche.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Im Gegensatz zu anderen Sammelgebieten sind die Preise für Historische Wertpapiere von Gesellschaften aus der Informationstechnologie im Allgemeinen sehr moderat. Und obwohl die IT- Branche relativ jung ist, gibt es doch weltweit eine mindestens dreistellige Anzahl alter Wertpapiere von mehr oder weniger bekannten Firmen, die dem Bereich Informationstechnologie verbunden waren oder sind. Somit kann man relativ schnell eine kleine Sammlung zu dieser Thematik aufbauen. Nachdem heute die Welt der Informationstechnologie mit der Telekommunikation zusammenwächst, kann die Sammlung der IT-Werte gern auch um dieses Thema erweitert werden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Beim Durchblättern dieser Sammlung von 60 Wertpapieren fallen mir persönlich immer wieder meine Berührungspunkte mit verschiedenen Informationstechnologie-Firmen ein, hier ein paar Beispiele:&lt;/p&gt;
&lt;ul&gt;&lt;li&gt;Computerunterricht in Wirtschaftsgymnasium mit Computern von &lt;strong&gt;Commodore&lt;/strong&gt; (mit Musikkassette als Speichermedium) und &lt;strong&gt;Olivetti&lt;/strong&gt; (mit 8-Zoll-Diskette)&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Erster eigener Homecomputer von &lt;strong&gt;Schneider&lt;/strong&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Computerzeitschriften von &lt;strong&gt;Markt &amp;amp; Technik&lt;/strong&gt; gekauft&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Während des Studiums wurde an der Hochschule der alte &lt;strong&gt;Sperry-Rand&lt;/strong&gt;-Großrechner (mit Lochkarten) durch einen IBM-Großrechner (mit Bildschirm-Terminals) ersetzt&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Vorstellungsgespräch bei &lt;strong&gt;Nixdorf&lt;/strong&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;ITT&lt;/strong&gt; Xtra-PC an der ersten Arbeitsstelle mit Zugriff auf den &lt;strong&gt;IBM&lt;/strong&gt;-Großrechner, &lt;strong&gt;Intel&lt;/strong&gt;-Prozessor und Microsoft-Betriebssystem, spätere PCs kommen von &lt;strong&gt;Dell&lt;/strong&gt; und &lt;strong&gt;HP&lt;/strong&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Unsere &lt;strong&gt;Digital Equipment&lt;/strong&gt;-Server mit &lt;strong&gt;Motorola&lt;/strong&gt;-Prozessoren waren im &lt;strong&gt;DEC&lt;/strong&gt;-Raum aufgebaut, von manchen als Deck-Raum missverstanden&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;In unserer Systemprogrammierung war ein Kollege ausschließlich für &lt;strong&gt;die Xerox&lt;/strong&gt;-Drucker zuständig&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Konfiguration von ITT-Netzwerkrechnern, die von &lt;strong&gt;NCR&lt;/strong&gt; produziert wurden&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Konfiguration von Multiprotokoll-Routern der Firma &lt;strong&gt;Cisco&lt;/strong&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;StorageTek&lt;/strong&gt;-Magnetbandrobotersysteme im Rechenzentrum&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Konfiguration von Firewalls der Firmen &lt;strong&gt;Sun&lt;/strong&gt; und &lt;strong&gt;Lucent&lt;/strong&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;ADP&lt;/strong&gt; übernimmt die Lohnbuchhaltung des Arbeitgebers&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Projekte zusammen mit &lt;strong&gt;EDS&lt;/strong&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Nutzung des &lt;strong&gt;Yahoo&lt;/strong&gt;-Webportals&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;&lt;p&gt;Wilhelm Leiter&lt;/p&gt;</text>
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              <text>Die Nixdorf Computer Aktiengesellschaft wurde 1968 als Nachfolger des Labors für Impulstechnik (LFI) von Heinz Nixdorf gegründet. Der Büromaschinenbereich von Wanderer wurde von Nixdorf übernommen. Nixdorf konzentrierte sich auf die Mittlere Datentechnik und ermöglichte damit kleineren und mittleren Betrieben die Nutzung der elektronischen Datenverarbeitung zu günstigen Preisen. Auch Großunternehmen verwendeten Nixdorf-Computer in ihren Außenstellen. 1986 erlag Heinz Nixdorf den Folgen eines Herzinfarktes auf der Computermesse CeBIT in Hannover. Nachdem Nixdorf auf dem PC-Markt nicht vertreten war und in der Mittleren Datentechnik ein massiver Preisverfall stattfand, geriet Nixdorf in den nächsten Jahren in wirtschaftliche Schwierigkeiten. 1990 übernahm Siemens die Mehrheit der Nixdorf-Stammaktien und führte die Nixdorf Computer AG mit dem eigenen Bereich der Daten- und Informationstechnik zur Siemens Nixdorf Informationssyteme AG (SNI) zusammen. SNI wurde 1998 komplett in die Siemens AG integriert.</text>
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                  <text>&lt;p&gt;Die hier gezeigte Sammlung von 60 Historischen Wertpapieren aus der Welt der Informationstechnologie (IT-Werte) wurde im Laufe von rund 20 Jahren von einem schwäbischen Informatiker und Sammler zusammengetragen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Als schwäbischer Sammler will man nicht allzu viel Geld für das Hobby „Historische Wertpapiere“ ausgeben. Wenn man Wertpapiere von Firmen der Branche Informationstechnologie sammelt, in der man selber beruflich tätig ist, dann sind einem viele Firmen bekannt, deren alte Wertpapiere auf dem Markt sind. Das spart Zeit bei der Recherche.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Im Gegensatz zu anderen Sammelgebieten sind die Preise für Historische Wertpapiere von Gesellschaften aus der Informationstechnologie im Allgemeinen sehr moderat. Und obwohl die IT- Branche relativ jung ist, gibt es doch weltweit eine mindestens dreistellige Anzahl alter Wertpapiere von mehr oder weniger bekannten Firmen, die dem Bereich Informationstechnologie verbunden waren oder sind. Somit kann man relativ schnell eine kleine Sammlung zu dieser Thematik aufbauen. Nachdem heute die Welt der Informationstechnologie mit der Telekommunikation zusammenwächst, kann die Sammlung der IT-Werte gern auch um dieses Thema erweitert werden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Beim Durchblättern dieser Sammlung von 60 Wertpapieren fallen mir persönlich immer wieder meine Berührungspunkte mit verschiedenen Informationstechnologie-Firmen ein, hier ein paar Beispiele:&lt;/p&gt;
&lt;ul&gt;&lt;li&gt;Computerunterricht in Wirtschaftsgymnasium mit Computern von &lt;strong&gt;Commodore&lt;/strong&gt; (mit Musikkassette als Speichermedium) und &lt;strong&gt;Olivetti&lt;/strong&gt; (mit 8-Zoll-Diskette)&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Erster eigener Homecomputer von &lt;strong&gt;Schneider&lt;/strong&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Computerzeitschriften von &lt;strong&gt;Markt &amp;amp; Technik&lt;/strong&gt; gekauft&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Während des Studiums wurde an der Hochschule der alte &lt;strong&gt;Sperry-Rand&lt;/strong&gt;-Großrechner (mit Lochkarten) durch einen IBM-Großrechner (mit Bildschirm-Terminals) ersetzt&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Vorstellungsgespräch bei &lt;strong&gt;Nixdorf&lt;/strong&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;ITT&lt;/strong&gt; Xtra-PC an der ersten Arbeitsstelle mit Zugriff auf den &lt;strong&gt;IBM&lt;/strong&gt;-Großrechner, &lt;strong&gt;Intel&lt;/strong&gt;-Prozessor und Microsoft-Betriebssystem, spätere PCs kommen von &lt;strong&gt;Dell&lt;/strong&gt; und &lt;strong&gt;HP&lt;/strong&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Unsere &lt;strong&gt;Digital Equipment&lt;/strong&gt;-Server mit &lt;strong&gt;Motorola&lt;/strong&gt;-Prozessoren waren im &lt;strong&gt;DEC&lt;/strong&gt;-Raum aufgebaut, von manchen als Deck-Raum missverstanden&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;In unserer Systemprogrammierung war ein Kollege ausschließlich für &lt;strong&gt;die Xerox&lt;/strong&gt;-Drucker zuständig&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Konfiguration von ITT-Netzwerkrechnern, die von &lt;strong&gt;NCR&lt;/strong&gt; produziert wurden&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Konfiguration von Multiprotokoll-Routern der Firma &lt;strong&gt;Cisco&lt;/strong&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;StorageTek&lt;/strong&gt;-Magnetbandrobotersysteme im Rechenzentrum&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Konfiguration von Firewalls der Firmen &lt;strong&gt;Sun&lt;/strong&gt; und &lt;strong&gt;Lucent&lt;/strong&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;ADP&lt;/strong&gt; übernimmt die Lohnbuchhaltung des Arbeitgebers&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Projekte zusammen mit &lt;strong&gt;EDS&lt;/strong&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Nutzung des &lt;strong&gt;Yahoo&lt;/strong&gt;-Webportals&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;&lt;p&gt;Wilhelm Leiter&lt;/p&gt;</text>
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              <text>Norsk Data A.S</text>
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              <text>Die Firma Norsk Data war ein norwegischer Hersteller von Computern der Mittleren Datentechnik (Kleincomputer) von 1967 bis 1992. 1983 übernahm Norsk Data die Firma Dietz-Computer-Systeme, die damals zu den 10 größten deutschen Computerherstellern zählte (neben Siemens, Nixdorf, AEG-Telefunken, Triumph-Adler, Kienzle Apparate und Philips). Die deutsche Niederlassung von Norsk Data befand sich in Bad Homburg, wo es heute noch eine Norsk-Data-Straße gibt.</text>
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          <name>Nummer</name>
          <description>Eindeutige Nummer des Wertpapieres, z.B. MF001&#13;
Sollte dem Dateinamen der Abbildung entsprechen, z.B. mf001.jpg</description>
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              <text>IT042</text>
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          <description>Unternehmensgeschichte: Link zu Wikipedia</description>
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              <text>&lt;a title="Norsk Data A.S." href="https://de.wikipedia.org/wiki/Norsk_Data" target="_blank"&gt;Norsk Data A.S.&lt;/a&gt;</text>
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        <description>The Dublin Core metadata element set is common to all Omeka records, including items, files, and collections. For more information see, http://dublincore.org/documents/dces/.</description>
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                <text>Norsk Data A.S (IT042)</text>
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                <text>3% Inhaber-Teilschuldverschreibung über 1000 DM vom Juli 1986, Specimen</text>
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                  <text>&lt;strong&gt;Die Finanzgeschichte des Kanals von Korinth&lt;/strong&gt;</text>
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                  <text>&lt;p&gt;Diese Ausstellung des EDHACs dokumentiert die „Historischen Wertpapiere“ des griechischen Kanals von Korinth aus dem Zeitraum 1882-1977. Weiterhin enthält die Ausstellung einen in Buchform gehaltenen, finanzhistorischen Bericht über den Bau und den Betrieb des geschichtsträchtigen Korinther Kanals.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Der Kanal von Korinth&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nur Wenige wissen, dass der griechische Kanal von Korinth so etwas wie das unbeachtete Patenkind der Suezkanal- bzw. Panamakanal-Gesellschaft ist. Die Patenschaft hatte seinerzeit der französische Suezkanalerbauer Graf Ferdinand de Lesseps.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Kanal von Korinth verbindet seit 1893 den Saronischen Golf mit dem Korinthischen und verkürzt damit die Fahrt von der Adria und dem Ionischen Meer zur Ägäis um 320 Kilometer (rund 200 Seemeilen). Der Seekanal durchbricht die Landenge des Peleponnes und der Landschaft Megaris in 6,3 km Länge, ist 24 m breit und bis zu 8 m tief. Der Gedanke, die beiden Meere zu verbinden, liegt mehr als nahe, und so fasste schon in der Antike der Tyrann Periandros (6. Jahrhundert vor Christus) diesen Plan. Er scheiterte an den technischen Schwierigkeiten ebenso wie der römische Kaiser Nero, der im Jahre 67 nach Christus mit einem goldenen Spaten den ersten Stich tat. Das Restliche überließ er 6.000 Sklaven aus Judäa. Wegen revolutionärer Umtriebe im eigenen Land konnte er sich um das Werk nicht weiter persönlich kümmern. So wurde das Projekt schließlich aufgegeben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a title="Aktienprospekt des Comptoir d`Escompte de Paris von 1882" href="http://www.wertpapiermuseum.de/museum_bilder/kk_sub1882.jpg" target="_blank"&gt;» Aktienprospekt des Comptoir d`Escompte de Paris von 1882&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die weitere Entwicklung bis zur Kanaleröffnung nahm – so ungewöhnlich das klingt – ihren Anfang in Panama: 1876 bis 1878 untersuchte der ungarische General Istvan Türr (1825-1908) – ein naturalisierter Italiener und Freund von Ferdinand de Lesseps – zusammen mit dem Kapitänleutnant Lucien Napoléon Bonaparte Wyse im Auftrag der „Société Civile Internationale du Canal Interocéanique du Darien (Türr-Syndikat)“ die Kanalroute über den Isthmus von Panama. Dem Türr-Syndikat gehörten neben Türr und seinem Schwager Wyse, der Bankier Baron Jacques de Reinach sowie weitere hohe französische Würdenträger an. Ein junger Landsmann Türr`s, der ungarische Ingenieur Béla Gerster (1850-1923) begleitete die Expeditionen. 1876 vereinbarte Türr für das Syndikat mit der Regierung von Kolumbien einen Konzessionsvertrag über 99 Jahre für den Bau eines Kanals über den Isthmus von Panama, zahlbar mit 750.000 Francs bis 1882. Wyse gelang es 1879 im Rahmen des Internationalen Kongresses der Société de Géographie in Paris, diesen Vertrag für 10 Mio. Francs an Ferdinand de Lesseps und seine zu gründende &lt;strong&gt;Compagnie Universelle du Canal Interocéanique de Panama&lt;/strong&gt; – die Lesseps`sche Panamakanal-Gesellschaft – zu verkaufen. Das Türr-Syndikat und der General profitierten davon enorm.