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                  <text>&lt;strong&gt;Die Finanzgeschichte des Kanals von Korinth&lt;/strong&gt;</text>
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                  <text>&lt;p&gt;Diese Ausstellung des EDHACs dokumentiert die „Historischen Wertpapiere“ des griechischen Kanals von Korinth aus dem Zeitraum 1882-1977. Weiterhin enthält die Ausstellung einen in Buchform gehaltenen, finanzhistorischen Bericht über den Bau und den Betrieb des geschichtsträchtigen Korinther Kanals.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Der Kanal von Korinth&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nur Wenige wissen, dass der griechische Kanal von Korinth so etwas wie das unbeachtete Patenkind der Suezkanal- bzw. Panamakanal-Gesellschaft ist. Die Patenschaft hatte seinerzeit der französische Suezkanalerbauer Graf Ferdinand de Lesseps.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Kanal von Korinth verbindet seit 1893 den Saronischen Golf mit dem Korinthischen und verkürzt damit die Fahrt von der Adria und dem Ionischen Meer zur Ägäis um 320 Kilometer (rund 200 Seemeilen). Der Seekanal durchbricht die Landenge des Peleponnes und der Landschaft Megaris in 6,3 km Länge, ist 24 m breit und bis zu 8 m tief. Der Gedanke, die beiden Meere zu verbinden, liegt mehr als nahe, und so fasste schon in der Antike der Tyrann Periandros (6. Jahrhundert vor Christus) diesen Plan. Er scheiterte an den technischen Schwierigkeiten ebenso wie der römische Kaiser Nero, der im Jahre 67 nach Christus mit einem goldenen Spaten den ersten Stich tat. Das Restliche überließ er 6.000 Sklaven aus Judäa. Wegen revolutionärer Umtriebe im eigenen Land konnte er sich um das Werk nicht weiter persönlich kümmern. So wurde das Projekt schließlich aufgegeben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a title="Aktienprospekt des Comptoir d`Escompte de Paris von 1882" href="http://www.wertpapiermuseum.de/museum_bilder/kk_sub1882.jpg" target="_blank"&gt;» Aktienprospekt des Comptoir d`Escompte de Paris von 1882&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die weitere Entwicklung bis zur Kanaleröffnung nahm – so ungewöhnlich das klingt – ihren Anfang in Panama: 1876 bis 1878 untersuchte der ungarische General Istvan Türr (1825-1908) – ein naturalisierter Italiener und Freund von Ferdinand de Lesseps – zusammen mit dem Kapitänleutnant Lucien Napoléon Bonaparte Wyse im Auftrag der „Société Civile Internationale du Canal Interocéanique du Darien (Türr-Syndikat)“ die Kanalroute über den Isthmus von Panama. Dem Türr-Syndikat gehörten neben Türr und seinem Schwager Wyse, der Bankier Baron Jacques de Reinach sowie weitere hohe französische Würdenträger an. Ein junger Landsmann Türr`s, der ungarische Ingenieur Béla Gerster (1850-1923) begleitete die Expeditionen. 1876 vereinbarte Türr für das Syndikat mit der Regierung von Kolumbien einen Konzessionsvertrag über 99 Jahre für den Bau eines Kanals über den Isthmus von Panama, zahlbar mit 750.000 Francs bis 1882. Wyse gelang es 1879 im Rahmen des Internationalen Kongresses der Société de Géographie in Paris, diesen Vertrag für 10 Mio. Francs an Ferdinand de Lesseps und seine zu gründende &lt;strong&gt;Compagnie Universelle du Canal Interocéanique de Panama&lt;/strong&gt; – die Lesseps`sche Panamakanal-Gesellschaft – zu verkaufen. Das Türr-Syndikat und der General profitierten davon enorm.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a title="Kanal im Bau mit Eisenbahnbrücke" href="http://www.wertpapiermuseum.de/museum_bilder/kk_ob_70448d_imgp4489.jpg" target="_blank"&gt;» Kanal im Bau mit Eisenbahnbrücke&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a title="Kanal im Bau" href="http://www.wertpapiermuseum.de/museum_bilder/kk_kanal_bruecke.jpg" target="_blank"&gt;» Kanal im Bau&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;1880 lernte General Türr in Aachen den Gouverneur der griechischen Nationalbank Marc Rénieri kennen. Beide diskutierten die Möglichkeit eines Kanalprojekts bei Korinth. Rénieri bot Türr die Konzession für diesen Kanal an, auf der Basis eines 1869 vom griechischen Parlament erlassenen Konzessionsgesetzes. Türr investierte sein mit der Panamakanalkonzession gewonnenes Geld und beauftragte den Ingenieur Béla Gerster mit einer Machbarkeitsstudie für einen Kanal über die Landenge von Korinth. Gerster untersuchte 1880 die Kanalroute, kam zu positiven Ergebnissen und schloss bereits 1881 in Athen für Türr mit der griechischen Regierung einen Konzessionsvertrag zum Bau und Betrieb eines Seekanals ab (Laufzeit 99 Jahre, Baubeginn innerhalb von 18 Monaten, geplante Fertigstellung bis 1887).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a title="Aktie 1882" href="http://www.wertpapiermuseum.de/museum_bilder/kk_los0707.jpg" target="_blank"&gt;» Aktie 1882&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Mit einem Konsortium um den Bankier de Reinach gründete Türr 1882 mit einem Aktienkapital von 30 Mio. französischen Goldfranken die &lt;strong&gt;Société Internationale du Canal Maritime de Corinthe&lt;/strong&gt; (Internationale Gesellschaft des Seekanals von Korinth) mit Sitz in Paris. Die Gesellschaft übernahm von Türr die Konzession. Türr wurde Präsident der Kanalgesellschaft. Das Klima für den Börsengang der Gesellschaft war zu diesem Zeitpunkt äußerst günstig, da der Kurs der Suezkanal-Aktien in ungeahnte Höhen geschnellt war und sich die Spekulanten um die 1880 emittierten Panamakanal-Aktien geradezu schlugen. So erstaunt es nicht, dass die im Mai 1882 herausgegebene 60.000 Aktien der Kanalgesellschaft fünfmal überzeichnet wurden. 6 Mio. Goldfranken wurden von Griechen gezeichnet, der Rest der Aktien wurde in Frankreich platziert.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;König Georg I von Griechenland tat gleichzeitig den ersten Spatenstich zum Bau des Kanals entlang der antiken Trasse des Kaisers Nero. Gerster war der Bauleiter am Kanal. 1887 waren 2.100 Arbeiter am Kanal beschäftigt. Kapitalbedarf stellte sich in diesem Jahr ein, da die Gruppe des berüchtigten Pariser Bankiers de Reinach sehr „großzügig“ mit den Geldmitteln der Gesellschaft gewirtschaftet hatte. Eine 6%ige Anleiheemission über 30 Mio. Goldfranken sollte deshalb im Mai 1888 in Paris begeben werden. Ein unglücklicher Zeitpunkt, da zur gleichen Zeit die Panamakanal-Gesellschaft fallierte. So wurden beim Börsengang lediglich 10 Mio. Goldfranken eingesammelt. Im Februar 1890 war die Gesellschaft dann endgültig zahlungsunfähig. Die Arbeiten wurden eingestellt, 8.2 Mio. Kubikmeter Erdreich und Fels hatte man ausgeschachtet, 2.6 Mio. Kubikmeter waren noch auszugraben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a title="Obligation 1888" href="http://www.wertpapiermuseum.de/museum_bilder/kk_los0658.jpg" target="_blank"&gt;» Obligation 1888&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In dieser kritischen Situation initiierten griechische Patrioten 1890 in Athen die Gründung der mit einem Kapital von 5 Mio. Goldfranken ausgestatteten Auffanggesellschaft &lt;strong&gt;Société Hellénique du Canal de Corinthe&lt;/strong&gt; (Griechische Gesellschaft des Kanals von Korinth). Der Konkursverwalter der alten Kanalgesellschaft übertrug die Konzession auf die neu gegründete Kanalgesellschaft. Anteilseigner und Gläubiger der alten Gesellschaft erhielten für ihre notleidenden Wertpapiere Besserungsscheine. 