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a title="Kanal im Bau mit Eisenbahnbrücke" href="http://www.wertpapiermuseum.de/museum_bilder/kk_ob_70448d_imgp4489.jpg" target="_blank"&gt;» Kanal im Bau mit Eisenbahnbrücke&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a title="Kanal im Bau" href="http://www.wertpapiermuseum.de/museum_bilder/kk_kanal_bruecke.jpg" target="_blank"&gt;» Kanal im Bau&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;1880 lernte General Türr in Aachen den Gouverneur der griechischen Nationalbank Marc Rénieri kennen. Beide diskutierten die Möglichkeit eines Kanalprojekts bei Korinth. Rénieri bot Türr die Konzession für diesen Kanal an, auf der Basis eines 1869 vom griechischen Parlament erlassenen Konzessionsgesetzes. Türr investierte sein mit der Panamakanalkonzession gewonnenes Geld und beauftragte den Ingenieur Béla Gerster mit einer Machbarkeitsstudie für einen Kanal über die Landenge von Korinth. Gerster untersuchte 1880 die Kanalroute, kam zu positiven Ergebnissen und schloss bereits 1881 in Athen für Türr mit der griechischen Regierung einen Konzessionsvertrag zum Bau und Betrieb eines Seekanals ab (Laufzeit 99 Jahre, Baubeginn innerhalb von 18 Monaten, geplante Fertigstellung bis 1887).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a title="Aktie 1882" href="http://www.wertpapiermuseum.de/museum_bilder/kk_los0707.jpg" target="_blank"&gt;» Aktie 1882&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Mit einem Konsortium um den Bankier de Reinach gründete Türr 1882 mit einem Aktienkapital von 30 Mio. französischen Goldfranken die &lt;strong&gt;Société Internationale du Canal Maritime de Corinthe&lt;/strong&gt; (Internationale Gesellschaft des Seekanals von Korinth) mit Sitz in Paris. Die Gesellschaft übernahm von Türr die Konzession. Türr wurde Präsident der Kanalgesellschaft. Das Klima für den Börsengang der Gesellschaft war zu diesem Zeitpunkt äußerst günstig, da der Kurs der Suezkanal-Aktien in ungeahnte Höhen geschnellt war und sich die Spekulanten um die 1880 emittierten Panamakanal-Aktien geradezu schlugen. So erstaunt es nicht, dass die im Mai 1882 herausgegebene 60.000 Aktien der Kanalgesellschaft fünfmal überzeichnet wurden. 6 Mio. Goldfranken wurden von Griechen gezeichnet, der Rest der Aktien wurde in Frankreich platziert.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;König Georg I von Griechenland tat gleichzeitig den ersten Spatenstich zum Bau des Kanals entlang der antiken Trasse des Kaisers Nero. Gerster war der Bauleiter am Kanal. 1887 waren 2.100 Arbeiter am Kanal beschäftigt. Kapitalbedarf stellte sich in diesem Jahr ein, da die Gruppe des berüchtigten Pariser Bankiers de Reinach sehr „großzügig“ mit den Geldmitteln der Gesellschaft gewirtschaftet hatte. Eine 6%ige Anleiheemission über 30 Mio. Goldfranken sollte deshalb im Mai 1888 in Paris begeben werden. Ein unglücklicher Zeitpunkt, da zur gleichen Zeit die Panamakanal-Gesellschaft fallierte. So wurden beim Börsengang lediglich 10 Mio. Goldfranken eingesammelt. Im Februar 1890 war die Gesellschaft dann endgültig zahlungsunfähig. Die Arbeiten wurden eingestellt, 8.2 Mio. Kubikmeter Erdreich und Fels hatte man ausgeschachtet, 2.6 Mio. Kubikmeter waren noch auszugraben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a title="Obligation 1888" href="http://www.wertpapiermuseum.de/museum_bilder/kk_los0658.jpg" target="_blank"&gt;» Obligation 1888&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In dieser kritischen Situation initiierten griechische Patrioten 1890 in Athen die Gründung der mit einem Kapital von 5 Mio. Goldfranken ausgestatteten Auffanggesellschaft &lt;strong&gt;Société Hellénique du Canal de Corinthe&lt;/strong&gt; (Griechische Gesellschaft des Kanals von Korinth). Der Konkursverwalter der alten Kanalgesellschaft übertrug die Konzession auf die neu gegründete Kanalgesellschaft. Anteilseigner und Gläubiger der alten Gesellschaft erhielten für ihre notleidenden Wertpapiere Besserungsscheine. 1893 wurde der Kanal durch die neue Gesellschaft fertiggestellt und dem Verkehr übergeben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;1907 wurde auch die neue Gesellschaft liquidiert und in die in Athen ansässige Betriebsgesellschaft &lt;strong&gt;Nouvelle Société du Canal de Corinthe&lt;/strong&gt; (Neue Gesellschaft des Kanals von Korinth) überführt. 1980 wurde der Betrieb des Kanals in die staateigene Corinth Canal Company überführt, 2001 der Betrieb privatisiert. Heute durchfahren rund 12.000 Schiffe jährlich den Kanal.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a title="Der Korinther Kanal heute" href="http://www.wertpapiermuseum.de/museum_bilder/kk_schifim%20kanal.jpg" target="_blank"&gt;» Der Korinther Kanal heute&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der folgende Bericht über die Finanzgeschichte des Kanals von Korinth wird durch einen Katalogteil abgerundet. Er erschließt alle von 1882 bis 1977 ausgegebenen Wertpapierzertifikate der drei Gesellschaften als Sammelgebiet. Der Bericht wendet sich an den Sammler alter Wertpapiere, ob er Anfänger oder Fortgeschrittener ist, und an jeden, der sich für die Hintergründe dieses Teils der Finanzgeschichte interessiert.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Die ausführliche und spannende Finanzgeschichte des Kanals von Korinth lesen Sie hier.&lt;br /&gt;Bitte Link klicken (pdf-Datei):&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;&lt;a title="Finanzgeschichte des Kanals von Korinth" href="http://www.nonvaleurs.de/pdf/kk.pdf" target="_blank"&gt;http://www.nonvaleurs.de/pdf/kk.pdf&lt;/a&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Besuchen Sie unser eWertpapiermuseum des EDHAC, um die bis heute bekannt gewordenen Wertpapieremissionen aus dem Zeitraum 1882-1977 zu studieren.&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;h3&gt;Über den Initiator der Ausstellung&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Initiator der Ausstellung &lt;strong&gt;„Finanzgeschichte des Kanals von Korinth“&lt;/strong&gt; ist Hans-Georg Glasemann. Er ist Fachautor und Sachverständiger für „Historische Wertpapiere“ und publiziert seit 1980 Bücher und Fachbeiträge auf diesem jungen Sammelgebiet, das in den letzten Jahrzehnten einen beispielslosen Aufschwung erlebt hat.&lt;/p&gt;</text>
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              <text>Kapitalerhöhung 20.6.1922: 15.000 Inhaberaktien über je 25 Drachmen (Neues Aktienkapital: 1.375.000 Drachmen eingeteilt in 55.000 Aktien über je 25 Drachmen). Farbe: grün, extrem seltene Stücke, Bewertung: 100-200 €.</text>
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                  <text>&lt;strong&gt;Die Finanzgeschichte des Kanals von Korinth&lt;/strong&gt;</text>
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                  <text>&lt;p&gt;Diese Ausstellung des EDHACs dokumentiert die „Historischen Wertpapiere“ des griechischen Kanals von Korinth aus dem Zeitraum 1882-1977. Weiterhin enthält die Ausstellung einen in Buchform gehaltenen, finanzhistorischen Bericht über den Bau und den Betrieb des geschichtsträchtigen Korinther Kanals.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Der Kanal von Korinth&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nur Wenige wissen, dass der griechische Kanal von Korinth so etwas wie das unbeachtete Patenkind der Suezkanal- bzw. Panamakanal-Gesellschaft ist. Die Patenschaft hatte seinerzeit der französische Suezkanalerbauer Graf Ferdinand de Lesseps.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Kanal von Korinth verbindet seit 1893 den Saronischen Golf mit dem Korinthischen und verkürzt damit die Fahrt von der Adria und dem Ionischen Meer zur Ägäis um 320 Kilometer (rund 200 Seemeilen). Der Seekanal durchbricht die Landenge des Peleponnes und der Landschaft Megaris in 6,3 km Länge, ist 24 m breit und bis zu 8 m tief. Der Gedanke, die beiden Meere zu verbinden, liegt mehr als nahe, und so fasste schon in der Antike der Tyrann Periandros (6. Jahrhundert vor Christus) diesen Plan. Er scheiterte an den technischen Schwierigkeiten ebenso wie der römische Kaiser Nero, der im Jahre 67 nach Christus mit einem goldenen Spaten den ersten Stich tat. Das Restliche überließ er 6.000 Sklaven aus Judäa. Wegen revolutionärer Umtriebe im eigenen Land konnte er sich um das Werk nicht weiter persönlich kümmern. So wurde das Projekt schließlich aufgegeben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a title="Aktienprospekt des Comptoir d`Escompte de Paris von 1882" href="http://www.wertpapiermuseum.de/museum_bilder/kk_sub1882.jpg" target="_blank"&gt;» Aktienprospekt des Comptoir d`Escompte de Paris von 1882&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die weitere Entwicklung bis zur Kanaleröffnung nahm – so ungewöhnlich das klingt – ihren Anfang in Panama: 1876 bis 1878 untersuchte der ungarische General Istvan Türr (1825-1908) – ein naturalisierter Italiener und Freund von Ferdinand de Lesseps – zusammen mit dem Kapitänleutnant Lucien Napoléon Bonaparte Wyse im Auftrag der „Société Civile Internationale du Canal Interocéanique du Darien (Türr-Syndikat)“ die Kanalroute über den Isthmus von Panama. Dem Türr-Syndikat gehörten neben Türr und seinem Schwager Wyse, der Bankier Baron Jacques de Reinach sowie weitere hohe französische Würdenträger an. Ein junger Landsmann Türr`s, der ungarische Ingenieur Béla Gerster (1850-1923) begleitete die Expeditionen. 1876 vereinbarte Türr für das Syndikat mit der Regierung von Kolumbien einen Konzessionsvertrag über 99 Jahre für den Bau eines Kanals über den Isthmus von Panama, zahlbar mit 750.000 Francs bis 1882. Wyse gelang es 1879 im Rahmen des Internationalen Kongresses der Société de Géographie in Paris, diesen Vertrag für 10 Mio. Francs an Ferdinand de Lesseps und seine zu gründende &lt;strong&gt;Compagnie Universelle du Canal Interocéanique de Panama&lt;/strong&gt; – die Lesseps`sche Panamakanal-Gesellschaft – zu verkaufen. Das Türr-Syndikat und der General profitierten davon enorm.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a title="Kanal im Bau mit Eisenbahnbrücke" href="http://www.wertpapiermuseum.de/museum_bilder/kk_ob_70448d_imgp4489.jpg" target="_blank"&gt;» Kanal im Bau mit Eisenbahnbrücke&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a title="Kanal im Bau" href="http://www.wertpapiermuseum.de/museum_bilder/kk_kanal_bruecke.jpg" target="_blank"&gt;» Kanal im Bau&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;1880 lernte General Türr in Aachen den Gouverneur der griechischen Nationalbank Marc Rénieri kennen. Beide diskutierten die Möglichkeit eines Kanalprojekts bei Korinth. Rénieri bot Türr die Konzession für diesen Kanal an, auf der Basis eines 1869 vom griechischen Parlament erlassenen Konzessionsgesetzes. Türr investierte sein mit der Panamakanalkonzession gewonnenes Geld und beauftragte den Ingenieur Béla Gerster mit einer Machbarkeitsstudie für einen Kanal über die Landenge von Korinth. Gerster untersuchte 1880 die Kanalroute, kam zu positiven Ergebnissen und schloss bereits 1881 in Athen für Türr mit der griechischen Regierung einen Konzessionsvertrag zum Bau und Betrieb eines Seekanals ab (Laufzeit 99 Jahre, Baubeginn innerhalb von 18 Monaten, geplante Fertigstellung bis 1887).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a title="Aktie 1882" href="http://www.wertpapiermuseum.de/museum_bilder/kk_los0707.jpg" target="_blank"&gt;» Aktie 1882&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Mit einem Konsortium um den Bankier de Reinach gründete Türr 1882 mit einem Aktienkapital von 30 Mio. französischen Goldfranken die &lt;strong&gt;Société Internationale du Canal Maritime de Corinthe&lt;/strong&gt; (Internationale Gesellschaft des Seekanals von Korinth) mit Sitz in Paris. Die Gesellschaft übernahm von Türr die Konzession. Türr wurde Präsident der Kanalgesellschaft. Das Klima für den Börsengang der Gesellschaft war zu diesem Zeitpunkt äußerst günstig, da der Kurs der Suezkanal-Aktien in ungeahnte Höhen geschnellt war und sich die Spekulanten um die 1880 emittierten Panamakanal-Aktien geradezu schlugen. So erstaunt es nicht, dass die im Mai 1882 herausgegebene 60.000 Aktien der Kanalgesellschaft fünfmal überzeichnet wurden. 6 Mio. Goldfranken wurden von Griechen gezeichnet, der Rest der Aktien wurde in Frankreich platziert.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;König Georg I von Griechenland tat gleichzeitig den ersten Spatenstich zum Bau des Kanals entlang der antiken Trasse des Kaisers Nero. Gerster war der Bauleiter am Kanal. 1887 waren 2.100 Arbeiter am Kanal beschäftigt. Kapitalbedarf stellte sich in diesem Jahr ein, da die Gruppe des berüchtigten Pariser Bankiers de Reinach sehr „großzügig“ mit den Geldmitteln der Gesellschaft gewirtschaftet hatte. Eine 6%ige Anleiheemission über 30 Mio. Goldfranken sollte deshalb im Mai 1888 in Paris begeben werden. Ein unglücklicher Zeitpunkt, da zur gleichen Zeit die Panamakanal-Gesellschaft fallierte. So wurden beim Börsengang lediglich 10 Mio. Goldfranken eingesammelt. Im Februar 1890 war die Gesellschaft dann endgültig zahlungsunfähig. Die Arbeiten wurden eingestellt, 8.2 Mio. Kubikmeter Erdreich und Fels hatte man ausgeschachtet, 2.6 Mio. Kubikmeter waren noch auszugraben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a title="Obligation 1888" href="http://www.wertpapiermuseum.de/museum_bilder/kk_los0658.jpg" target="_blank"&gt;» Obligation 1888&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In dieser kritischen Situation initiierten griechische Patrioten 1890 in Athen die Gründung der mit einem Kapital von 5 Mio. Goldfranken ausgestatteten Auffanggesellschaft &lt;strong&gt;Société Hellénique du Canal de Corinthe&lt;/strong&gt; (Griechische Gesellschaft des Kanals von Korinth). Der Konkursverwalter der alten Kanalgesellschaft übertrug die Konzession auf die neu gegründete Kanalgesellschaft. Anteilseigner und Gläubiger der alten Gesellschaft erhielten für ihre notleidenden Wertpapiere Besserungsscheine. 1893 wurde der Kanal durch die neue Gesellschaft fertiggestellt und dem Verkehr übergeben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;1907 wurde auch die neue Gesellschaft liquidiert und in die in Athen ansässige Betriebsgesellschaft &lt;strong&gt;Nouvelle Société du Canal de Corinthe&lt;/strong&gt; (Neue Gesellschaft des Kanals von Korinth) überführt. 1980 wurde der Betrieb des Kanals in die staateigene Corinth Canal Company überführt, 2001 der Betrieb privatisiert. Heute durchfahren rund 12.000 Schiffe jährlich den Kanal.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a title="Der Korinther Kanal heute" href="http://www.wertpapiermuseum.de/museum_bilder/kk_schifim%20kanal.jpg" target="_blank"&gt;» Der Korinther Kanal heute&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der folgende Bericht über die Finanzgeschichte des Kanals von Korinth wird durch einen Katalogteil abgerundet. Er erschließt alle von 1882 bis 1977 ausgegebenen Wertpapierzertifikate der drei Gesellschaften als Sammelgebiet. Der Bericht wendet sich an den Sammler alter Wertpapiere, ob er Anfänger oder Fortgeschrittener ist, und an jeden, der sich für die Hintergründe dieses Teils der Finanzgeschichte interessiert.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Die ausführliche und spannende Finanzgeschichte des Kanals von Korinth lesen Sie hier.&lt;br /&gt;Bitte Link klicken (pdf-Datei):&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;&lt;a title="Finanzgeschichte des Kanals von Korinth" href="http://www.nonvaleurs.de/pdf/kk.pdf" target="_blank"&gt;http://www.nonvaleurs.de/pdf/kk.pdf&lt;/a&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Besuchen Sie unser eWertpapiermuseum des EDHAC, um die bis heute bekannt gewordenen Wertpapieremissionen aus dem Zeitraum 1882-1977 zu studieren.&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;h3&gt;Über den Initiator der Ausstellung&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Initiator der Ausstellung &lt;strong&gt;„Finanzgeschichte des Kanals von Korinth“&lt;/strong&gt; ist Hans-Georg Glasemann. Er ist Fachautor und Sachverständiger für „Historische Wertpapiere“ und publiziert seit 1980 Bücher und Fachbeiträge auf diesem jungen Sammelgebiet, das in den letzten Jahrzehnten einen beispielslosen Aufschwung erlebt hat.&lt;/p&gt;</text>
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&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Der Kanal von Korinth&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nur Wenige wissen, dass der griechische Kanal von Korinth so etwas wie das unbeachtete Patenkind der Suezkanal- bzw. Panamakanal-Gesellschaft ist. Die Patenschaft hatte seinerzeit der französische Suezkanalerbauer Graf Ferdinand de Lesseps.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Kanal von Korinth verbindet seit 1893 den Saronischen Golf mit dem Korinthischen und verkürzt damit die Fahrt von der Adria und dem Ionischen Meer zur Ägäis um 320 Kilometer (rund 200 Seemeilen). Der Seekanal durchbricht die Landenge des Peleponnes und der Landschaft Megaris in 6,3 km Länge, ist 24 m breit und bis zu 8 m tief. Der Gedanke, die beiden Meere zu verbinden, liegt mehr als nahe, und so fasste schon in der Antike der Tyrann Periandros (6. Jahrhundert vor Christus) diesen Plan. Er scheiterte an den technischen Schwierigkeiten ebenso wie der römische Kaiser Nero, der im Jahre 67 nach Christus mit einem goldenen Spaten den ersten Stich tat. Das Restliche überließ er 6.000 Sklaven aus Judäa. Wegen revolutionärer Umtriebe im eigenen Land konnte er sich um das Werk nicht weiter persönlich kümmern. So wurde das Projekt schließlich aufgegeben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a title="Aktienprospekt des Comptoir d`Escompte de Paris von 1882" href="http://www.wertpapiermuseum.de/museum_bilder/kk_sub1882.jpg" target="_blank"&gt;» Aktienprospekt des Comptoir d`Escompte de Paris von 1882&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die weitere Entwicklung bis zur Kanaleröffnung nahm – so ungewöhnlich das klingt – ihren Anfang in Panama: 1876 bis 1878 untersuchte der ungarische General Istvan Türr (1825-1908) – ein naturalisierter Italiener und Freund von Ferdinand de Lesseps – zusammen mit dem Kapitänleutnant Lucien Napoléon Bonaparte Wyse im Auftrag der „Société Civile Internationale du Canal Interocéanique du Darien (Türr-Syndikat)“ die Kanalroute über den Isthmus von Panama. Dem Türr-Syndikat gehörten neben Türr und seinem Schwager Wyse, der Bankier Baron Jacques de Reinach sowie weitere hohe französische Würdenträger an. Ein junger Landsmann Türr`s, der ungarische Ingenieur Béla Gerster (1850-1923) begleitete die Expeditionen. 1876 vereinbarte Türr für das Syndikat mit der Regierung von Kolumbien einen Konzessionsvertrag über 99 Jahre für den Bau eines Kanals über den Isthmus von Panama, zahlbar mit 750.000 Francs bis 1882. Wyse gelang es 1879 im Rahmen des Internationalen Kongresses der Société de Géographie in Paris, diesen Vertrag für 10 Mio. Francs an Ferdinand de Lesseps und seine zu gründende &lt;strong&gt;Compagnie Universelle du Canal Interocéanique de Panama&lt;/strong&gt; – die Lesseps`sche Panamakanal-Gesellschaft – zu verkaufen. Das Türr-Syndikat und der General profitierten davon enorm.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a title="Kanal im Bau mit Eisenbahnbrücke" href="http://www.wertpapiermuseum.de/museum_bilder/kk_ob_70448d_imgp4489.jpg" target="_blank"&gt;» Kanal im Bau mit Eisenbahnbrücke&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a title="Kanal im Bau" href="http://www.wertpapiermuseum.de/museum_bilder/kk_kanal_bruecke.jpg" target="_blank"&gt;» Kanal im Bau&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;1880 lernte General Türr in Aachen den Gouverneur der griechischen Nationalbank Marc Rénieri kennen. Beide diskutierten die Möglichkeit eines Kanalprojekts bei Korinth. Rénieri bot Türr die Konzession für diesen Kanal an, auf der Basis eines 1869 vom griechischen Parlament erlassenen Konzessionsgesetzes. Türr investierte sein mit der Panamakanalkonzession gewonnenes Geld und beauftragte den Ingenieur Béla Gerster mit einer Machbarkeitsstudie für einen Kanal über die Landenge von Korinth. Gerster untersuchte 1880 die Kanalroute, kam zu positiven Ergebnissen und schloss bereits 1881 in Athen für Türr mit der griechischen Regierung einen Konzessionsvertrag zum Bau und Betrieb eines Seekanals ab (Laufzeit 99 Jahre, Baubeginn innerhalb von 18 Monaten, geplante Fertigstellung bis 1887).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a title="Aktie 1882" href="http://www.wertpapiermuseum.de/museum_bilder/kk_los0707.jpg" target="_blank"&gt;» Aktie 1882&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Mit einem Konsortium um den Bankier de Reinach gründete Türr 1882 mit einem Aktienkapital von 30 Mio. französischen Goldfranken die &lt;strong&gt;Société Internationale du Canal Maritime de Corinthe&lt;/strong&gt; (Internationale Gesellschaft des Seekanals von Korinth) mit Sitz in Paris. Die Gesellschaft übernahm von Türr die Konzession. Türr wurde Präsident der Kanalgesellschaft. Das Klima für den Börsengang der Gesellschaft war zu diesem Zeitpunkt äußerst günstig, da der Kurs der Suezkanal-Aktien in ungeahnte Höhen geschnellt war und sich die Spekulanten um die 1880 emittierten Panamakanal-Aktien geradezu schlugen. So erstaunt es nicht, dass die im Mai 1882 herausgegebene 60.000 Aktien der Kanalgesellschaft fünfmal überzeichnet wurden. 6 Mio. Goldfranken wurden von Griechen gezeichnet, der Rest der Aktien wurde in Frankreich platziert.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;König Georg I von Griechenland tat gleichzeitig den ersten Spatenstich zum Bau des Kanals entlang der antiken Trasse des Kaisers Nero. Gerster war der Bauleiter am Kanal. 1887 waren 2.100 Arbeiter am Kanal beschäftigt. Kapitalbedarf stellte sich in diesem Jahr ein, da die Gruppe des berüchtigten Pariser Bankiers de Reinach sehr „großzügig“ mit den Geldmitteln der Gesellschaft gewirtschaftet hatte. Eine 6%ige Anleiheemission über 30 Mio. Goldfranken sollte deshalb im Mai 1888 in Paris begeben werden. Ein unglücklicher Zeitpunkt, da zur gleichen Zeit die Panamakanal-Gesellschaft fallierte. So wurden beim Börsengang lediglich 10 Mio. Goldfranken eingesammelt. Im Februar 1890 war die Gesellschaft dann endgültig zahlungsunfähig. Die Arbeiten wurden eingestellt, 8.2 Mio. Kubikmeter Erdreich und Fels hatte man ausgeschachtet, 2.6 Mio. Kubikmeter waren noch auszugraben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a title="Obligation 1888" href="http://www.wertpapiermuseum.de/museum_bilder/kk_los0658.jpg" target="_blank"&gt;» Obligation 1888&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In dieser kritischen Situation initiierten griechische Patrioten 1890 in Athen die Gründung der mit einem Kapital von 5 Mio. Goldfranken ausgestatteten Auffanggesellschaft &lt;strong&gt;Société Hellénique du Canal de Corinthe&lt;/strong&gt; (Griechische Gesellschaft des Kanals von Korinth). Der Konkursverwalter der alten Kanalgesellschaft übertrug die Konzession auf die neu gegründete Kanalgesellschaft. Anteilseigner und Gläubiger der alten Gesellschaft erhielten für ihre notleidenden Wertpapiere Besserungsscheine. 1893 wurde der Kanal durch die neue Gesellschaft fertiggestellt und dem Verkehr übergeben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;1907 wurde auch die neue Gesellschaft liquidiert und in die in Athen ansässige Betriebsgesellschaft &lt;strong&gt;Nouvelle Société du Canal de Corinthe&lt;/strong&gt; (Neue Gesellschaft des Kanals von Korinth) überführt. 1980 wurde der Betrieb des Kanals in die staateigene Corinth Canal Company überführt, 2001 der Betrieb privatisiert. Heute durchfahren rund 12.000 Schiffe jährlich den Kanal.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a title="Der Korinther Kanal heute" href="http://www.wertpapiermuseum.de/museum_bilder/kk_schifim%20kanal.jpg" target="_blank"&gt;» Der Korinther Kanal heute&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der folgende Bericht über die Finanzgeschichte des Kanals von Korinth wird durch einen Katalogteil abgerundet. Er erschließt alle von 1882 bis 1977 ausgegebenen Wertpapierzertifikate der drei Gesellschaften als Sammelgebiet. Der Bericht wendet sich an den Sammler alter Wertpapiere, ob er Anfänger oder Fortgeschrittener ist, und an jeden, der sich für die Hintergründe dieses Teils der Finanzgeschichte interessiert.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Die ausführliche und spannende Finanzgeschichte des Kanals von Korinth lesen Sie hier.&lt;br /&gt;Bitte Link klicken (pdf-Datei):&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;&lt;a title="Finanzgeschichte des Kanals von Korinth" href="http://www.nonvaleurs.de/pdf/kk.pdf" target="_blank"&gt;http://www.nonvaleurs.de/pdf/kk.pdf&lt;/a&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Besuchen Sie unser eWertpapiermuseum des EDHAC, um die bis heute bekannt gewordenen Wertpapieremissionen aus dem Zeitraum 1882-1977 zu studieren.&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;h3&gt;Über den Initiator der Ausstellung&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Initiator der Ausstellung &lt;strong&gt;„Finanzgeschichte des Kanals von Korinth“&lt;/strong&gt; ist Hans-Georg Glasemann. Er ist Fachautor und Sachverständiger für „Historische Wertpapiere“ und publiziert seit 1980 Bücher und Fachbeiträge auf diesem jungen Sammelgebiet, das in den letzten Jahrzehnten einen beispielslosen Aufschwung erlebt hat.&lt;/p&gt;</text>
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              <text>Nouvelle Société Anonyme du Canal de Corinthe (Neue Gesellschaft des Kanals von Korinth) 1907-1980</text>
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              <text>Kapitalerhöhung 1.7.1923: 15.000 Inhaberaktien über je 25 Drachmen (Neues Aktienkapital: 1.750.000 Drachmen eingeteilt in 70.000 Aktien über je 25 Drachmen). Farbe: grün bzw. grün-gelb, extrem seltene Stücke, Bewertung: 100-200 €.</text>
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Sollte dem Dateinamen der Abbildung entsprechen, z.B. mf001.jpg</description>
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        <name>Dublin Core</name>
        <description>The Dublin Core metadata element set is common to all Omeka records, including items, files, and collections. For more information see, http://dublincore.org/documents/dces/.</description>
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                <text>Nouvelle Société Anonyme du Canal de Corinthe (Neue Gesellschaft des Kanals von Korinth) 1907-1980 (KK110a)</text>
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                <text>Inhaberaktien (Actions au Porteur) über je 25 Drachmen. Aktienzertifikate gestückelt in 1 Anteil oder 5 Anteile über je 25 Drachmen Nennwert. </text>
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                  <text>&lt;strong&gt;Die Finanzgeschichte des Kanals von Korinth&lt;/strong&gt;</text>