1893 wurde der Kanal durch die neue Gesellschaft fertiggestellt und dem Verkehr übergeben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;1907 wurde auch die neue Gesellschaft liquidiert und in die in Athen ansässige Betriebsgesellschaft &lt;strong&gt;Nouvelle Société du Canal de Corinthe&lt;/strong&gt; (Neue Gesellschaft des Kanals von Korinth) überführt. 1980 wurde der Betrieb des Kanals in die staateigene Corinth Canal Company überführt, 2001 der Betrieb privatisiert. Heute durchfahren rund 12.000 Schiffe jährlich den Kanal.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a title="Der Korinther Kanal heute" href="http://www.wertpapiermuseum.de/museum_bilder/kk_schifim%20kanal.jpg" target="_blank"&gt;» Der Korinther Kanal heute&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der folgende Bericht über die Finanzgeschichte des Kanals von Korinth wird durch einen Katalogteil abgerundet. Er erschließt alle von 1882 bis 1977 ausgegebenen Wertpapierzertifikate der drei Gesellschaften als Sammelgebiet. Der Bericht wendet sich an den Sammler alter Wertpapiere, ob er Anfänger oder Fortgeschrittener ist, und an jeden, der sich für die Hintergründe dieses Teils der Finanzgeschichte interessiert.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Die ausführliche und spannende Finanzgeschichte des Kanals von Korinth lesen Sie hier.&lt;br /&gt;Bitte Link klicken (pdf-Datei):&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;&lt;a title="Finanzgeschichte des Kanals von Korinth" href="http://www.nonvaleurs.de/pdf/kk.pdf" target="_blank"&gt;http://www.nonvaleurs.de/pdf/kk.pdf&lt;/a&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Besuchen Sie unser eWertpapiermuseum des EDHAC, um die bis heute bekannt gewordenen Wertpapieremissionen aus dem Zeitraum 1882-1977 zu studieren.&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;h3&gt;Über den Initiator der Ausstellung&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Initiator der Ausstellung &lt;strong&gt;„Finanzgeschichte des Kanals von Korinth“&lt;/strong&gt; ist Hans-Georg Glasemann. Er ist Fachautor und Sachverständiger für „Historische Wertpapiere“ und publiziert seit 1980 Bücher und Fachbeiträge auf diesem jungen Sammelgebiet, das in den letzten Jahrzehnten einen beispielslosen Aufschwung erlebt hat.&lt;/p&gt;</text>
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              <text>60.000 Inhaberaktien über je 500 französische Goldfranken wurden ausgegeben. Die Aktien wurden mit drei Einzahlungen über gesamt 325 Goldfranken gezeichnet, 1886 Zahlung der vierten Rate über 100 Goldfranken und 1887 Zahlung der fünften Rate über 75 Goldfranken. Die Aktien tragen in der Regel die Dividendenscheine No. 13 bis No. 31. Die Dividendenscheine No. 1 bis No. 12 wurden bedient. Farbe: blau, seltene Stücke, Bewertung: 30-80 €.</text>
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Sollte dem Dateinamen der Abbildung entsprechen, z.B. mf001.jpg</description>
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                  <text>&lt;p&gt;Diese Ausstellung des EDHACs dokumentiert die „Historischen Wertpapiere“ des griechischen Kanals von Korinth aus dem Zeitraum 1882-1977. Weiterhin enthält die Ausstellung einen in Buchform gehaltenen, finanzhistorischen Bericht über den Bau und den Betrieb des geschichtsträchtigen Korinther Kanals.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Der Kanal von Korinth&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nur Wenige wissen, dass der griechische Kanal von Korinth so etwas wie das unbeachtete Patenkind der Suezkanal- bzw. Panamakanal-Gesellschaft ist. Die Patenschaft hatte seinerzeit der französische Suezkanalerbauer Graf Ferdinand de Lesseps.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Kanal von Korinth verbindet seit 1893 den Saronischen Golf mit dem Korinthischen und verkürzt damit die Fahrt von der Adria und dem Ionischen Meer zur Ägäis um 320 Kilometer (rund 200 Seemeilen). Der Seekanal durchbricht die Landenge des Peleponnes und der Landschaft Megaris in 6,3 km Länge, ist 24 m breit und bis zu 8 m tief. Der Gedanke, die beiden Meere zu verbinden, liegt mehr als nahe, und so fasste schon in der Antike der Tyrann Periandros (6. Jahrhundert vor Christus) diesen Plan. Er scheiterte an den technischen Schwierigkeiten ebenso wie der römische Kaiser Nero, der im Jahre 67 nach Christus mit einem goldenen Spaten den ersten Stich tat. Das Restliche überließ er 6.000 Sklaven aus Judäa. Wegen revolutionärer Umtriebe im eigenen Land konnte er sich um das Werk nicht weiter persönlich kümmern. So wurde das Projekt schließlich aufgegeben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a title="Aktienprospekt des Comptoir d`Escompte de Paris von 1882" href="http://www.wertpapiermuseum.de/museum_bilder/kk_sub1882.jpg" target="_blank"&gt;» Aktienprospekt des Comptoir d`Escompte de Paris von 1882&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die weitere Entwicklung bis zur Kanaleröffnung nahm – so ungewöhnlich das klingt – ihren Anfang in Panama: 1876 bis 1878 untersuchte der ungarische General Istvan Türr (1825-1908) – ein naturalisierter Italiener und Freund von Ferdinand de Lesseps – zusammen mit dem Kapitänleutnant Lucien Napoléon Bonaparte Wyse im Auftrag der „Société Civile Internationale du Canal Interocéanique du Darien (Türr-Syndikat)“ die Kanalroute über den Isthmus von Panama. Dem Türr-Syndikat gehörten neben Türr und seinem Schwager Wyse, der Bankier Baron Jacques de Reinach sowie weitere hohe französische Würdenträger an. Ein junger Landsmann Türr`s, der ungarische Ingenieur Béla Gerster (1850-1923) begleitete die Expeditionen. 1876 vereinbarte Türr für das Syndikat mit der Regierung von Kolumbien einen Konzessionsvertrag über 99 Jahre für den Bau eines Kanals über den Isthmus von Panama, zahlbar mit 750.000 Francs bis 1882. Wyse gelang es 1879 im Rahmen des Internationalen Kongresses der Société de Géographie in Paris, diesen Vertrag für 10 Mio. Francs an Ferdinand de Lesseps und seine zu gründende &lt;strong&gt;Compagnie Universelle du Canal Interocéanique de Panama&lt;/strong&gt; – die Lesseps`sche Panamakanal-Gesellschaft – zu verkaufen. Das Türr-Syndikat und der General profitierten davon enorm.