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                  <text>&lt;p&gt;Diese Ausstellung des EDHACs dokumentiert die „Historischen Wertpapiere“ des griechischen Kanals von Korinth aus dem Zeitraum 1882-1977. Weiterhin enthält die Ausstellung einen in Buchform gehaltenen, finanzhistorischen Bericht über den Bau und den Betrieb des geschichtsträchtigen Korinther Kanals.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Der Kanal von Korinth&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nur Wenige wissen, dass der griechische Kanal von Korinth so etwas wie das unbeachtete Patenkind der Suezkanal- bzw. Panamakanal-Gesellschaft ist. Die Patenschaft hatte seinerzeit der französische Suezkanalerbauer Graf Ferdinand de Lesseps.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Kanal von Korinth verbindet seit 1893 den Saronischen Golf mit dem Korinthischen und verkürzt damit die Fahrt von der Adria und dem Ionischen Meer zur Ägäis um 320 Kilometer (rund 200 Seemeilen). Der Seekanal durchbricht die Landenge des Peleponnes und der Landschaft Megaris in 6,3 km Länge, ist 24 m breit und bis zu 8 m tief. Der Gedanke, die beiden Meere zu verbinden, liegt mehr als nahe, und so fasste schon in der Antike der Tyrann Periandros (6. Jahrhundert vor Christus) diesen Plan. Er scheiterte an den technischen Schwierigkeiten ebenso wie der römische Kaiser Nero, der im Jahre 67 nach Christus mit einem goldenen Spaten den ersten Stich tat. Das Restliche überließ er 6.000 Sklaven aus Judäa. Wegen revolutionärer Umtriebe im eigenen Land konnte er sich um das Werk nicht weiter persönlich kümmern. So wurde das Projekt schließlich aufgegeben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a title="Aktienprospekt des Comptoir d`Escompte de Paris von 1882" href="http://www.wertpapiermuseum.de/museum_bilder/kk_sub1882.jpg" target="_blank"&gt;» Aktienprospekt des Comptoir d`Escompte de Paris von 1882&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die weitere Entwicklung bis zur Kanaleröffnung nahm – so ungewöhnlich das klingt – ihren Anfang in Panama: 1876 bis 1878 untersuchte der ungarische General Istvan Türr (1825-1908) – ein naturalisierter Italiener und Freund von Ferdinand de Lesseps – zusammen mit dem Kapitänleutnant Lucien Napoléon Bonaparte Wyse im Auftrag der „Société Civile Internationale du Canal Interocéanique du Darien (Türr-Syndikat)“ die Kanalroute über den Isthmus von Panama. Dem Türr-Syndikat gehörten neben Türr und seinem Schwager Wyse, der Bankier Baron Jacques de Reinach sowie weitere hohe französische Würdenträger an. Ein junger Landsmann Türr`s, der ungarische Ingenieur Béla Gerster (1850-1923) begleitete die Expeditionen. 1876 vereinbarte Türr für das Syndikat mit der Regierung von Kolumbien einen Konzessionsvertrag über 99 Jahre für den Bau eines Kanals über den Isthmus von Panama, zahlbar mit 750.000 Francs bis 1882. Wyse gelang es 1879 im Rahmen des Internationalen Kongresses der Société de Géographie in Paris, diesen Vertrag für 10 Mio. Francs an Ferdinand de Lesseps und seine zu gründende &lt;strong&gt;Compagnie Universelle du Canal Interocéanique de Panama&lt;/strong&gt; – die Lesseps`sche Panamakanal-Gesellschaft – zu verkaufen. Das Türr-Syndikat und der General profitierten davon enorm.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a title="Kanal im Bau mit Eisenbahnbrücke" href="http://www.wertpapiermuseum.de/museum_bilder/kk_ob_70448d_imgp4489.jpg" target="_blank"&gt;» Kanal im Bau mit Eisenbahnbrücke&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a title="Kanal im Bau" href="http://www.wertpapiermuseum.de/museum_bilder/kk_kanal_bruecke.jpg" target="_blank"&gt;» Kanal im Bau&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;1880 lernte General Türr in Aachen den Gouverneur der griechischen Nationalbank Marc Rénieri kennen. Beide diskutierten die Möglichkeit eines Kanalprojekts bei Korinth. Rénieri bot Türr die Konzession für diesen Kanal an, auf der Basis eines 1869 vom griechischen Parlament erlassenen Konzessionsgesetzes. Türr investierte sein mit der Panamakanalkonzession gewonnenes Geld und beauftragte den Ingenieur Béla Gerster mit einer Machbarkeitsstudie für einen Kanal über die Landenge von Korinth. Gerster untersuchte 1880 die Kanalroute, kam zu positiven Ergebnissen und schloss bereits 1881 in Athen für Türr mit der griechischen Regierung einen Konzessionsvertrag zum Bau und Betrieb eines Seekanals ab (Laufzeit 99 Jahre, Baubeginn innerhalb von 18 Monaten, geplante Fertigstellung bis 1887).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a title="Aktie 1882" href="http://www.wertpapiermuseum.de/museum_bilder/kk_los0707.jpg" target="_blank"&gt;» Aktie 1882&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Mit einem Konsortium um den Bankier de Reinach gründete Türr 1882 mit einem Aktienkapital von 30 Mio. französischen Goldfranken die &lt;strong&gt;Société Internationale du Canal Maritime de Corinthe&lt;/strong&gt; (Internationale Gesellschaft des Seekanals von Korinth) mit Sitz in Paris. Die Gesellschaft übernahm von Türr die Konzession. Türr wurde Präsident der Kanalgesellschaft. Das Klima für den Börsengang der Gesellschaft war zu diesem Zeitpunkt äußerst günstig, da der Kurs der Suezkanal-Aktien in ungeahnte Höhen geschnellt war und sich die Spekulanten um die 1880 emittierten Panamakanal-Aktien geradezu schlugen. So erstaunt es nicht, dass die im Mai 1882 herausgegebene 60.000 Aktien der Kanalgesellschaft fünfmal überzeichnet wurden. 6 Mio. Goldfranken wurden von Griechen gezeichnet, der Rest der Aktien wurde in Frankreich platziert.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;König Georg I von Griechenland tat gleichzeitig den ersten Spatenstich zum Bau des Kanals entlang der antiken Trasse des Kaisers Nero. Gerster war der Bauleiter am Kanal. 1887 waren 2.100 Arbeiter am Kanal beschäftigt. Kapitalbedarf stellte sich in diesem Jahr ein, da die Gruppe des berüchtigten Pariser Bankiers de Reinach sehr „großzügig“ mit den Geldmitteln der Gesellschaft gewirtschaftet hatte. Eine 6%ige Anleiheemission über 30 Mio. Goldfranken sollte deshalb im Mai 1888 in Paris begeben werden. Ein unglücklicher Zeitpunkt, da zur gleichen Zeit die Panamakanal-Gesellschaft fallierte. So wurden beim Börsengang lediglich 10 Mio. Goldfranken eingesammelt. Im Februar 1890 war die Gesellschaft dann endgültig zahlungsunfähig. Die Arbeiten wurden eingestellt, 8.2 Mio. Kubikmeter Erdreich und Fels hatte man ausgeschachtet, 2.6 Mio. Kubikmeter waren noch auszugraben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a title="Obligation 1888" href="http://www.wertpapiermuseum.de/museum_bilder/kk_los0658.jpg" target="_blank"&gt;» Obligation 1888&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In dieser kritischen Situation initiierten griechische Patrioten 1890 in Athen die Gründung der mit einem Kapital von 5 Mio. Goldfranken ausgestatteten Auffanggesellschaft &lt;strong&gt;Société Hellénique du Canal de Corinthe&lt;/strong&gt; (Griechische Gesellschaft des Kanals von Korinth). Der Konkursverwalter der alten Kanalgesellschaft übertrug die Konzession auf die neu gegründete Kanalgesellschaft. Anteilseigner und Gläubiger der alten Gesellschaft erhielten für ihre notleidenden Wertpapiere Besserungsscheine. 1893 wurde der Kanal durch die neue Gesellschaft fertiggestellt und dem Verkehr übergeben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;1907 wurde auch die neue Gesellschaft liquidiert und in die in Athen ansässige Betriebsgesellschaft &lt;strong&gt;Nouvelle Société du Canal de Corinthe&lt;/strong&gt; (Neue Gesellschaft des Kanals von Korinth) überführt. 1980 wurde der Betrieb des Kanals in die staateigene Corinth Canal Company überführt, 2001 der Betrieb privatisiert. Heute durchfahren rund 12.000 Schiffe jährlich den Kanal.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a title="Der Korinther Kanal heute" href="http://www.wertpapiermuseum.de/museum_bilder/kk_schifim%20kanal.jpg" target="_blank"&gt;» Der Korinther Kanal heute&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der folgende Bericht über die Finanzgeschichte des Kanals von Korinth wird durch einen Katalogteil abgerundet. Er erschließt alle von 1882 bis 1977 ausgegebenen Wertpapierzertifikate der drei Gesellschaften als Sammelgebiet. Der Bericht wendet sich an den Sammler alter Wertpapiere, ob er Anfänger oder Fortgeschrittener ist, und an jeden, der sich für die Hintergründe dieses Teils der Finanzgeschichte interessiert.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Die ausführliche und spannende Finanzgeschichte des Kanals von Korinth lesen Sie hier.&lt;br /&gt;Bitte Link klicken (pdf-Datei):&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;&lt;a title="Finanzgeschichte des Kanals von Korinth" href="http://www.nonvaleurs.de/pdf/kk.pdf" target="_blank"&gt;http://www.nonvaleurs.de/pdf/kk.pdf&lt;/a&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Besuchen Sie unser eWertpapiermuseum des EDHAC, um die bis heute bekannt gewordenen Wertpapieremissionen aus dem Zeitraum 1882-1977 zu studieren.&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;h3&gt;Über den Initiator der Ausstellung&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Initiator der Ausstellung &lt;strong&gt;„Finanzgeschichte des Kanals von Korinth“&lt;/strong&gt; ist Hans-Georg Glasemann. Er ist Fachautor und Sachverständiger für „Historische Wertpapiere“ und publiziert seit 1980 Bücher und Fachbeiträge auf diesem jungen Sammelgebiet, das in den letzten Jahrzehnten einen beispielslosen Aufschwung erlebt hat.&lt;/p&gt;</text>
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              <text>Kapitalerhöhung 1.7.1923: 15.000 Inhaberaktien über je 25 Drachmen (Neues Aktienkapital: 1.750.000 Drachmen eingeteilt in 70.000 Aktien über je 25 Drachmen). Farbe: grün bzw. grün-gelb, extrem seltene Stücke, Bewertung: 100-200 €.</text>
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                  <text>&lt;strong&gt;Die Finanzgeschichte des Kanals von Korinth&lt;/strong&gt;</text>
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                  <text>&lt;p&gt;Diese Ausstellung des EDHACs dokumentiert die „Historischen Wertpapiere“ des griechischen Kanals von Korinth aus dem Zeitraum 1882-1977. Weiterhin enthält die Ausstellung einen in Buchform gehaltenen, finanzhistorischen Bericht über den Bau und den Betrieb des geschichtsträchtigen Korinther Kanals.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Der Kanal von Korinth&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nur Wenige wissen, dass der griechische Kanal von Korinth so etwas wie das unbeachtete Patenkind der Suezkanal- bzw. Panamakanal-Gesellschaft ist. Die Patenschaft hatte seinerzeit der französische Suezkanalerbauer Graf Ferdinand de Lesseps.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Kanal von Korinth verbindet seit 1893 den Saronischen Golf mit dem Korinthischen und verkürzt damit die Fahrt von der Adria und dem Ionischen Meer zur Ägäis um 320 Kilometer (rund 200 Seemeilen). Der Seekanal durchbricht die Landenge des Peleponnes und der Landschaft Megaris in 6,3 km Länge, ist 24 m breit und bis zu 8 m tief. Der Gedanke, die beiden Meere zu verbinden, liegt mehr als nahe, und so fasste schon in der Antike der Tyrann Periandros (6. Jahrhundert vor Christus) diesen Plan. Er scheiterte an den technischen Schwierigkeiten ebenso wie der römische Kaiser Nero, der im Jahre 67 nach Christus mit einem goldenen Spaten den ersten Stich tat. Das Restliche überließ er 6.000 Sklaven aus Judäa. Wegen revolutionärer Umtriebe im eigenen Land konnte er sich um das Werk nicht weiter persönlich kümmern. So wurde das Projekt schließlich aufgegeben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a title="Aktienprospekt des Comptoir d`Escompte de Paris von 1882" href="http://www.wertpapiermuseum.de/museum_bilder/kk_sub1882.jpg" target="_blank"&gt;» Aktienprospekt des Comptoir d`Escompte de Paris von 1882&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die weitere Entwicklung bis zur Kanaleröffnung nahm – so ungewöhnlich das klingt – ihren Anfang in Panama: 1876 bis 1878 untersuchte der ungarische General Istvan Türr (1825-1908) – ein naturalisierter Italiener und Freund von Ferdinand de Lesseps – zusammen mit dem Kapitänleutnant Lucien Napoléon Bonaparte Wyse im Auftrag der „Société Civile Internationale du Canal Interocéanique du Darien (Türr-Syndikat)“ die Kanalroute über den Isthmus von Panama. Dem Türr-Syndikat gehörten neben Türr und seinem Schwager Wyse, der Bankier Baron Jacques de Reinach sowie weitere hohe französische Würdenträger an. Ein junger Landsmann Türr`s, der ungarische Ingenieur Béla Gerster (1850-1923) begleitete die Expeditionen. 1876 vereinbarte Türr für das Syndikat mit der Regierung von Kolumbien einen Konzessionsvertrag über 99 Jahre für den Bau eines Kanals über den Isthmus von Panama, zahlbar mit 750.000 Francs bis 1882. Wyse gelang es 1879 im Rahmen des Internationalen Kongresses der Société de Géographie in Paris, diesen Vertrag für 10 Mio. Francs an Ferdinand de Lesseps und seine zu gründende &lt;strong&gt;Compagnie Universelle du Canal Interocéanique de Panama&lt;/strong&gt; – die Lesseps`sche Panamakanal-Gesellschaft – zu verkaufen. Das Türr-Syndikat und der General profitierten davon enorm.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a title="Kanal im Bau mit Eisenbahnbrücke" href="http://www.wertpapiermuseum.de/museum_bilder/kk_ob_70448d_imgp4489.jpg" target="_blank"&gt;» Kanal im Bau mit Eisenbahnbrücke&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a title="Kanal im Bau" href="http://www.wertpapiermuseum.de/museum_bilder/kk_kanal_bruecke.jpg" target="_blank"&gt;» Kanal im Bau&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;1880 lernte General Türr in Aachen den Gouverneur der griechischen Nationalbank Marc Rénieri kennen. Beide diskutierten die Möglichkeit eines Kanalprojekts bei Korinth. Rénieri bot Türr die Konzession für diesen Kanal an, auf der Basis eines 1869 vom griechischen Parlament erlassenen Konzessionsgesetzes. Türr investierte sein mit der Panamakanalkonzession gewonnenes Geld und beauftragte den Ingenieur Béla Gerster mit einer Machbarkeitsstudie für einen Kanal über die Landenge von Korinth. Gerster untersuchte 1880 die Kanalroute, kam zu positiven Ergebnissen und schloss bereits 1881 in Athen für Türr mit der griechischen Regierung einen Konzessionsvertrag zum Bau und Betrieb eines Seekanals ab (Laufzeit 99 Jahre, Baubeginn innerhalb von 18 Monaten, geplante Fertigstellung bis 1887).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a title="Aktie 1882" href="http://www.wertpapiermuseum.de/museum_bilder/kk_los0707.jpg" target="_blank"&gt;» Aktie 1882&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Mit einem Konsortium um den Bankier de Reinach gründete Türr 1882 mit einem Aktienkapital von 30 Mio. französischen Goldfranken die &lt;strong&gt;Société Internationale du Canal Maritime de Corinthe&lt;/strong&gt; (Internationale Gesellschaft des Seekanals von Korinth) mit Sitz in Paris. Die Gesellschaft übernahm von Türr die Konzession. Türr wurde Präsident der Kanalgesellschaft. Das Klima für den Börsengang der Gesellschaft war zu diesem Zeitpunkt äußerst günstig, da der Kurs der Suezkanal-Aktien in ungeahnte Höhen geschnellt war und sich die Spekulanten um die 1880 emittierten Panamakanal-Aktien geradezu schlugen. So erstaunt es nicht, dass die im Mai 1882 herausgegebene 60.000 Aktien der Kanalgesellschaft fünfmal überzeichnet wurden. 6 Mio. Goldfranken wurden von Griechen gezeichnet, der Rest der Aktien wurde in Frankreich platziert.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;König Georg I von Griechenland tat gleichzeitig den ersten Spatenstich zum Bau des Kanals entlang der antiken Trasse des Kaisers Nero. Gerster war der Bauleiter am Kanal. 