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a title="Kanal im Bau mit Eisenbahnbrücke" href="http://www.wertpapiermuseum.de/museum_bilder/kk_ob_70448d_imgp4489.jpg" target="_blank"&gt;» Kanal im Bau mit Eisenbahnbrücke&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a title="Kanal im Bau" href="http://www.wertpapiermuseum.de/museum_bilder/kk_kanal_bruecke.jpg" target="_blank"&gt;» Kanal im Bau&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;1880 lernte General Türr in Aachen den Gouverneur der griechischen Nationalbank Marc Rénieri kennen. Beide diskutierten die Möglichkeit eines Kanalprojekts bei Korinth. Rénieri bot Türr die Konzession für diesen Kanal an, auf der Basis eines 1869 vom griechischen Parlament erlassenen Konzessionsgesetzes. Türr investierte sein mit der Panamakanalkonzession gewonnenes Geld und beauftragte den Ingenieur Béla Gerster mit einer Machbarkeitsstudie für einen Kanal über die Landenge von Korinth. Gerster untersuchte 1880 die Kanalroute, kam zu positiven Ergebnissen und schloss bereits 1881 in Athen für Türr mit der griechischen Regierung einen Konzessionsvertrag zum Bau und Betrieb eines Seekanals ab (Laufzeit 99 Jahre, Baubeginn innerhalb von 18 Monaten, geplante Fertigstellung bis 1887).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a title="Aktie 1882" href="http://www.wertpapiermuseum.de/museum_bilder/kk_los0707.jpg" target="_blank"&gt;» Aktie 1882&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Mit einem Konsortium um den Bankier de Reinach gründete Türr 1882 mit einem Aktienkapital von 30 Mio. französischen Goldfranken die &lt;strong&gt;Société Internationale du Canal Maritime de Corinthe&lt;/strong&gt; (Internationale Gesellschaft des Seekanals von Korinth) mit Sitz in Paris. Die Gesellschaft übernahm von Türr die Konzession. Türr wurde Präsident der Kanalgesellschaft. Das Klima für den Börsengang der Gesellschaft war zu diesem Zeitpunkt äußerst günstig, da der Kurs der Suezkanal-Aktien in ungeahnte Höhen geschnellt war und sich die Spekulanten um die 1880 emittierten Panamakanal-Aktien geradezu schlugen. So erstaunt es nicht, dass die im Mai 1882 herausgegebene 60.000 Aktien der Kanalgesellschaft fünfmal überzeichnet wurden. 6 Mio. Goldfranken wurden von Griechen gezeichnet, der Rest der Aktien wurde in Frankreich platziert.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;König Georg I von Griechenland tat gleichzeitig den ersten Spatenstich zum Bau des Kanals entlang der antiken Trasse des Kaisers Nero. Gerster war der Bauleiter am Kanal. 1887 waren 2.100 Arbeiter am Kanal beschäftigt. Kapitalbedarf stellte sich in diesem Jahr ein, da die Gruppe des berüchtigten Pariser Bankiers de Reinach sehr „großzügig“ mit den Geldmitteln der Gesellschaft gewirtschaftet hatte. Eine 6%ige Anleiheemission über 30 Mio. Goldfranken sollte deshalb im Mai 1888 in Paris begeben werden. Ein unglücklicher Zeitpunkt, da zur gleichen Zeit die Panamakanal-Gesellschaft fallierte. So wurden beim Börsengang lediglich 10 Mio. Goldfranken eingesammelt. Im Februar 1890 war die Gesellschaft dann endgültig zahlungsunfähig. Die Arbeiten wurden eingestellt, 8.2 Mio. Kubikmeter Erdreich und Fels hatte man ausgeschachtet, 2.6 Mio. Kubikmeter waren noch auszugraben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a title="Obligation 1888" href="http://www.wertpapiermuseum.de/museum_bilder/kk_los0658.jpg" target="_blank"&gt;» Obligation 1888&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In dieser kritischen Situation initiierten griechische Patrioten 1890 in Athen die Gründung der mit einem Kapital von 5 Mio. Goldfranken ausgestatteten Auffanggesellschaft &lt;strong&gt;Société Hellénique du Canal de Corinthe&lt;/strong&gt; (Griechische Gesellschaft des Kanals von Korinth). Der Konkursverwalter der alten Kanalgesellschaft übertrug die Konzession auf die neu gegründete Kanalgesellschaft. Anteilseigner und Gläubiger der alten Gesellschaft erhielten für ihre notleidenden Wertpapiere Besserungsscheine. 1893 wurde der Kanal durch die neue Gesellschaft fertiggestellt und dem Verkehr übergeben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;1907 wurde auch die neue Gesellschaft liquidiert und in die in Athen ansässige Betriebsgesellschaft &lt;strong&gt;Nouvelle Société du Canal de Corinthe&lt;/strong&gt; (Neue Gesellschaft des Kanals von Korinth) überführt. 1980 wurde der Betrieb des Kanals in die staateigene Corinth Canal Company überführt, 2001 der Betrieb privatisiert. Heute durchfahren rund 12.000 Schiffe jährlich den Kanal.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a title="Der Korinther Kanal heute" href="http://www.wertpapiermuseum.de/museum_bilder/kk_schifim%20kanal.jpg" target="_blank"&gt;» Der Korinther Kanal heute&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der folgende Bericht über die Finanzgeschichte des Kanals von Korinth wird durch einen Katalogteil abgerundet. Er erschließt alle von 1882 bis 1977 ausgegebenen Wertpapierzertifikate der drei Gesellschaften als Sammelgebiet. Der Bericht wendet sich an den Sammler alter Wertpapiere, ob er Anfänger oder Fortgeschrittener ist, und an jeden, der sich für die Hintergründe dieses Teils der Finanzgeschichte interessiert.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Die ausführliche und spannende Finanzgeschichte des Kanals von Korinth lesen Sie hier.&lt;br /&gt;Bitte Link klicken (pdf-Datei):&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;&lt;a title="Finanzgeschichte des Kanals von Korinth" href="http://www.nonvaleurs.de/pdf/kk.pdf" target="_blank"&gt;http://www.nonvaleurs.de/pdf/kk.pdf&lt;/a&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Besuchen Sie unser eWertpapiermuseum des EDHAC, um die bis heute bekannt gewordenen Wertpapieremissionen aus dem Zeitraum 1882-1977 zu studieren.&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;h3&gt;Über den Initiator der Ausstellung&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Initiator der Ausstellung &lt;strong&gt;„Finanzgeschichte des Kanals von Korinth“&lt;/strong&gt; ist Hans-Georg Glasemann. Er ist Fachautor und Sachverständiger für „Historische Wertpapiere“ und publiziert seit 1980 Bücher und Fachbeiträge auf diesem jungen Sammelgebiet, das in den letzten Jahrzehnten einen beispielslosen Aufschwung erlebt hat.&lt;/p&gt;</text>
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              <text>Depotscheine für Aktien: Die Inhaberaktien konnten bei der Kanalgesellschaft hinterlegt werden. Die Gesellschaft gab auf den Namen lautende Depotscheine für die deponierten Aktien aus. Farbe: blau, extrem seltene Stücke, Bewertung: 70-200 €. </text>
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        <description>The Dublin Core metadata element set is common to all Omeka records, including items, files, and collections. For more information see, http://dublincore.org/documents/dces/.</description>