1887 waren 2.100 Arbeiter am Kanal beschäftigt. Kapitalbedarf stellte sich in diesem Jahr ein, da die Gruppe des berüchtigten Pariser Bankiers de Reinach sehr „großzügig“ mit den Geldmitteln der Gesellschaft gewirtschaftet hatte. Eine 6%ige Anleiheemission über 30 Mio. Goldfranken sollte deshalb im Mai 1888 in Paris begeben werden. Ein unglücklicher Zeitpunkt, da zur gleichen Zeit die Panamakanal-Gesellschaft fallierte. So wurden beim Börsengang lediglich 10 Mio. Goldfranken eingesammelt. Im Februar 1890 war die Gesellschaft dann endgültig zahlungsunfähig. Die Arbeiten wurden eingestellt, 8.2 Mio. Kubikmeter Erdreich und Fels hatte man ausgeschachtet, 2.6 Mio. Kubikmeter waren noch auszugraben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a title="Obligation 1888" href="http://www.wertpapiermuseum.de/museum_bilder/kk_los0658.jpg" target="_blank"&gt;» Obligation 1888&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In dieser kritischen Situation initiierten griechische Patrioten 1890 in Athen die Gründung der mit einem Kapital von 5 Mio. Goldfranken ausgestatteten Auffanggesellschaft &lt;strong&gt;Société Hellénique du Canal de Corinthe&lt;/strong&gt; (Griechische Gesellschaft des Kanals von Korinth). Der Konkursverwalter der alten Kanalgesellschaft übertrug die Konzession auf die neu gegründete Kanalgesellschaft. Anteilseigner und Gläubiger der alten Gesellschaft erhielten für ihre notleidenden Wertpapiere Besserungsscheine. 1893 wurde der Kanal durch die neue Gesellschaft fertiggestellt und dem Verkehr übergeben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;1907 wurde auch die neue Gesellschaft liquidiert und in die in Athen ansässige Betriebsgesellschaft &lt;strong&gt;Nouvelle Société du Canal de Corinthe&lt;/strong&gt; (Neue Gesellschaft des Kanals von Korinth) überführt. 1980 wurde der Betrieb des Kanals in die staateigene Corinth Canal Company überführt, 2001 der Betrieb privatisiert. Heute durchfahren rund 12.000 Schiffe jährlich den Kanal.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a title="Der Korinther Kanal heute" href="http://www.wertpapiermuseum.de/museum_bilder/kk_schifim%20kanal.jpg" target="_blank"&gt;» Der Korinther Kanal heute&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der folgende Bericht über die Finanzgeschichte des Kanals von Korinth wird durch einen Katalogteil abgerundet. Er erschließt alle von 1882 bis 1977 ausgegebenen Wertpapierzertifikate der drei Gesellschaften als Sammelgebiet. Der Bericht wendet sich an den Sammler alter Wertpapiere, ob er Anfänger oder Fortgeschrittener ist, und an jeden, der sich für die Hintergründe dieses Teils der Finanzgeschichte interessiert.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Die ausführliche und spannende Finanzgeschichte des Kanals von Korinth lesen Sie hier.&lt;br /&gt;Bitte Link klicken (pdf-Datei):&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;&lt;a title="Finanzgeschichte des Kanals von Korinth" href="http://www.nonvaleurs.de/pdf/kk.pdf" target="_blank"&gt;http://www.nonvaleurs.de/pdf/kk.pdf&lt;/a&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Besuchen Sie unser eWertpapiermuseum des EDHAC, um die bis heute bekannt gewordenen Wertpapieremissionen aus dem Zeitraum 1882-1977 zu studieren.&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;h3&gt;Über den Initiator der Ausstellung&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Initiator der Ausstellung &lt;strong&gt;„Finanzgeschichte des Kanals von Korinth“&lt;/strong&gt; ist Hans-Georg Glasemann. Er ist Fachautor und Sachverständiger für „Historische Wertpapiere“ und publiziert seit 1980 Bücher und Fachbeiträge auf diesem jungen Sammelgebiet, das in den letzten Jahrzehnten einen beispielslosen Aufschwung erlebt hat.&lt;/p&gt;</text>
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              <text>1962: Rechnerische Umstellung des Nennwertes der Aktien von 25 auf 176 Drachmen. Kapitalerhöhung 20.10.1962: 70.000 Inhaberaktien über je 176 Drachmen (Neues Aktienkapital: 24.640.000 Drachmen eingeteilt in 140.000 Aktien Serie A und Serie B über je 176 Drachmen). Seltene Stücke, Bewertung je nach Stückelung 10-50 €.</text>
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          <name>Dublin Core</name>
          <description>The Dublin Core metadata element set is common to all Omeka records, including items, files, and collections. For more information see, http://dublincore.org/documents/dces/.</description>
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                  <text>&lt;strong&gt;Die Finanzgeschichte des Kanals von Korinth&lt;/strong&gt;</text>
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                  <text>&lt;p&gt;Diese Ausstellung des EDHACs dokumentiert die „Historischen Wertpapiere“ des griechischen Kanals von Korinth aus dem Zeitraum 1882-1977. Weiterhin enthält die Ausstellung einen in Buchform gehaltenen, finanzhistorischen Bericht über den Bau und den Betrieb des geschichtsträchtigen Korinther Kanals.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Der Kanal von Korinth&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nur Wenige wissen, dass der griechische Kanal von Korinth so etwas wie das unbeachtete Patenkind der Suezkanal- bzw. Panamakanal-Gesellschaft ist. Die Patenschaft hatte seinerzeit der französische Suezkanalerbauer Graf Ferdinand de Lesseps.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Kanal von Korinth verbindet seit 1893 den Saronischen Golf mit dem Korinthischen und verkürzt damit die Fahrt von der Adria und dem Ionischen Meer zur Ägäis um 320 Kilometer (rund 200 Seemeilen). Der Seekanal durchbricht die Landenge des Peleponnes und der Landschaft Megaris in 6,3 km Länge, ist 24 m breit und bis zu 8 m tief. Der Gedanke, die beiden Meere zu verbinden, liegt mehr als nahe, und so fasste schon in der Antike der Tyrann Periandros (6. Jahrhundert vor Christus) diesen Plan. Er scheiterte an den technischen Schwierigkeiten ebenso wie der römische Kaiser Nero, der im Jahre 67 nach Christus mit einem goldenen Spaten den ersten Stich tat. Das Restliche überließ er 6.000 Sklaven aus Judäa. Wegen revolutionärer Umtriebe im eigenen Land konnte er sich um das Werk nicht weiter persönlich kümmern. So wurde das Projekt schließlich aufgegeben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a title="Aktienprospekt des Comptoir d`Escompte de Paris von 1882" href="http://www.wertpapiermuseum.de/museum_bilder/kk_sub1882.jpg" target="_blank"&gt;» Aktienprospekt des Comptoir d`Escompte de Paris von 1882&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die weitere Entwicklung bis zur Kanaleröffnung nahm – so ungewöhnlich das klingt – ihren Anfang in Panama: 1876 bis 1878 untersuchte der ungarische General Istvan Türr (1825-1908) – ein naturalisierter Italiener und Freund von Ferdinand de Lesseps – zusammen mit dem Kapitänleutnant Lucien Napoléon Bonaparte Wyse im Auftrag der „Société Civile Internationale du Canal Interocéanique du Darien (Türr-Syndikat)“ die Kanalroute über den Isthmus von Panama. Dem Türr-Syndikat gehörten neben Türr und seinem Schwager Wyse, der Bankier Baron Jacques de Reinach sowie weitere hohe französische Würdenträger an. Ein junger Landsmann Türr`s, der ungarische Ingenieur Béla Gerster (1850-1923) begleitete die Expeditionen. 1876 vereinbarte Türr für das Syndikat mit der Regierung von Kolumbien einen Konzessionsvertrag über 99 Jahre für den Bau eines Kanals über den Isthmus von Panama, zahlbar mit 750.000 Francs bis 1882. Wyse gelang es 1879 im Rahmen des Internationalen Kongresses der Société de Géographie in Paris, diesen Vertrag für 10 Mio. Francs an Ferdinand de Lesseps und seine zu gründende &lt;strong&gt;Compagnie Universelle du Canal Interocéanique de Panama&lt;/strong&gt; – die Lesseps`sche Panamakanal-Gesellschaft – zu verkaufen. Das Türr-Syndikat und der General profitierten davon enorm.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a title="Kanal im Bau mit Eisenbahnbrücke" href="http://www.wertpapiermuseum.de/museum_bilder/kk_ob_70448d_imgp4489.jpg" target="_blank"&gt;» Kanal im Bau mit Eisenbahnbrücke&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a title="Kanal im Bau" href="http://www.wertpapiermuseum.de/museum_bilder/kk_kanal_bruecke.jpg" target="_blank"&gt;» Kanal im Bau&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;1880 lernte General Türr in Aachen den Gouverneur der griechischen Nationalbank Marc Rénieri kennen. Beide diskutierten die Möglichkeit eines Kanalprojekts bei Korinth. Rénieri bot Türr die Konzession für diesen Kanal an, auf der Basis eines 1869 vom griechischen Parlament erlassenen Konzessionsgesetzes. Türr investierte sein mit der Panamakanalkonzession gewonnenes Geld und beauftragte den Ingenieur Béla Gerster mit einer Machbarkeitsstudie für einen Kanal über die Landenge von Korinth. Gerster untersuchte 1880 die Kanalroute, kam zu positiven Ergebnissen und schloss bereits 1881 in Athen für Türr mit der griechischen Regierung einen Konzessionsvertrag zum Bau und Betrieb eines Seekanals ab (Laufzeit 99 Jahre, Baubeginn innerhalb von 18 Monaten, geplante Fertigstellung bis 1887).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a title="Aktie 1882" href="http://www.wertpapiermuseum.de/museum_bilder/kk_los0707.jpg" target="_blank"&gt;» Aktie 1882&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Mit einem Konsortium um den Bankier de Reinach gründete Türr 1882 mit einem Aktienkapital von 30 Mio. französischen Goldfranken die &lt;strong&gt;Société Internationale du Canal Maritime de Corinthe&lt;/strong&gt; (Internationale Gesellschaft des Seekanals von Korinth) mit Sitz in Paris. Die Gesellschaft übernahm von Türr die Konzession. Türr wurde Präsident der Kanalgesellschaft. Das Klima für den Börsengang der Gesellschaft war zu diesem Zeitpunkt äußerst günstig, da der Kurs der Suezkanal-Aktien in ungeahnte Höhen geschnellt war und sich die Spekulanten um die 1880 emittierten Panamakanal-Aktien geradezu schlugen. So erstaunt es nicht, dass die im Mai 1882 herausgegebene 60.000 Aktien der Kanalgesellschaft fünfmal überzeichnet wurden. 6 Mio. Goldfranken wurden von Griechen gezeichnet, der Rest der Aktien wurde in Frankreich platziert.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;König Georg I von Griechenland tat gleichzeitig den ersten Spatenstich zum Bau des Kanals entlang der antiken Trasse des Kaisers Nero. Gerster war der Bauleiter am Kanal. 1887 waren 2.100 Arbeiter am Kanal beschäftigt. Kapitalbedarf stellte sich in diesem Jahr ein, da die Gruppe des berüchtigten Pariser Bankiers de Reinach sehr „großzügig“ mit den Geldmitteln der Gesellschaft gewirtschaftet hatte. Eine 6%ige Anleiheemission über 30 Mio. Goldfranken sollte deshalb im Mai 1888 in Paris begeben werden. Ein unglücklicher Zeitpunkt, da zur gleichen Zeit die Panamakanal-Gesellschaft fallierte. So wurden beim Börsengang lediglich 10 Mio. Goldfranken eingesammelt. Im Februar 1890 war die Gesellschaft dann endgültig zahlungsunfähig. Die Arbeiten wurden eingestellt, 8.2 Mio. Kubikmeter Erdreich und Fels hatte man ausgeschachtet, 2.6 Mio. Kubikmeter waren noch auszugraben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a title="Obligation 1888" href="http://www.wertpapiermuseum.de/museum_bilder/kk_los0658.jpg" target="_blank"&gt;» Obligation 1888&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In dieser kritischen Situation initiierten griechische Patrioten 1890 in Athen die Gründung der mit einem Kapital von 5 Mio. Goldfranken ausgestatteten Auffanggesellschaft &lt;strong&gt;Société Hellénique du Canal de Corinthe&lt;/strong&gt; (Griechische Gesellschaft des Kanals von Korinth). Der Konkursverwalter der alten Kanalgesellschaft übertrug die Konzession auf die neu gegründete Kanalgesellschaft. Anteilseigner und Gläubiger der alten Gesellschaft erhielten für ihre notleidenden Wertpapiere Besserungsscheine. 1893 wurde der Kanal durch die neue Gesellschaft fertiggestellt und dem Verkehr übergeben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;1907 wurde auch die neue Gesellschaft liquidiert und in die in Athen ansässige Betriebsgesellschaft &lt;strong&gt;Nouvelle Société du Canal de Corinthe&lt;/strong&gt; (Neue Gesellschaft des Kanals von Korinth) überführt. 1980 wurde der Betrieb des Kanals in die staateigene Corinth Canal Company überführt, 2001 der Betrieb privatisiert. Heute durchfahren rund 12.000 Schiffe jährlich den Kanal.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a title="Der Korinther Kanal heute" href="http://www.wertpapiermuseum.de/museum_bilder/kk_schifim%20kanal.jpg" target="_blank"&gt;» Der Korinther Kanal heute&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der folgende Bericht über die Finanzgeschichte des Kanals von Korinth wird durch einen Katalogteil abgerundet. Er erschließt alle von 1882 bis 1977 ausgegebenen Wertpapierzertifikate der drei Gesellschaften als Sammelgebiet. Der Bericht wendet sich an den Sammler alter Wertpapiere, ob er Anfänger oder Fortgeschrittener ist, und an jeden, der sich für die Hintergründe dieses Teils der Finanzgeschichte interessiert.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Die ausführliche und spannende Finanzgeschichte des Kanals von Korinth lesen Sie hier.&lt;br /&gt;Bitte Link klicken (pdf-Datei):&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;&lt;a title="Finanzgeschichte des Kanals von Korinth" href="http://www.nonvaleurs.de/pdf/kk.pdf" target="_blank"&gt;http://www.nonvaleurs.de/pdf/kk.pdf&lt;/a&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Besuchen Sie unser eWertpapiermuseum des EDHAC, um die bis heute bekannt gewordenen Wertpapieremissionen aus dem Zeitraum 1882-1977 zu studieren.&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;h3&gt;Über den Initiator der Ausstellung&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Initiator der Ausstellung &lt;strong&gt;„Finanzgeschichte des Kanals von Korinth“&lt;/strong&gt; ist Hans-Georg Glasemann. Er ist Fachautor und Sachverständiger für „Historische Wertpapiere“ und publiziert seit 1980 Bücher und Fachbeiträge auf diesem jungen Sammelgebiet, das in den letzten Jahrzehnten einen beispielslosen Aufschwung erlebt hat.&lt;/p&gt;</text>
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              <text>Nouvelle Société Anonyme du Canal de Corinthe (Neue Gesellschaft des Kanals von Korinth) 1907-1980</text>
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          <name>Information</name>
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              <text>1962: Rechnerische Umstellung des Nennwertes der Aktien von 25 auf 176 Drachmen. Kapitalerhöhung 20.10.1962: 70.000 Inhaberaktien über je 176 Drachmen (Neues Aktienkapital: 24.640.000 Drachmen eingeteilt in 140.000 Aktien Serie A und Serie B über je 176 Drachmen). Seltene Stücke, Bewertung je nach Stückelung 10-50 €.</text>
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          <description>Ausgabedatum, z.B. 21.3.1922</description>
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              <text>Piräus/ Athen</text>
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              <text>Griechenland</text>
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          <name>Nummer</name>
          <description>Eindeutige Nummer des Wertpapieres, z.B. MF001&#13;
Sollte dem Dateinamen der Abbildung entsprechen, z.B. mf001.jpg</description>
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                <text>Nouvelle Société Anonyme du Canal de Corinthe (Neue Gesellschaft des Kanals von Korinth) 1907-1980 (KK130b)</text>
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                <text>Inhaberaktien (Actions au Porteur) über je 176 Drachmen - Serie A (5 Anteile). Aktienzertifikate gestückelt in 1 Anteil oder 5, 10 bzw. 25 Anteile über je 176 Drachmen Nennwert. Farben: 1er-Anteil grün, 5er-Anteile braun oder violett, 10er-Anteile braun, 25er-Anteile rot.</text>
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                  <text>&lt;p&gt;Diese Ausstellung des EDHACs dokumentiert die „Historischen Wertpapiere“ des griechischen Kanals von Korinth aus dem Zeitraum 1882-1977. Weiterhin enthält die Ausstellung einen in Buchform gehaltenen, finanzhistorischen Bericht über den Bau und den Betrieb des geschichtsträchtigen Korinther Kanals.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Der Kanal von Korinth&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nur Wenige wissen, dass der griechische Kanal von Korinth so etwas wie das unbeachtete Patenkind der Suezkanal- bzw. Panamakanal-Gesellschaft ist. Die Patenschaft hatte seinerzeit der französische Suezkanalerbauer Graf Ferdinand de Lesseps.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Kanal von Korinth verbindet seit 1893 den Saronischen Golf mit dem Korinthischen und verkürzt damit die Fahrt von der Adria und dem Ionischen Meer zur Ägäis um 320 Kilometer (rund 200 Seemeilen). Der Seekanal durchbricht die Landenge des Peleponnes und der Landschaft Megaris in 6,3 km Länge, ist 24 m breit und bis zu 8 m tief. Der Gedanke, die beiden Meere zu verbinden, liegt mehr als nahe, und so fasste schon in der Antike der Tyrann Periandros (6. Jahrhundert vor Christus) diesen Plan. Er scheiterte an den technischen Schwierigkeiten ebenso wie der römische Kaiser Nero, der im Jahre 67 nach Christus mit einem goldenen Spaten den ersten Stich tat. Das Restliche überließ er 6.000 Sklaven aus Judäa. Wegen revolutionärer Umtriebe im eigenen Land konnte er sich um das Werk nicht weiter persönlich kümmern. So wurde das Projekt schließlich aufgegeben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a title="Aktienprospekt des Comptoir d`Escompte de Paris von 1882" href="http://www.wertpapiermuseum.de/museum_bilder/kk_sub1882.jpg" target="_blank"&gt;» Aktienprospekt des Comptoir d`Escompte de Paris von 1882&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die weitere Entwicklung bis zur Kanaleröffnung nahm – so ungewöhnlich das klingt – ihren Anfang in Panama: 1876 bis 1878 untersuchte der ungarische General Istvan Türr (1825-1908) – ein naturalisierter Italiener und Freund von Ferdinand de Lesseps – zusammen mit dem Kapitänleutnant Lucien Napoléon Bonaparte Wyse im Auftrag der „Société Civile Internationale du Canal Interocéanique du Darien (Türr-Syndikat)“ die Kanalroute über den Isthmus von Panama. Dem Türr-Syndikat gehörten neben Türr und seinem Schwager Wyse, der Bankier Baron Jacques de Reinach sowie weitere hohe französische Würdenträger an. Ein junger Landsmann Türr`s, der ungarische Ingenieur Béla Gerster (1850-1923) begleitete die Expeditionen. 1876 vereinbarte Türr für das Syndikat mit der Regierung von Kolumbien einen Konzessionsvertrag über 99 Jahre für den Bau eines Kanals über den Isthmus von Panama, zahlbar mit 750.000 Francs bis 1882. Wyse gelang es 1879 im Rahmen des Internationalen Kongresses der Société de Géographie in Paris, diesen Vertrag für 10 Mio. Francs an Ferdinand de Lesseps und seine zu gründende &lt;strong&gt;Compagnie Universelle du Canal Interocéanique de Panama&lt;/strong&gt; – die Lesseps`sche Panamakanal-Gesellschaft – zu verkaufen. Das Türr-Syndikat und der General profitierten davon enorm.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a title="Kanal im Bau mit Eisenbahnbrücke" href="http://www.wertpapiermuseum.de/museum_bilder/kk_ob_70448d_imgp4489.jpg" target="_blank"&gt;» Kanal im Bau mit Eisenbahnbrücke&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a title="Kanal im Bau" href="http://www.wertpapiermuseum.de/museum_bilder/kk_kanal_bruecke.jpg" target="_blank"&gt;» Kanal im Bau&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;1880 lernte General Türr in Aachen den Gouverneur der griechischen Nationalbank Marc Rénieri kennen. Beide diskutierten die Möglichkeit eines Kanalprojekts bei Korinth. Rénieri bot Türr die Konzession für diesen Kanal an, auf der Basis eines 1869 vom griechischen Parlament erlassenen Konzessionsgesetzes. Türr investierte sein mit der Panamakanalkonzession gewonnenes Geld und beauftragte den Ingenieur Béla Gerster mit einer Machbarkeitsstudie für einen Kanal über die Landenge von Korinth. Gerster untersuchte 1880 die Kanalroute, kam zu positiven Ergebnissen und schloss bereits 1881 in Athen für Türr mit der griechischen Regierung einen Konzessionsvertrag zum Bau und Betrieb eines Seekanals ab (Laufzeit 99 Jahre, Baubeginn innerhalb von 18 Monaten, geplante Fertigstellung bis 1887).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a title="Aktie 1882" href="http://www.wertpapiermuseum.de/museum_bilder/kk_los0707.jpg" target="_blank"&gt;» Aktie 1882&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Mit einem Konsortium um den Bankier de Reinach gründete Türr 1882 mit einem Aktienkapital von 30 Mio. französischen Goldfranken die &lt;strong&gt;Société Internationale du Canal Maritime de Corinthe&lt;/strong&gt; (Internationale Gesellschaft des Seekanals von Korinth) mit Sitz in Paris. Die Gesellschaft übernahm von Türr die Konzession. Türr wurde Präsident der Kanalgesellschaft. Das Klima für den Börsengang der Gesellschaft war zu diesem Zeitpunkt äußerst günstig, da der Kurs der Suezkanal-Aktien in ungeahnte Höhen geschnellt war und sich die Spekulanten um die 1880 emittierten Panamakanal-Aktien geradezu schlugen. So erstaunt es nicht, dass die im Mai 1882 herausgegebene 60.000 Aktien der Kanalgesellschaft fünfmal überzeichnet wurden. 6 Mio. Goldfranken wurden von Griechen gezeichnet, der Rest der Aktien wurde in Frankreich platziert.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;König Georg I von Griechenland tat gleichzeitig den ersten Spatenstich zum Bau des Kanals entlang der antiken Trasse des Kaisers Nero. Gerster war der Bauleiter am Kanal. 1887 waren 2.100 Arbeiter am Kanal beschäftigt. Kapitalbedarf stellte sich in diesem Jahr ein, da die Gruppe des berüchtigten Pariser Bankiers de Reinach sehr „großzügig“ mit den Geldmitteln der Gesellschaft gewirtschaftet hatte. Eine 6%ige Anleiheemission über 30 Mio. Goldfranken sollte deshalb im Mai 1888 in Paris begeben werden. Ein unglücklicher Zeitpunkt, da zur gleichen Zeit die Panamakanal-Gesellschaft fallierte. So wurden beim Börsengang lediglich 10 Mio. Goldfranken eingesammelt. Im Februar 1890 war die Gesellschaft dann endgültig zahlungsunfähig. Die Arbeiten wurden eingestellt, 8.2 Mio. Kubikmeter Erdreich und Fels hatte man ausgeschachtet, 2.6 Mio. Kubikmeter waren noch auszugraben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a title="Obligation 1888" href="http://www.wertpapiermuseum.de/museum_bilder/kk_los0658.jpg" target="_blank"&gt;» Obligation 1888&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In dieser kritischen Situation initiierten griechische Patrioten 1890 in Athen die Gründung der mit einem Kapital von 5 Mio. Goldfranken ausgestatteten Auffanggesellschaft &lt;strong&gt;Société Hellénique du Canal de Corinthe&lt;/strong&gt; (Griechische Gesellschaft des Kanals von Korinth). Der Konkursverwalter der alten Kanalgesellschaft übertrug die Konzession auf die neu gegründete Kanalgesellschaft. Anteilseigner und Gläubiger der alten Gesellschaft erhielten für ihre notleidenden Wertpapiere Besserungsscheine. 1893 wurde der Kanal durch die neue Gesellschaft fertiggestellt und dem Verkehr übergeben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;1907 wurde auch die neue Gesellschaft liquidiert und in die in Athen ansässige Betriebsgesellschaft &lt;strong&gt;Nouvelle Société du Canal de Corinthe&lt;/strong&gt; (Neue Gesellschaft des Kanals von Korinth) überführt. 1980 wurde der Betrieb des Kanals in die staateigene Corinth Canal Company überführt, 2001 der Betrieb privatisiert. Heute durchfahren rund 12.000 Schiffe jährlich den Kanal.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a title="Der Korinther Kanal heute" href="http://www.wertpapiermuseum.de/museum_bilder/kk_schifim%20kanal.jpg" target="_blank"&gt;» Der Korinther Kanal heute&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der folgende Bericht über die Finanzgeschichte des Kanals von Korinth wird durch einen Katalogteil abgerundet. Er erschließt alle von 1882 bis 1977 ausgegebenen Wertpapierzertifikate der drei Gesellschaften als Sammelgebiet. Der Bericht wendet sich an den Sammler alter Wertpapiere, ob er Anfänger oder Fortgeschrittener ist, und an jeden, der sich für die Hintergründe dieses Teils der Finanzgeschichte interessiert.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Die ausführliche und spannende Finanzgeschichte des Kanals von Korinth lesen Sie hier.&lt;br /&gt;Bitte Link klicken (pdf-Datei):&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;&lt;a title="Finanzgeschichte des Kanals von Korinth" href="http://www.nonvaleurs.de/pdf/kk.pdf" target="_blank"&gt;http://www.nonvaleurs.de/pdf/kk.pdf&lt;/a&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Besuchen Sie unser eWertpapiermuseum des EDHAC, um die bis heute bekannt gewordenen Wertpapieremissionen aus dem Zeitraum 1882-1977 zu studieren.&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;h3&gt;Über den Initiator der Ausstellung&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Initiator der Ausstellung &lt;strong&gt;„Finanzgeschichte des Kanals von Korinth“&lt;/strong&gt; ist Hans-Georg Glasemann. Er ist Fachautor und Sachverständiger für „Historische Wertpapiere“ und publiziert seit 1980 Bücher und Fachbeiträge auf diesem jungen Sammelgebiet, das in den letzten Jahrzehnten einen beispielslosen Aufschwung erlebt hat.&lt;/p&gt;</text>
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              <text>1962: Rechnerische Umstellung des Nennwertes der Aktien von 25 auf 176 Drachmen. Kapitalerhöhung 20.10.1962: 70.000 Inhaberaktien über je 176 Drachmen (Neues Aktienkapital: 24.640.000 Drachmen eingeteilt in 140.000 Aktien Serie A und Serie B über je 176 Drachmen). Seltene Stücke, Bewertung je nach Stückelung 10-50 €.</text>
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        <description>The Dublin Core metadata element set is common to all Omeka records, including items, files, and collections. For more information see, http://dublincore.org/documents/dces/.</description>
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                <text>Nouvelle Société Anonyme du Canal de Corinthe (Neue Gesellschaft des Kanals von Korinth) 1907-1980 (KK130c)</text>
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                <text>Inhaberaktien (Actions au Porteur) über je 176 Drachmen - Serie B (5 Anteile). Aktienzertifikate gestückelt in 1 Anteil oder 5, 10 bzw. 25 Anteile über je 176 Drachmen Nennwert. Farben: 1er-Anteil grün, 5er-Anteile braun oder violett, 10er-Anteile braun, 25er-Anteile rot.</text>
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                  <text>&lt;strong&gt;Die Finanzgeschichte des Kanals von Korinth&lt;/strong&gt;</text>
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                  <text>&lt;p&gt;Diese Ausstellung des EDHACs dokumentiert die „Historischen Wertpapiere“ des griechischen Kanals von Korinth aus dem Zeitraum 1882-1977. Weiterhin enthält die Ausstellung einen in Buchform gehaltenen, finanzhistorischen Bericht über den Bau und den Betrieb des geschichtsträchtigen Korinther Kanals.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Der Kanal von Korinth&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nur Wenige wissen, dass der griechische Kanal von Korinth so etwas wie das unbeachtete Patenkind der Suezkanal- bzw. Panamakanal-Gesellschaft ist. Die Patenschaft hatte seinerzeit der französische Suezkanalerbauer Graf Ferdinand de Lesseps.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Kanal von Korinth verbindet seit 1893 den Saronischen Golf mit dem Korinthischen und verkürzt damit die Fahrt von der Adria und dem Ionischen Meer zur Ägäis um 320 Kilometer (rund 200 Seemeilen). Der Seekanal durchbricht die Landenge des Peleponnes und der Landschaft Megaris in 6,3 km Länge, ist 24 m breit und bis zu 8 m tief. Der Gedanke, die beiden Meere zu verbinden, liegt mehr als nahe, und so fasste schon in der Antike der Tyrann Periandros (6. Jahrhundert vor Christus) diesen Plan. Er scheiterte an den technischen Schwierigkeiten ebenso wie der römische Kaiser Nero, der im Jahre 67 nach Christus mit einem goldenen Spaten den ersten Stich tat. Das Restliche überließ er 6.000 Sklaven aus Judäa. Wegen revolutionärer Umtriebe im eigenen Land konnte er sich um das Werk nicht weiter persönlich kümmern. So wurde das Projekt schließlich aufgegeben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a title="Aktienprospekt des Comptoir d`Escompte de Paris von 1882" href="http://www.wertpapiermuseum.de/museum_bilder/kk_sub1882.jpg" target="_blank"&gt;» Aktienprospekt des Comptoir d`Escompte de Paris von 1882&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die weitere Entwicklung bis zur Kanaleröffnung nahm – so ungewöhnlich das klingt – ihren Anfang in Panama: 1876 bis 1878 untersuchte der ungarische General Istvan Türr (1825-1908) – ein naturalisierter Italiener und Freund von Ferdinand de Lesseps – zusammen mit dem Kapitänleutnant Lucien Napoléon Bonaparte Wyse im Auftrag der „Société Civile Internationale du Canal Interocéanique du Darien (Türr-Syndikat)“ die Kanalroute über den Isthmus von Panama. Dem Türr-Syndikat gehörten neben Türr und seinem Schwager Wyse, der Bankier Baron Jacques de Reinach sowie weitere hohe französische Würdenträger an. Ein junger Landsmann Türr`s, der ungarische Ingenieur Béla Gerster (1850-1923) begleitete die Expeditionen. 