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                <text>Société Internationale du Canal Maritime de Corinthe (Internationale Gesellschaft des Seekanals von Korinth) 1882-1890 (KK010c)</text>
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                <text>Depotscheine für Aktien (Certificats d`Inscription d`Actions Nominatives)</text>
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                  <text>&lt;strong&gt;Die Finanzgeschichte des Kanals von Korinth&lt;/strong&gt;</text>
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                  <text>&lt;p&gt;Diese Ausstellung des EDHACs dokumentiert die „Historischen Wertpapiere“ des griechischen Kanals von Korinth aus dem Zeitraum 1882-1977. Weiterhin enthält die Ausstellung einen in Buchform gehaltenen, finanzhistorischen Bericht über den Bau und den Betrieb des geschichtsträchtigen Korinther Kanals.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Der Kanal von Korinth&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nur Wenige wissen, dass der griechische Kanal von Korinth so etwas wie das unbeachtete Patenkind der Suezkanal- bzw. Panamakanal-Gesellschaft ist. Die Patenschaft hatte seinerzeit der französische Suezkanalerbauer Graf Ferdinand de Lesseps.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Kanal von Korinth verbindet seit 1893 den Saronischen Golf mit dem Korinthischen und verkürzt damit die Fahrt von der Adria und dem Ionischen Meer zur Ägäis um 320 Kilometer (rund 200 Seemeilen). Der Seekanal durchbricht die Landenge des Peleponnes und der Landschaft Megaris in 6,3 km Länge, ist 24 m breit und bis zu 8 m tief. Der Gedanke, die beiden Meere zu verbinden, liegt mehr als nahe, und so fasste schon in der Antike der Tyrann Periandros (6. Jahrhundert vor Christus) diesen Plan. Er scheiterte an den technischen Schwierigkeiten ebenso wie der römische Kaiser Nero, der im Jahre 67 nach Christus mit einem goldenen Spaten den ersten Stich tat. Das Restliche überließ er 6.000 Sklaven aus Judäa. Wegen revolutionärer Umtriebe im eigenen Land konnte er sich um das Werk nicht weiter persönlich kümmern. So wurde das Projekt schließlich aufgegeben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a title="Aktienprospekt des Comptoir d`Escompte de Paris von 1882" href="http://www.wertpapiermuseum.de/museum_bilder/kk_sub1882.jpg" target="_blank"&gt;» Aktienprospekt des Comptoir d`Escompte de Paris von 1882&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die weitere Entwicklung bis zur Kanaleröffnung nahm – so ungewöhnlich das klingt – ihren Anfang in Panama: 1876 bis 1878 untersuchte der ungarische General Istvan Türr (1825-1908) – ein naturalisierter Italiener und Freund von Ferdinand de Lesseps – zusammen mit dem Kapitänleutnant Lucien Napoléon Bonaparte Wyse im Auftrag der „Société Civile Internationale du Canal Interocéanique du Darien (Türr-Syndikat)“ die Kanalroute über den Isthmus von Panama. Dem Türr-Syndikat gehörten neben Türr und seinem Schwager Wyse, der Bankier Baron Jacques de Reinach sowie weitere hohe französische Würdenträger an. Ein junger Landsmann Türr`s, der ungarische Ingenieur Béla Gerster (1850-1923) begleitete die Expeditionen. 1876 vereinbarte Türr für das Syndikat mit der Regierung von Kolumbien einen Konzessionsvertrag über 99 Jahre für den Bau eines Kanals über den Isthmus von Panama, zahlbar mit 750.000 Francs bis 1882. Wyse gelang es 1879 im Rahmen des Internationalen Kongresses der Société de Géographie in Paris, diesen Vertrag für 10 Mio. Francs an Ferdinand de Lesseps und seine zu gründende &lt;strong&gt;Compagnie Universelle du Canal Interocéanique de Panama&lt;/strong&gt; – die Lesseps`sche Panamakanal-Gesellschaft – zu verkaufen. Das Türr-Syndikat und der General profitierten davon enorm.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a title="Kanal im Bau mit Eisenbahnbrücke" href="http://www.wertpapiermuseum.de/museum_bilder/kk_ob_70448d_imgp4489.jpg" target="_blank"&gt;» Kanal im Bau mit Eisenbahnbrücke&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a title="Kanal im Bau" href="http://www.wertpapiermuseum.de/museum_bilder/kk_kanal_bruecke.jpg" target="_blank"&gt;» Kanal im Bau&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;1880 lernte General Türr in Aachen den Gouverneur der griechischen Nationalbank Marc Rénieri kennen. Beide diskutierten die Möglichkeit eines Kanalprojekts bei Korinth. Rénieri bot Türr die Konzession für diesen Kanal an, auf der Basis eines 1869 vom griechischen Parlament erlassenen Konzessionsgesetzes. Türr investierte sein mit der Panamakanalkonzession gewonnenes Geld und beauftragte den Ingenieur Béla Gerster mit einer Machbarkeitsstudie für einen Kanal über die Landenge von Korinth. Gerster untersuchte 1880 die Kanalroute, kam zu positiven Ergebnissen und schloss bereits 1881 in Athen für Türr mit der griechischen Regierung einen Konzessionsvertrag zum Bau und Betrieb eines Seekanals ab (Laufzeit 99 Jahre, Baubeginn innerhalb von 18 Monaten, geplante Fertigstellung bis 1887).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a title="Aktie 1882" href="http://www.wertpapiermuseum.de/museum_bilder/kk_los0707.jpg" target="_blank"&gt;» Aktie 1882&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Mit einem Konsortium um den Bankier de Reinach gründete Türr 1882 mit einem Aktienkapital von 30 Mio. französischen Goldfranken die &lt;strong&gt;Société Internationale du Canal Maritime de Corinthe&lt;/strong&gt; (Internationale Gesellschaft des Seekanals von Korinth) mit Sitz in Paris. Die Gesellschaft übernahm von Türr die Konzession. Türr wurde Präsident der Kanalgesellschaft. Das Klima für den Börsengang der Gesellschaft war zu diesem Zeitpunkt äußerst günstig, da der Kurs der Suezkanal-Aktien in ungeahnte Höhen geschnellt war und sich die Spekulanten um die 1880 emittierten Panamakanal-Aktien geradezu schlugen. So erstaunt es nicht, dass die im Mai 1882 herausgegebene 60.000 Aktien der Kanalgesellschaft fünfmal überzeichnet wurden. 6 Mio. Goldfranken wurden von Griechen gezeichnet, der Rest der Aktien wurde in Frankreich platziert.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;König Georg I von Griechenland tat gleichzeitig den ersten Spatenstich zum Bau des Kanals entlang der antiken Trasse des Kaisers Nero. Gerster war der Bauleiter am Kanal. 1887 waren 2.100 Arbeiter am Kanal beschäftigt. Kapitalbedarf stellte sich in diesem Jahr ein, da die Gruppe des berüchtigten Pariser Bankiers de Reinach sehr „großzügig“ mit den Geldmitteln der Gesellschaft gewirtschaftet hatte. Eine 6%ige Anleiheemission über 30 Mio. Goldfranken sollte deshalb im Mai 1888 in Paris begeben werden. Ein unglücklicher Zeitpunkt, da zur gleichen Zeit die Panamakanal-Gesellschaft fallierte. So wurden beim Börsengang lediglich 10 Mio. Goldfranken eingesammelt. Im Februar 1890 war die Gesellschaft dann endgültig zahlungsunfähig. Die Arbeiten wurden eingestellt, 8.2 Mio. Kubikmeter Erdreich und Fels hatte man ausgeschachtet, 2.6 Mio. Kubikmeter waren noch auszugraben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a title="Obligation 1888" href="http://www.wertpapiermuseum.de/museum_bilder/kk_los0658.jpg" target="_blank"&gt;» Obligation 1888&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In dieser kritischen Situation initiierten griechische Patrioten 1890 in Athen die Gründung der mit einem Kapital von 5 Mio. Goldfranken ausgestatteten Auffanggesellschaft &lt;strong&gt;Société Hellénique du Canal de Corinthe&lt;/strong&gt; (Griechische Gesellschaft des Kanals von Korinth). Der Konkursverwalter der alten Kanalgesellschaft übertrug die Konzession auf die neu gegründete Kanalgesellschaft. Anteilseigner und Gläubiger der alten Gesellschaft erhielten für ihre notleidenden Wertpapiere Besserungsscheine. 1893 wurde der Kanal durch die neue Gesellschaft fertiggestellt und dem Verkehr übergeben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;1907 wurde auch die neue Gesellschaft liquidiert und in die in Athen ansässige Betriebsgesellschaft &lt;strong&gt;Nouvelle Société du Canal de Corinthe&lt;/strong&gt; (Neue Gesellschaft des Kanals von Korinth) überführt. 1980 wurde der Betrieb des Kanals in die staateigene Corinth Canal Company überführt, 2001 der Betrieb privatisiert. Heute durchfahren rund 12.000 Schiffe jährlich den Kanal.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a title="Der Korinther Kanal heute" href="http://www.wertpapiermuseum.de/museum_bilder/kk_schifim%20kanal.jpg" target="_blank"&gt;» Der Korinther Kanal heute&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der folgende Bericht über die Finanzgeschichte des Kanals von Korinth wird durch einen Katalogteil abgerundet. Er erschließt alle von 1882 bis 1977 ausgegebenen Wertpapierzertifikate der drei Gesellschaften als Sammelgebiet. Der Bericht wendet sich an den Sammler alter Wertpapiere, ob er Anfänger oder Fortgeschrittener ist, und an jeden, der sich für die Hintergründe dieses Teils der Finanzgeschichte interessiert.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Die ausführliche und spannende Finanzgeschichte des Kanals von Korinth lesen Sie hier.&lt;br /&gt;Bitte Link klicken (pdf-Datei):&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;&lt;a title="Finanzgeschichte des Kanals von Korinth" href="http://www.nonvaleurs.de/pdf/kk.pdf" target="_blank"&gt;http://www.nonvaleurs.de/pdf/kk.pdf&lt;/a&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Besuchen Sie unser eWertpapiermuseum des EDHAC, um die bis heute bekannt gewordenen Wertpapieremissionen aus dem Zeitraum 1882-1977 zu studieren.&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;h3&gt;Über den Initiator der Ausstellung&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Initiator der Ausstellung &lt;strong&gt;„Finanzgeschichte des Kanals von Korinth“&lt;/strong&gt; ist Hans-Georg Glasemann. Er ist Fachautor und Sachverständiger für „Historische Wertpapiere“ und publiziert seit 1980 Bücher und Fachbeiträge auf diesem jungen Sammelgebiet, das in den letzten Jahrzehnten einen beispielslosen Aufschwung erlebt hat.&lt;/p&gt;</text>
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              <text>4.000 Gründeranteile auf den Inhaber ohne Nennwert, ausgegeben 21.6.1882. Die Gründeranteile hatten Anspruch auf 20% des Reingewinns der Gesellschaft. Farbe: grau, sehr seltene Stücke, Bewertung: 60-180 €. </text>
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                <text>Société Internationale du Canal Maritime de Corinthe (Internationale Gesellschaft des Seekanals von Korinth) 1882-1890 (KK020)</text>
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                  <text>&lt;strong&gt;Die Finanzgeschichte des Kanals von Korinth&lt;/strong&gt;</text>
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                  <text>&lt;p&gt;Diese Ausstellung des EDHACs dokumentiert die „Historischen Wertpapiere“ des griechischen Kanals von Korinth aus dem Zeitraum 1882-1977. Weiterhin enthält die Ausstellung einen in Buchform gehaltenen, finanzhistorischen Bericht über den Bau und den Betrieb des geschichtsträchtigen Korinther Kanals.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Der Kanal von Korinth&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nur Wenige wissen, dass der griechische Kanal von Korinth so etwas wie das unbeachtete Patenkind der Suezkanal- bzw. Panamakanal-Gesellschaft ist. Die Patenschaft hatte seinerzeit der französische Suezkanalerbauer Graf Ferdinand de Lesseps.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Kanal von Korinth verbindet seit 1893 den Saronischen Golf mit dem Korinthischen und verkürzt damit die Fahrt von der Adria und dem Ionischen Meer zur Ägäis um 320 Kilometer (rund 200 Seemeilen). Der Seekanal durchbricht die Landenge des Peleponnes und der Landschaft Megaris in 6,3 km Länge, ist 24 m breit und bis zu 8 m tief. Der Gedanke, die beiden Meere zu verbinden, liegt mehr als nahe, und so fasste schon in der Antike der Tyrann Periandros (6. Jahrhundert vor Christus) diesen Plan. Er scheiterte an den technischen Schwierigkeiten ebenso wie der römische Kaiser Nero, der im Jahre 67 nach Christus mit einem goldenen Spaten den ersten Stich tat. Das Restliche überließ er 6.000 Sklaven aus Judäa. Wegen revolutionärer Umtriebe im eigenen Land konnte er sich um das Werk nicht weiter persönlich kümmern. So wurde das Projekt schließlich aufgegeben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a title="Aktienprospekt des Comptoir d`Escompte de Paris von 1882" href="http://www.wertpapiermuseum.de/museum_bilder/kk_sub1882.jpg" target="_blank"&gt;» Aktienprospekt des Comptoir d`Escompte de Paris von 1882&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die weitere Entwicklung bis zur Kanaleröffnung nahm – so ungewöhnlich das klingt – ihren Anfang in Panama: 1876 bis 1878 untersuchte der ungarische General Istvan Türr (1825-1908) – ein naturalisierter Italiener und Freund von Ferdinand de Lesseps – zusammen mit dem Kapitänleutnant Lucien Napoléon Bonaparte Wyse im Auftrag der „Société Civile Internationale du Canal Interocéanique du Darien (Türr-Syndikat)“ die Kanalroute über den Isthmus von Panama. Dem Türr-Syndikat gehörten neben Türr und seinem Schwager Wyse, der Bankier Baron Jacques de Reinach sowie weitere hohe französische Würdenträger an. Ein junger Landsmann Türr`s, der ungarische Ingenieur Béla Gerster (1850-1923) begleitete die Expeditionen. 