1876 vereinbarte Türr für das Syndikat mit der Regierung von Kolumbien einen Konzessionsvertrag über 99 Jahre für den Bau eines Kanals über den Isthmus von Panama, zahlbar mit 750.000 Francs bis 1882. Wyse gelang es 1879 im Rahmen des Internationalen Kongresses der Société de Géographie in Paris, diesen Vertrag für 10 Mio. Francs an Ferdinand de Lesseps und seine zu gründende &lt;strong&gt;Compagnie Universelle du Canal Interocéanique de Panama&lt;/strong&gt; – die Lesseps`sche Panamakanal-Gesellschaft – zu verkaufen. Das Türr-Syndikat und der General profitierten davon enorm.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a title="Kanal im Bau mit Eisenbahnbrücke" href="http://www.wertpapiermuseum.de/museum_bilder/kk_ob_70448d_imgp4489.jpg" target="_blank"&gt;» Kanal im Bau mit Eisenbahnbrücke&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a title="Kanal im Bau" href="http://www.wertpapiermuseum.de/museum_bilder/kk_kanal_bruecke.jpg" target="_blank"&gt;» Kanal im Bau&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;1880 lernte General Türr in Aachen den Gouverneur der griechischen Nationalbank Marc Rénieri kennen. Beide diskutierten die Möglichkeit eines Kanalprojekts bei Korinth. Rénieri bot Türr die Konzession für diesen Kanal an, auf der Basis eines 1869 vom griechischen Parlament erlassenen Konzessionsgesetzes. Türr investierte sein mit der Panamakanalkonzession gewonnenes Geld und beauftragte den Ingenieur Béla Gerster mit einer Machbarkeitsstudie für einen Kanal über die Landenge von Korinth. Gerster untersuchte 1880 die Kanalroute, kam zu positiven Ergebnissen und schloss bereits 1881 in Athen für Türr mit der griechischen Regierung einen Konzessionsvertrag zum Bau und Betrieb eines Seekanals ab (Laufzeit 99 Jahre, Baubeginn innerhalb von 18 Monaten, geplante Fertigstellung bis 1887).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a title="Aktie 1882" href="http://www.wertpapiermuseum.de/museum_bilder/kk_los0707.jpg" target="_blank"&gt;» Aktie 1882&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Mit einem Konsortium um den Bankier de Reinach gründete Türr 1882 mit einem Aktienkapital von 30 Mio. französischen Goldfranken die &lt;strong&gt;Société Internationale du Canal Maritime de Corinthe&lt;/strong&gt; (Internationale Gesellschaft des Seekanals von Korinth) mit Sitz in Paris. Die Gesellschaft übernahm von Türr die Konzession. Türr wurde Präsident der Kanalgesellschaft. Das Klima für den Börsengang der Gesellschaft war zu diesem Zeitpunkt äußerst günstig, da der Kurs der Suezkanal-Aktien in ungeahnte Höhen geschnellt war und sich die Spekulanten um die 1880 emittierten Panamakanal-Aktien geradezu schlugen. So erstaunt es nicht, dass die im Mai 1882 herausgegebene 60.000 Aktien der Kanalgesellschaft fünfmal überzeichnet wurden. 6 Mio. Goldfranken wurden von Griechen gezeichnet, der Rest der Aktien wurde in Frankreich platziert.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;König Georg I von Griechenland tat gleichzeitig den ersten Spatenstich zum Bau des Kanals entlang der antiken Trasse des Kaisers Nero. Gerster war der Bauleiter am Kanal. 1887 waren 2.100 Arbeiter am Kanal beschäftigt. Kapitalbedarf stellte sich in diesem Jahr ein, da die Gruppe des berüchtigten Pariser Bankiers de Reinach sehr „großzügig“ mit den Geldmitteln der Gesellschaft gewirtschaftet hatte. Eine 6%ige Anleiheemission über 30 Mio. Goldfranken sollte deshalb im Mai 1888 in Paris begeben werden. Ein unglücklicher Zeitpunkt, da zur gleichen Zeit die Panamakanal-Gesellschaft fallierte. So wurden beim Börsengang lediglich 10 Mio. Goldfranken eingesammelt. Im Februar 1890 war die Gesellschaft dann endgültig zahlungsunfähig. Die Arbeiten wurden eingestellt, 8.2 Mio. Kubikmeter Erdreich und Fels hatte man ausgeschachtet, 2.6 Mio. Kubikmeter waren noch auszugraben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a title="Obligation 1888" href="http://www.wertpapiermuseum.de/museum_bilder/kk_los0658.jpg" target="_blank"&gt;» Obligation 1888&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In dieser kritischen Situation initiierten griechische Patrioten 1890 in Athen die Gründung der mit einem Kapital von 5 Mio. Goldfranken ausgestatteten Auffanggesellschaft &lt;strong&gt;Société Hellénique du Canal de Corinthe&lt;/strong&gt; (Griechische Gesellschaft des Kanals von Korinth). Der Konkursverwalter der alten Kanalgesellschaft übertrug die Konzession auf die neu gegründete Kanalgesellschaft. Anteilseigner und Gläubiger der alten Gesellschaft erhielten für ihre notleidenden Wertpapiere Besserungsscheine. 1893 wurde der Kanal durch die neue Gesellschaft fertiggestellt und dem Verkehr übergeben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;1907 wurde auch die neue Gesellschaft liquidiert und in die in Athen ansässige Betriebsgesellschaft &lt;strong&gt;Nouvelle Société du Canal de Corinthe&lt;/strong&gt; (Neue Gesellschaft des Kanals von Korinth) überführt. 1980 wurde der Betrieb des Kanals in die staateigene Corinth Canal Company überführt, 2001 der Betrieb privatisiert. Heute durchfahren rund 12.000 Schiffe jährlich den Kanal.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a title="Der Korinther Kanal heute" href="http://www.wertpapiermuseum.de/museum_bilder/kk_schifim%20kanal.jpg" target="_blank"&gt;» Der Korinther Kanal heute&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der folgende Bericht über die Finanzgeschichte des Kanals von Korinth wird durch einen Katalogteil abgerundet. Er erschließt alle von 1882 bis 1977 ausgegebenen Wertpapierzertifikate der drei Gesellschaften als Sammelgebiet. Der Bericht wendet sich an den Sammler alter Wertpapiere, ob er Anfänger oder Fortgeschrittener ist, und an jeden, der sich für die Hintergründe dieses Teils der Finanzgeschichte interessiert.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Die ausführliche und spannende Finanzgeschichte des Kanals von Korinth lesen Sie hier.&lt;br /&gt;Bitte Link klicken (pdf-Datei):&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;&lt;a title="Finanzgeschichte des Kanals von Korinth" href="http://www.nonvaleurs.de/pdf/kk.pdf" target="_blank"&gt;http://www.nonvaleurs.de/pdf/kk.pdf&lt;/a&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Besuchen Sie unser eWertpapiermuseum des EDHAC, um die bis heute bekannt gewordenen Wertpapieremissionen aus dem Zeitraum 1882-1977 zu studieren.&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;h3&gt;Über den Initiator der Ausstellung&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Initiator der Ausstellung &lt;strong&gt;„Finanzgeschichte des Kanals von Korinth“&lt;/strong&gt; ist Hans-Georg Glasemann. Er ist Fachautor und Sachverständiger für „Historische Wertpapiere“ und publiziert seit 1980 Bücher und Fachbeiträge auf diesem jungen Sammelgebiet, das in den letzten Jahrzehnten einen beispielslosen Aufschwung erlebt hat.&lt;/p&gt;</text>
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              <text>Kapitalerhöhung 27.9.1965: 140.000 Inhaberaktien über je 176 Drachmen (Neues Aktienkapital: 49.280.000 Drachmen eingeteilt in 280.000 Aktien Serie E über je176 Drachmen). Seltene Stücke, Bewertung je nach Stückelung 10-50 €.</text>
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                <text>Nouvelle Société Anonyme du Canal de Corinthe (Neue Gesellschaft des Kanals von Korinth) 1907-1980 (KK140)</text>
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                <text>Inhaberaktien (Actions au Porteur) über je 176 Drachmen - Serie E (1 Anteil). Aktienzertifikate gestückelt in 1 Anteil oder 5, 10 bzw. 25 Anteile über je 176 Drachmen Nennwert. Farben: 1er-Anteil grün, 5er-Anteile braun oder violett, 10er-Anteile braun, 25er-Anteile rot.</text>
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                  <text>&lt;strong&gt;Die Finanzgeschichte des Kanals von Korinth&lt;/strong&gt;</text>
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                  <text>&lt;p&gt;Diese Ausstellung des EDHACs dokumentiert die „Historischen Wertpapiere“ des griechischen Kanals von Korinth aus dem Zeitraum 1882-1977. Weiterhin enthält die Ausstellung einen in Buchform gehaltenen, finanzhistorischen Bericht über den Bau und den Betrieb des geschichtsträchtigen Korinther Kanals.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Der Kanal von Korinth&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nur Wenige wissen, dass der griechische Kanal von Korinth so etwas wie das unbeachtete Patenkind der Suezkanal- bzw. Panamakanal-Gesellschaft ist. Die Patenschaft hatte seinerzeit der französische Suezkanalerbauer Graf Ferdinand de Lesseps.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Kanal von Korinth verbindet seit 1893 den Saronischen Golf mit dem Korinthischen und verkürzt damit die Fahrt von der Adria und dem Ionischen Meer zur Ägäis um 320 Kilometer (rund 200 Seemeilen). Der Seekanal durchbricht die Landenge des Peleponnes und der Landschaft Megaris in 6,3 km Länge, ist 24 m breit und bis zu 8 m tief. Der Gedanke, die beiden Meere zu verbinden, liegt mehr als nahe, und so fasste schon in der Antike der Tyrann Periandros (6. Jahrhundert vor Christus) diesen Plan. Er scheiterte an den technischen Schwierigkeiten ebenso wie der römische Kaiser Nero, der im Jahre 67 nach Christus mit einem goldenen Spaten den ersten Stich tat. Das Restliche überließ er 6.000 Sklaven aus Judäa. Wegen revolutionärer Umtriebe im eigenen Land konnte er sich um das Werk nicht weiter persönlich kümmern. So wurde das Projekt schließlich aufgegeben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a title="Aktienprospekt des Comptoir d`Escompte de Paris von 1882" href="http://www.wertpapiermuseum.de/museum_bilder/kk_sub1882.jpg" target="_blank"&gt;» Aktienprospekt des Comptoir d`Escompte de Paris von 1882&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die weitere Entwicklung bis zur Kanaleröffnung nahm – so ungewöhnlich das klingt – ihren Anfang in Panama: 1876 bis 1878 untersuchte der ungarische General Istvan Türr (1825-1908) – ein naturalisierter Italiener und Freund von Ferdinand de Lesseps – zusammen mit dem Kapitänleutnant Lucien Napoléon Bonaparte Wyse im Auftrag der „Société Civile Internationale du Canal Interocéanique du Darien (Türr-Syndikat)“ die Kanalroute über den Isthmus von Panama. Dem Türr-Syndikat gehörten neben Türr und seinem Schwager Wyse, der Bankier Baron Jacques de Reinach sowie weitere hohe französische Würdenträger an. Ein junger Landsmann Türr`s, der ungarische Ingenieur Béla Gerster (1850-1923) begleitete die Expeditionen. 1876 vereinbarte Türr für das Syndikat mit der Regierung von Kolumbien einen Konzessionsvertrag über 99 Jahre für den Bau eines Kanals über den Isthmus von Panama, zahlbar mit 750.000 Francs bis 1882. Wyse gelang es 1879 im Rahmen des Internationalen Kongresses der Société de Géographie in Paris, diesen Vertrag für 10 Mio. Francs an Ferdinand de Lesseps und seine zu gründende &lt;strong&gt;Compagnie Universelle du Canal Interocéanique de Panama&lt;/strong&gt; – die Lesseps`sche Panamakanal-Gesellschaft – zu verkaufen. Das Türr-Syndikat und der General profitierten davon enorm.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a title="Kanal im Bau mit Eisenbahnbrücke" href="http://www.wertpapiermuseum.de/museum_bilder/kk_ob_70448d_imgp4489.jpg" target="_blank"&gt;» Kanal im Bau mit Eisenbahnbrücke&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a title="Kanal im Bau" href="http://www.wertpapiermuseum.de/museum_bilder/kk_kanal_bruecke.jpg" target="_blank"&gt;» Kanal im Bau&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;1880 lernte General Türr in Aachen den Gouverneur der griechischen Nationalbank Marc Rénieri kennen. Beide diskutierten die Möglichkeit eines Kanalprojekts bei Korinth. Rénieri bot Türr die Konzession für diesen Kanal an, auf der Basis eines 1869 vom griechischen Parlament erlassenen Konzessionsgesetzes. Türr investierte sein mit der Panamakanalkonzession gewonnenes Geld und beauftragte den Ingenieur Béla Gerster mit einer Machbarkeitsstudie für einen Kanal über die Landenge von Korinth. Gerster untersuchte 1880 die Kanalroute, kam zu positiven Ergebnissen und schloss bereits 1881 in Athen für Türr mit der griechischen Regierung einen Konzessionsvertrag zum Bau und Betrieb eines Seekanals ab (Laufzeit 99 Jahre, Baubeginn innerhalb von 18 Monaten, geplante Fertigstellung bis 1887).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a title="Aktie 1882" href="http://www.wertpapiermuseum.de/museum_bilder/kk_los0707.jpg" target="_blank"&gt;» Aktie 1882&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Mit einem Konsortium um den Bankier de Reinach gründete Türr 1882 mit einem Aktienkapital von 30 Mio. französischen Goldfranken die &lt;strong&gt;Société Internationale du Canal Maritime de Corinthe&lt;/strong&gt; (Internationale Gesellschaft des Seekanals von Korinth) mit Sitz in Paris. Die Gesellschaft übernahm von Türr die Konzession. Türr wurde Präsident der Kanalgesellschaft. Das Klima für den Börsengang der Gesellschaft war zu diesem Zeitpunkt äußerst günstig, da der Kurs der Suezkanal-Aktien in ungeahnte Höhen geschnellt war und sich die Spekulanten um die 1880 emittierten Panamakanal-Aktien geradezu schlugen. So erstaunt es nicht, dass die im Mai 1882 herausgegebene 60.000 Aktien der Kanalgesellschaft fünfmal überzeichnet wurden. 6 Mio. Goldfranken wurden von Griechen gezeichnet, der Rest der Aktien wurde in Frankreich platziert.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;König Georg I von Griechenland tat gleichzeitig den ersten Spatenstich zum Bau des Kanals entlang der antiken Trasse des Kaisers Nero. Gerster war der Bauleiter am Kanal. 1887 waren 2.100 Arbeiter am Kanal beschäftigt. Kapitalbedarf stellte sich in diesem Jahr ein, da die Gruppe des berüchtigten Pariser Bankiers de Reinach sehr „großzügig“ mit den Geldmitteln der Gesellschaft gewirtschaftet hatte. Eine 6%ige Anleiheemission über 30 Mio. Goldfranken sollte deshalb im Mai 1888 in Paris begeben werden. Ein unglücklicher Zeitpunkt, da zur gleichen Zeit die Panamakanal-Gesellschaft fallierte. So wurden beim Börsengang lediglich 10 Mio. Goldfranken eingesammelt. Im Februar 1890 war die Gesellschaft dann endgültig zahlungsunfähig. Die Arbeiten wurden eingestellt, 8.2 Mio. Kubikmeter Erdreich und Fels hatte man ausgeschachtet, 2.6 Mio. Kubikmeter waren noch auszugraben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a title="Obligation 1888" href="http://www.wertpapiermuseum.de/museum_bilder/kk_los0658.jpg" target="_blank"&gt;» Obligation 1888&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In dieser kritischen Situation initiierten griechische Patrioten 1890 in Athen die Gründung der mit einem Kapital von 5 Mio. Goldfranken ausgestatteten Auffanggesellschaft &lt;strong&gt;Société Hellénique du Canal de Corinthe&lt;/strong&gt; (Griechische Gesellschaft des Kanals von Korinth). Der Konkursverwalter der alten Kanalgesellschaft übertrug die Konzession auf die neu gegründete Kanalgesellschaft. Anteilseigner und Gläubiger der alten Gesellschaft erhielten für ihre notleidenden Wertpapiere Besserungsscheine. 1893 wurde der Kanal durch die neue Gesellschaft fertiggestellt und dem Verkehr übergeben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;1907 wurde auch die neue Gesellschaft liquidiert und in die in Athen ansässige Betriebsgesellschaft &lt;strong&gt;Nouvelle Société du Canal de Corinthe&lt;/strong&gt; (Neue Gesellschaft des Kanals von Korinth) überführt. 1980 wurde der Betrieb des Kanals in die staateigene Corinth Canal Company überführt, 2001 der Betrieb privatisiert. Heute durchfahren rund 12.000 Schiffe jährlich den Kanal.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a title="Der Korinther Kanal heute" href="http://www.wertpapiermuseum.de/museum_bilder/kk_schifim%20kanal.jpg" target="_blank"&gt;» Der Korinther Kanal heute&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der folgende Bericht über die Finanzgeschichte des Kanals von Korinth wird durch einen Katalogteil abgerundet. Er erschließt alle von 1882 bis 1977 ausgegebenen Wertpapierzertifikate der drei Gesellschaften als Sammelgebiet. Der Bericht wendet sich an den Sammler alter Wertpapiere, ob er Anfänger oder Fortgeschrittener ist, und an jeden, der sich für die Hintergründe dieses Teils der Finanzgeschichte interessiert.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Die ausführliche und spannende Finanzgeschichte des Kanals von Korinth lesen Sie hier.&lt;br /&gt;Bitte Link klicken (pdf-Datei):&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;&lt;a title="Finanzgeschichte des Kanals von Korinth" href="http://www.nonvaleurs.de/pdf/kk.pdf" target="_blank"&gt;http://www.nonvaleurs.de/pdf/kk.pdf&lt;/a&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Besuchen Sie unser eWertpapiermuseum des EDHAC, um die bis heute bekannt gewordenen Wertpapieremissionen aus dem Zeitraum 1882-1977 zu studieren.&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;h3&gt;Über den Initiator der Ausstellung&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Initiator der Ausstellung &lt;strong&gt;„Finanzgeschichte des Kanals von Korinth“&lt;/strong&gt; ist Hans-Georg Glasemann. Er ist Fachautor und Sachverständiger für „Historische Wertpapiere“ und publiziert seit 1980 Bücher und Fachbeiträge auf diesem jungen Sammelgebiet, das in den letzten Jahrzehnten einen beispielslosen Aufschwung erlebt hat.&lt;/p&gt;</text>
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              <text>Kapitalerhöhung 10.9.1969: 70.000 Inhaberaktien über je 176 Drachmen. (Neues Aktienkapital: 61.600.000 Drachmen eingeteilt in 350.000 Aktien Serie H über je 176 Drachmen). Seltene Stücke, Bewertung je nach Stückelung 10-50 €. Ab 1969 sukzessiver Aktienumtausch wegen der Änderung des Nennwerts von 25 Drachmen auf 176 Drachmen: Ausgabe von einer neuen Aktie gegen drei alte Aktien der Serien A, B und E, Bezugsrecht hierzu.</text>
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&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Der Kanal von Korinth&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nur Wenige wissen, dass der griechische Kanal von Korinth so etwas wie das unbeachtete Patenkind der Suezkanal- bzw. Panamakanal-Gesellschaft ist. Die Patenschaft hatte seinerzeit der französische Suezkanalerbauer Graf Ferdinand de Lesseps.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Kanal von Korinth verbindet seit 1893 den Saronischen Golf mit dem Korinthischen und verkürzt damit die Fahrt von der Adria und dem Ionischen Meer zur Ägäis um 320 Kilometer (rund 200 Seemeilen). Der Seekanal durchbricht die Landenge des Peleponnes und der Landschaft Megaris in 6,3 km Länge, ist 24 m breit und bis zu 8 m tief. Der Gedanke, die beiden Meere zu verbinden, liegt mehr als nahe, und so fasste schon in der Antike der Tyrann Periandros (6. Jahrhundert vor Christus) diesen Plan. Er scheiterte an den technischen Schwierigkeiten ebenso wie der römische Kaiser Nero, der im Jahre 67 nach Christus mit einem goldenen Spaten den ersten Stich tat. Das Restliche überließ er 6.000 Sklaven aus Judäa. Wegen revolutionärer Umtriebe im eigenen Land konnte er sich um das Werk nicht weiter persönlich kümmern. So wurde das Projekt schließlich aufgegeben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a title="Aktienprospekt des Comptoir d`Escompte de Paris von 1882" href="http://www.wertpapiermuseum.de/museum_bilder/kk_sub1882.jpg" target="_blank"&gt;» Aktienprospekt des Comptoir d`Escompte de Paris von 1882&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die weitere Entwicklung bis zur Kanaleröffnung nahm – so ungewöhnlich das klingt – ihren Anfang in Panama: 1876 bis 1878 untersuchte der ungarische General Istvan Türr (1825-1908) – ein naturalisierter Italiener und Freund von Ferdinand de Lesseps – zusammen mit dem Kapitänleutnant Lucien Napoléon Bonaparte Wyse im Auftrag der „Société Civile Internationale du Canal Interocéanique du Darien (Türr-Syndikat)“ die Kanalroute über den Isthmus von Panama. Dem Türr-Syndikat gehörten neben Türr und seinem Schwager Wyse, der Bankier Baron Jacques de Reinach sowie weitere hohe französische Würdenträger an. Ein junger Landsmann Türr`s, der ungarische Ingenieur Béla Gerster (1850-1923) begleitete die Expeditionen. 1876 vereinbarte Türr für das Syndikat mit der Regierung von Kolumbien einen Konzessionsvertrag über 99 Jahre für den Bau eines Kanals über den Isthmus von Panama, zahlbar mit 750.000 Francs bis 1882. Wyse gelang es 1879 im Rahmen des Internationalen Kongresses der Société de Géographie in Paris, diesen Vertrag für 10 Mio. Francs an Ferdinand de Lesseps und seine zu gründende &lt;strong&gt;Compagnie Universelle du Canal Interocéanique de Panama&lt;/strong&gt; – die Lesseps`sche Panamakanal-Gesellschaft – zu verkaufen. Das Türr-Syndikat und der General profitierten davon enorm.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a title="Kanal im Bau mit Eisenbahnbrücke" href="http://www.wertpapiermuseum.de/museum_bilder/kk_ob_70448d_imgp4489.jpg" target="_blank"&gt;» Kanal im Bau mit Eisenbahnbrücke&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a title="Kanal im Bau" href="http://www.wertpapiermuseum.de/museum_bilder/kk_kanal_bruecke.jpg" target="_blank"&gt;» Kanal im Bau&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;1880 lernte General Türr in Aachen den Gouverneur der griechischen Nationalbank Marc Rénieri kennen. Beide diskutierten die Möglichkeit eines Kanalprojekts bei Korinth. Rénieri bot Türr die Konzession für diesen Kanal an, auf der Basis eines 1869 vom griechischen Parlament erlassenen Konzessionsgesetzes. Türr investierte sein mit der Panamakanalkonzession gewonnenes Geld und beauftragte den Ingenieur Béla Gerster mit einer Machbarkeitsstudie für einen Kanal über die Landenge von Korinth. Gerster untersuchte 1880 die Kanalroute, kam zu positiven Ergebnissen und schloss bereits 1881 in Athen für Türr mit der griechischen Regierung einen Konzessionsvertrag zum Bau und Betrieb eines Seekanals ab (Laufzeit 99 Jahre, Baubeginn innerhalb von 18 Monaten, geplante Fertigstellung bis 1887).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a title="Aktie 1882" href="http://www.wertpapiermuseum.de/museum_bilder/kk_los0707.jpg" target="_blank"&gt;» Aktie 1882&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Mit einem Konsortium um den Bankier de Reinach gründete Türr 1882 mit einem Aktienkapital von 30 Mio. französischen Goldfranken die &lt;strong&gt;Société Internationale du Canal Maritime de Corinthe&lt;/strong&gt; (Internationale Gesellschaft des Seekanals von Korinth) mit Sitz in Paris. Die Gesellschaft übernahm von Türr die Konzession. Türr wurde Präsident der Kanalgesellschaft. Das Klima für den Börsengang der Gesellschaft war zu diesem Zeitpunkt äußerst günstig, da der Kurs der Suezkanal-Aktien in ungeahnte Höhen geschnellt war und sich die Spekulanten um die 1880 emittierten Panamakanal-Aktien geradezu schlugen. So erstaunt es nicht, dass die im Mai 1882 herausgegebene 60.000 Aktien der Kanalgesellschaft fünfmal überzeichnet wurden. 6 Mio. Goldfranken wurden von Griechen gezeichnet, der Rest der Aktien wurde in Frankreich platziert.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;König Georg I von Griechenland tat gleichzeitig den ersten Spatenstich zum Bau des Kanals entlang der antiken Trasse des Kaisers Nero. Gerster war der Bauleiter am Kanal. 1887 waren 2.100 Arbeiter am Kanal beschäftigt. Kapitalbedarf stellte sich in diesem Jahr ein, da die Gruppe des berüchtigten Pariser Bankiers de Reinach sehr „großzügig“ mit den Geldmitteln der Gesellschaft gewirtschaftet hatte. Eine 6%ige Anleiheemission über 30 Mio. Goldfranken sollte deshalb im Mai 1888 in Paris begeben werden. Ein unglücklicher Zeitpunkt, da zur gleichen Zeit die Panamakanal-Gesellschaft fallierte. So wurden beim Börsengang lediglich 10 Mio. Goldfranken eingesammelt. Im Februar 1890 war die Gesellschaft dann endgültig zahlungsunfähig. Die Arbeiten wurden eingestellt, 8.2 Mio. Kubikmeter Erdreich und Fels hatte man ausgeschachtet, 2.6 Mio. Kubikmeter waren noch auszugraben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a title="Obligation 1888" href="http://www.wertpapiermuseum.de/museum_bilder/kk_los0658.jpg" target="_blank"&gt;» Obligation 1888&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In dieser kritischen Situation initiierten griechische Patrioten 1890 in Athen die Gründung der mit einem Kapital von 5 Mio. Goldfranken ausgestatteten Auffanggesellschaft &lt;strong&gt;Société Hellénique du Canal de Corinthe&lt;/strong&gt; (Griechische Gesellschaft des Kanals von Korinth). Der Konkursverwalter der alten Kanalgesellschaft übertrug die Konzession auf die neu gegründete Kanalgesellschaft. Anteilseigner und Gläubiger der alten Gesellschaft erhielten für ihre notleidenden Wertpapiere Besserungsscheine. 1893 wurde der Kanal durch die neue Gesellschaft fertiggestellt und dem Verkehr übergeben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;1907 wurde auch die neue Gesellschaft liquidiert und in die in Athen ansässige Betriebsgesellschaft &lt;strong&gt;Nouvelle Société du Canal de Corinthe&lt;/strong&gt; (Neue Gesellschaft des Kanals von Korinth) überführt. 1980 wurde der Betrieb des Kanals in die staateigene Corinth Canal Company überführt, 2001 der Betrieb privatisiert. Heute durchfahren rund 12.000 Schiffe jährlich den Kanal.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a title="Der Korinther Kanal heute" href="http://www.wertpapiermuseum.de/museum_bilder/kk_schifim%20kanal.jpg" target="_blank"&gt;» Der Korinther Kanal heute&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der folgende Bericht über die Finanzgeschichte des Kanals von Korinth wird durch einen Katalogteil abgerundet. Er erschließt alle von 1882 bis 1977 ausgegebenen Wertpapierzertifikate der drei Gesellschaften als Sammelgebiet. Der Bericht wendet sich an den Sammler alter Wertpapiere, ob er Anfänger oder Fortgeschrittener ist, und an jeden, der sich für die Hintergründe dieses Teils der Finanzgeschichte interessiert.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Die ausführliche und spannende Finanzgeschichte des Kanals von Korinth lesen Sie hier.&lt;br /&gt;Bitte Link klicken (pdf-Datei):&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;&lt;a title="Finanzgeschichte des Kanals von Korinth" href="http://www.nonvaleurs.de/pdf/kk.pdf" target="_blank"&gt;http://www.nonvaleurs.de/pdf/kk.pdf&lt;/a&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Besuchen Sie unser eWertpapiermuseum des EDHAC, um die bis heute bekannt gewordenen Wertpapieremissionen aus dem Zeitraum 1882-1977 zu studieren.&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;h3&gt;Über den Initiator der Ausstellung&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Initiator der Ausstellung &lt;strong&gt;„Finanzgeschichte des Kanals von Korinth“&lt;/strong&gt; ist Hans-Georg Glasemann. Er ist Fachautor und Sachverständiger für „Historische Wertpapiere“ und publiziert seit 1980 Bücher und Fachbeiträge auf diesem jungen Sammelgebiet, das in den letzten Jahrzehnten einen beispielslosen Aufschwung erlebt hat.&lt;/p&gt;</text>
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              <text>Nouvelle Société Anonyme du Canal de Corinthe (Neue Gesellschaft des Kanals von Korinth) 1907-1980</text>
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              <text>Kapitalerhöhung 10.9.1969: 70.000 Inhaberaktien über je 176 Drachmen. (Neues Aktienkapital: 61.600.000 Drachmen eingeteilt in 350.000 Aktien Serie H über je 176 Drachmen). Seltene Stücke, Bewertung je nach Stückelung 10-50 €. Ab 1969 sukzessiver Aktienumtausch wegen der Änderung des Nennwerts von 25 Drachmen auf 176 Drachmen: Ausgabe von einer neuen Aktie gegen drei alte Aktien der Serien A, B und E, Bezugsrecht hierzu.</text>
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              <text>Piräus/ Athen</text>
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              <text>Griechenland</text>
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Sollte dem Dateinamen der Abbildung entsprechen, z.B. mf001.jpg</description>
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                <text>Nouvelle Société Anonyme du Canal de Corinthe (Neue Gesellschaft des Kanals von Korinth) 1907-1980 (KK150b)</text>
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