1876 vereinbarte Türr für das Syndikat mit der Regierung von Kolumbien einen Konzessionsvertrag über 99 Jahre für den Bau eines Kanals über den Isthmus von Panama, zahlbar mit 750.000 Francs bis 1882. Wyse gelang es 1879 im Rahmen des Internationalen Kongresses der Société de Géographie in Paris, diesen Vertrag für 10 Mio. Francs an Ferdinand de Lesseps und seine zu gründende &lt;strong&gt;Compagnie Universelle du Canal Interocéanique de Panama&lt;/strong&gt; – die Lesseps`sche Panamakanal-Gesellschaft – zu verkaufen. Das Türr-Syndikat und der General profitierten davon enorm.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a title="Kanal im Bau mit Eisenbahnbrücke" href="http://www.wertpapiermuseum.de/museum_bilder/kk_ob_70448d_imgp4489.jpg" target="_blank"&gt;» Kanal im Bau mit Eisenbahnbrücke&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a title="Kanal im Bau" href="http://www.wertpapiermuseum.de/museum_bilder/kk_kanal_bruecke.jpg" target="_blank"&gt;» Kanal im Bau&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;1880 lernte General Türr in Aachen den Gouverneur der griechischen Nationalbank Marc Rénieri kennen. Beide diskutierten die Möglichkeit eines Kanalprojekts bei Korinth. Rénieri bot Türr die Konzession für diesen Kanal an, auf der Basis eines 1869 vom griechischen Parlament erlassenen Konzessionsgesetzes. Türr investierte sein mit der Panamakanalkonzession gewonnenes Geld und beauftragte den Ingenieur Béla Gerster mit einer Machbarkeitsstudie für einen Kanal über die Landenge von Korinth. Gerster untersuchte 1880 die Kanalroute, kam zu positiven Ergebnissen und schloss bereits 1881 in Athen für Türr mit der griechischen Regierung einen Konzessionsvertrag zum Bau und Betrieb eines Seekanals ab (Laufzeit 99 Jahre, Baubeginn innerhalb von 18 Monaten, geplante Fertigstellung bis 1887).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a title="Aktie 1882" href="http://www.wertpapiermuseum.de/museum_bilder/kk_los0707.jpg" target="_blank"&gt;» Aktie 1882&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Mit einem Konsortium um den Bankier de Reinach gründete Türr 1882 mit einem Aktienkapital von 30 Mio. französischen Goldfranken die &lt;strong&gt;Société Internationale du Canal Maritime de Corinthe&lt;/strong&gt; (Internationale Gesellschaft des Seekanals von Korinth) mit Sitz in Paris. Die Gesellschaft übernahm von Türr die Konzession. Türr wurde Präsident der Kanalgesellschaft. Das Klima für den Börsengang der Gesellschaft war zu diesem Zeitpunkt äußerst günstig, da der Kurs der Suezkanal-Aktien in ungeahnte Höhen geschnellt war und sich die Spekulanten um die 1880 emittierten Panamakanal-Aktien geradezu schlugen. So erstaunt es nicht, dass die im Mai 1882 herausgegebene 60.000 Aktien der Kanalgesellschaft fünfmal überzeichnet wurden. 6 Mio. Goldfranken wurden von Griechen gezeichnet, der Rest der Aktien wurde in Frankreich platziert.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;König Georg I von Griechenland tat gleichzeitig den ersten Spatenstich zum Bau des Kanals entlang der antiken Trasse des Kaisers Nero. Gerster war der Bauleiter am Kanal. 1887 waren 2.100 Arbeiter am Kanal beschäftigt. Kapitalbedarf stellte sich in diesem Jahr ein, da die Gruppe des berüchtigten Pariser Bankiers de Reinach sehr „großzügig“ mit den Geldmitteln der Gesellschaft gewirtschaftet hatte. Eine 6%ige Anleiheemission über 30 Mio. Goldfranken sollte deshalb im Mai 1888 in Paris begeben werden. Ein unglücklicher Zeitpunkt, da zur gleichen Zeit die Panamakanal-Gesellschaft fallierte. So wurden beim Börsengang lediglich 10 Mio. Goldfranken eingesammelt. Im Februar 1890 war die Gesellschaft dann endgültig zahlungsunfähig. Die Arbeiten wurden eingestellt, 8.2 Mio. Kubikmeter Erdreich und Fels hatte man ausgeschachtet, 2.6 Mio. Kubikmeter waren noch auszugraben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a title="Obligation 1888" href="http://www.wertpapiermuseum.de/museum_bilder/kk_los0658.jpg" target="_blank"&gt;» Obligation 1888&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In dieser kritischen Situation initiierten griechische Patrioten 1890 in Athen die Gründung der mit einem Kapital von 5 Mio. Goldfranken ausgestatteten Auffanggesellschaft &lt;strong&gt;Société Hellénique du Canal de Corinthe&lt;/strong&gt; (Griechische Gesellschaft des Kanals von Korinth). Der Konkursverwalter der alten Kanalgesellschaft übertrug die Konzession auf die neu gegründete Kanalgesellschaft. Anteilseigner und Gläubiger der alten Gesellschaft erhielten für ihre notleidenden Wertpapiere Besserungsscheine. 1893 wurde der Kanal durch die neue Gesellschaft fertiggestellt und dem Verkehr übergeben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;1907 wurde auch die neue Gesellschaft liquidiert und in die in Athen ansässige Betriebsgesellschaft &lt;strong&gt;Nouvelle Société du Canal de Corinthe&lt;/strong&gt; (Neue Gesellschaft des Kanals von Korinth) überführt. 1980 wurde der Betrieb des Kanals in die staateigene Corinth Canal Company überführt, 2001 der Betrieb privatisiert. Heute durchfahren rund 12.000 Schiffe jährlich den Kanal.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a title="Der Korinther Kanal heute" href="http://www.wertpapiermuseum.de/museum_bilder/kk_schifim%20kanal.jpg" target="_blank"&gt;» Der Korinther Kanal heute&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der folgende Bericht über die Finanzgeschichte des Kanals von Korinth wird durch einen Katalogteil abgerundet. Er erschließt alle von 1882 bis 1977 ausgegebenen Wertpapierzertifikate der drei Gesellschaften als Sammelgebiet. Der Bericht wendet sich an den Sammler alter Wertpapiere, ob er Anfänger oder Fortgeschrittener ist, und an jeden, der sich für die Hintergründe dieses Teils der Finanzgeschichte interessiert.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Die ausführliche und spannende Finanzgeschichte des Kanals von Korinth lesen Sie hier.&lt;br /&gt;Bitte Link klicken (pdf-Datei):&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;&lt;a title="Finanzgeschichte des Kanals von Korinth" href="http://www.nonvaleurs.de/pdf/kk.pdf" target="_blank"&gt;http://www.nonvaleurs.de/pdf/kk.pdf&lt;/a&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Besuchen Sie unser eWertpapiermuseum des EDHAC, um die bis heute bekannt gewordenen Wertpapieremissionen aus dem Zeitraum 1882-1977 zu studieren.&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;h3&gt;Über den Initiator der Ausstellung&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Initiator der Ausstellung &lt;strong&gt;„Finanzgeschichte des Kanals von Korinth“&lt;/strong&gt; ist Hans-Georg Glasemann. Er ist Fachautor und Sachverständiger für „Historische Wertpapiere“ und publiziert seit 1980 Bücher und Fachbeiträge auf diesem jungen Sammelgebiet, das in den letzten Jahrzehnten einen beispielslosen Aufschwung erlebt hat.&lt;/p&gt;</text>
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              <text>60.000 Inhaberobligationen über je 500 französische Goldfranken, ausgegeben 8.3.1888. Die mit 30.000.000 Goldfranken geplante Anleihe war mit 6% verzinslich, Zinstermine: 1. Oktober und 1. April. Die Obligationen sollten zu 500 Goldfranken innerhalb von 75 Jahren (ab 1. März 1891 bis 1965) zurückgezahlt werden. Lediglich 10.000.000 Goldfranken dieser Emission wurden platziert. Die Obligationen tragen in der Regel die Zinskupons No. 4 (1.4.1890) bis No. 52 (1.4.1914). Drei Zinskupons vom 1.10.1888 bis zum 1.10.1889 wurden bedient. Farbe: grün, seltene Stücke, Bewertung: 30-80 €. </text>
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                  <text>&lt;p&gt;Diese Ausstellung des EDHACs dokumentiert die „Historischen Wertpapiere“ des griechischen Kanals von Korinth aus dem Zeitraum 1882-1977. Weiterhin enthält die Ausstellung einen in Buchform gehaltenen, finanzhistorischen Bericht über den Bau und den Betrieb des geschichtsträchtigen Korinther Kanals.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Der Kanal von Korinth&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nur Wenige wissen, dass der griechische Kanal von Korinth so etwas wie das unbeachtete Patenkind der Suezkanal- bzw. Panamakanal-Gesellschaft ist. Die Patenschaft hatte seinerzeit der französische Suezkanalerbauer Graf Ferdinand de Lesseps.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Kanal von Korinth verbindet seit 1893 den Saronischen Golf mit dem Korinthischen und verkürzt damit die Fahrt von der Adria und dem Ionischen Meer zur Ägäis um 320 Kilometer (rund 200 Seemeilen). Der Seekanal durchbricht die Landenge des Peleponnes und der Landschaft Megaris in 6,3 km Länge, ist 24 m breit und bis zu 8 m tief. Der Gedanke, die beiden Meere zu verbinden, liegt mehr als nahe, und so fasste schon in der Antike der Tyrann Periandros (6. Jahrhundert vor Christus) diesen Plan. Er scheiterte an den technischen Schwierigkeiten ebenso wie der römische Kaiser Nero, der im Jahre 67 nach Christus mit einem goldenen Spaten den ersten Stich tat. Das Restliche überließ er 6.000 Sklaven aus Judäa. Wegen revolutionärer Umtriebe im eigenen Land konnte er sich um das Werk nicht weiter persönlich kümmern. So wurde das Projekt schließlich aufgegeben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a title="Aktienprospekt des Comptoir d`Escompte de Paris von 1882" href="http://www.wertpapiermuseum.de/museum_bilder/kk_sub1882.jpg" target="_blank"&gt;» Aktienprospekt des Comptoir d`Escompte de Paris von 1882&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die weitere Entwicklung bis zur Kanaleröffnung nahm – so ungewöhnlich das klingt – ihren Anfang in Panama: 1876 bis 1878 untersuchte der ungarische General Istvan Türr (1825-1908) – ein naturalisierter Italiener und Freund von Ferdinand de Lesseps – zusammen mit dem Kapitänleutnant Lucien Napoléon Bonaparte Wyse im Auftrag der „Société Civile Internationale du Canal Interocéanique du Darien (Türr-Syndikat)“ die Kanalroute über den Isthmus von Panama. Dem Türr-Syndikat gehörten neben Türr und seinem Schwager Wyse, der Bankier Baron Jacques de Reinach sowie weitere hohe französische Würdenträger an. Ein junger Landsmann Türr`s, der ungarische Ingenieur Béla Gerster (1850-1923) begleitete die Expeditionen. 1876 vereinbarte Türr für das Syndikat mit der Regierung von Kolumbien einen Konzessionsvertrag über 99 Jahre für den Bau eines Kanals über den Isthmus von Panama, zahlbar mit 750.000 Francs bis 1882. Wyse gelang es 1879 im Rahmen des Internationalen Kongresses der Société de Géographie in Paris, diesen Vertrag für 10 Mio. Francs an Ferdinand de Lesseps und seine zu gründende &lt;strong&gt;Compagnie Universelle du Canal Interocéanique de Panama&lt;/strong&gt; – die Lesseps`sche Panamakanal-Gesellschaft – zu verkaufen. Das Türr-Syndikat und der General profitierten davon enorm.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a title="Kanal im Bau mit Eisenbahnbrücke" href="http://www.wertpapiermuseum.de/museum_bilder/kk_ob_70448d_imgp4489.jpg" target="_blank"&gt;» Kanal im Bau mit Eisenbahnbrücke&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a title="Kanal im Bau" href="http://www.wertpapiermuseum.de/museum_bilder/kk_kanal_bruecke.jpg" target="_blank"&gt;» Kanal im Bau&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;1880 lernte General Türr in Aachen den Gouverneur der griechischen Nationalbank Marc Rénieri kennen. Beide diskutierten die Möglichkeit eines Kanalprojekts bei Korinth. Rénieri bot Türr die Konzession für diesen Kanal an, auf der Basis eines 1869 vom griechischen Parlament erlassenen Konzessionsgesetzes. Türr investierte sein mit der Panamakanalkonzession gewonnenes Geld und beauftragte den Ingenieur Béla Gerster mit einer Machbarkeitsstudie für einen Kanal über die Landenge von Korinth. Gerster untersuchte 1880 die Kanalroute, kam zu positiven Ergebnissen und schloss bereits 1881 in Athen für Türr mit der griechischen Regierung einen Konzessionsvertrag zum Bau und Betrieb eines Seekanals ab (Laufzeit 99 Jahre, Baubeginn innerhalb von 18 Monaten, geplante Fertigstellung bis 1887).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a title="Aktie 1882" href="http://www.wertpapiermuseum.de/museum_bilder/kk_los0707.jpg" target="_blank"&gt;» Aktie 1882&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Mit einem Konsortium um den Bankier de Reinach gründete Türr 1882 mit einem Aktienkapital von 30 Mio. französischen Goldfranken die &lt;strong&gt;Société Internationale du Canal Maritime de Corinthe&lt;/strong&gt; (Internationale Gesellschaft des Seekanals von Korinth) mit Sitz in Paris. Die Gesellschaft übernahm von Türr die Konzession. Türr wurde Präsident der Kanalgesellschaft. Das Klima für den Börsengang der Gesellschaft war zu diesem Zeitpunkt äußerst günstig, da der Kurs der Suezkanal-Aktien in ungeahnte Höhen geschnellt war und sich die Spekulanten um die 1880 emittierten Panamakanal-Aktien geradezu schlugen. So erstaunt es nicht, dass die im Mai 1882 herausgegebene 60.000 Aktien der Kanalgesellschaft fünfmal überzeichnet wurden. 6 Mio. Goldfranken wurden von Griechen gezeichnet, der Rest der Aktien wurde in Frankreich platziert.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;König Georg I von Griechenland tat gleichzeitig den ersten Spatenstich zum Bau des Kanals entlang der antiken Trasse des Kaisers Nero. Gerster war der Bauleiter am Kanal. 1887 waren 2.100 Arbeiter am Kanal beschäftigt. Kapitalbedarf stellte sich in diesem Jahr ein, da die Gruppe des berüchtigten Pariser Bankiers de Reinach sehr „großzügig“ mit den Geldmitteln der Gesellschaft gewirtschaftet hatte. Eine 6%ige Anleiheemission über 30 Mio. Goldfranken sollte deshalb im Mai 1888 in Paris begeben werden. Ein unglücklicher Zeitpunkt, da zur gleichen Zeit die Panamakanal-Gesellschaft fallierte. So wurden beim Börsengang lediglich 10 Mio. Goldfranken eingesammelt. Im Februar 1890 war die Gesellschaft dann endgültig zahlungsunfähig. Die Arbeiten wurden eingestellt, 8.2 Mio. Kubikmeter Erdreich und Fels hatte man ausgeschachtet, 2.6 Mio. Kubikmeter waren noch auszugraben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a title="Obligation 1888" href="http://www.wertpapiermuseum.de/museum_bilder/kk_los0658.jpg" target="_blank"&gt;» Obligation 1888&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In dieser kritischen Situation initiierten griechische Patrioten 1890 in Athen die Gründung der mit einem Kapital von 5 Mio. Goldfranken ausgestatteten Auffanggesellschaft &lt;strong&gt;Société Hellénique du Canal de Corinthe&lt;/strong&gt; (Griechische Gesellschaft des Kanals von Korinth). Der Konkursverwalter der alten Kanalgesellschaft übertrug die Konzession auf die neu gegründete Kanalgesellschaft. Anteilseigner und Gläubiger der alten Gesellschaft erhielten für ihre notleidenden Wertpapiere Besserungsscheine. 1893 wurde der Kanal durch die neue Gesellschaft fertiggestellt und dem Verkehr übergeben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;1907 wurde auch die neue Gesellschaft liquidiert und in die in Athen ansässige Betriebsgesellschaft &lt;strong&gt;Nouvelle Société du Canal de Corinthe&lt;/strong&gt; (Neue Gesellschaft des Kanals von Korinth) überführt. 1980 wurde der Betrieb des Kanals in die staateigene Corinth Canal Company überführt, 2001 der Betrieb privatisiert. Heute durchfahren rund 12.000 Schiffe jährlich den Kanal.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a title="Der Korinther Kanal heute" href="http://www.wertpapiermuseum.de/museum_bilder/kk_schifim%20kanal.jpg" target="_blank"&gt;» Der Korinther Kanal heute&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der folgende Bericht über die Finanzgeschichte des Kanals von Korinth wird durch einen Katalogteil abgerundet. Er erschließt alle von 1882 bis 1977 ausgegebenen Wertpapierzertifikate der drei Gesellschaften als Sammelgebiet. Der Bericht wendet sich an den Sammler alter Wertpapiere, ob er Anfänger oder Fortgeschrittener ist, und an jeden, der sich für die Hintergründe dieses Teils der Finanzgeschichte interessiert.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Die ausführliche und spannende Finanzgeschichte des Kanals von Korinth lesen Sie hier.&lt;br /&gt;Bitte Link klicken (pdf-Datei):&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;&lt;a title="Finanzgeschichte des Kanals von Korinth" href="http://www.nonvaleurs.de/pdf/kk.pdf" target="_blank"&gt;http://www.nonvaleurs.de/pdf/kk.pdf&lt;/a&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Besuchen Sie unser eWertpapiermuseum des EDHAC, um die bis heute bekannt gewordenen Wertpapieremissionen aus dem Zeitraum 1882-1977 zu studieren.&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;h3&gt;Über den Initiator der Ausstellung&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Initiator der Ausstellung &lt;strong&gt;„Finanzgeschichte des Kanals von Korinth“&lt;/strong&gt; ist Hans-Georg Glasemann. Er ist Fachautor und Sachverständiger für „Historische Wertpapiere“ und publiziert seit 1980 Bücher und Fachbeiträge auf diesem jungen Sammelgebiet, das in den letzten Jahrzehnten einen beispielslosen Aufschwung erlebt hat.&lt;/p&gt;</text>
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              <text>Société Internationale du Canal Maritime de Corinthe (Internationale Gesellschaft des Seekanals von Korinth) 1882-1890</text>
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              <text>60.000 Inhaberobligationen über je 500 französische Goldfranken, ausgegeben 8.3.1888. Die mit 30.000.000 Goldfranken geplante Anleihe war mit 6% verzinslich, Zinstermine: 1. Oktober und 1. April. Die Obligationen sollten zu 500 Goldfranken innerhalb von 75 Jahren (ab 1. März 1891 bis 1965) zurückgezahlt werden. Lediglich 10.000.000 Goldfranken dieser Emission wurden platziert. Die Obligationen tragen in der Regel die Zinskupons No. 4 (1.4.1890) bis No. 52 (1.4.1914). Drei Zinskupons vom 1.10.1888 bis zum 1.10.1889 wurden bedient. Farbe: grün, seltene Stücke, Bewertung: 30-80 €. </text>
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Sollte dem Dateinamen der Abbildung entsprechen, z.B. mf001.jpg</description>
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        <description>The Dublin Core metadata element set is common to all Omeka records, including items, files, and collections. For more information see, http://dublincore.org/documents/dces/.</description>
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                <text>Société Internationale du Canal Maritime de Corinthe (Internationale Gesellschaft des Seekanals von Korinth) 1882-1890 (KK030b)</text>
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                <text>Inhaberobligationen (Obligations au Porteur) über je 500 französische Goldfranken - Bild mit Kupons</text>
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                  <text>&lt;strong&gt;Historische Wertpapiere von Informationstechnologie-Unternehmen&lt;/strong&gt;</text>
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                  <text>&lt;p&gt;Die hier gezeigte Sammlung von 60 Historischen Wertpapieren aus der Welt der Informationstechnologie (IT-Werte) wurde im Laufe von rund 20 Jahren von einem schwäbischen Informatiker und Sammler zusammengetragen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Als schwäbischer Sammler will man nicht allzu viel Geld für das Hobby „Historische Wertpapiere“ ausgeben. Wenn man Wertpapiere von Firmen der Branche Informationstechnologie sammelt, in der man selber beruflich tätig ist, dann sind einem viele Firmen bekannt, deren alte Wertpapiere auf dem Markt sind. Das spart Zeit bei der Recherche.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Im Gegensatz zu anderen Sammelgebieten sind die Preise für Historische Wertpapiere von Gesellschaften aus der Informationstechnologie im Allgemeinen sehr moderat. Und obwohl die IT- Branche relativ jung ist, gibt es doch weltweit eine mindestens dreistellige Anzahl alter Wertpapiere von mehr oder weniger bekannten Firmen, die dem Bereich Informationstechnologie verbunden waren oder sind. Somit kann man relativ schnell eine kleine Sammlung zu dieser Thematik aufbauen. Nachdem heute die Welt der Informationstechnologie mit der Telekommunikation zusammenwächst, kann die Sammlung der IT-Werte gern auch um dieses Thema erweitert werden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Beim Durchblättern dieser Sammlung von 60 Wertpapieren fallen mir persönlich immer wieder meine Berührungspunkte mit verschiedenen Informationstechnologie-Firmen ein, hier ein paar Beispiele:&lt;/p&gt;
&lt;ul&gt;&lt;li&gt;Computerunterricht in Wirtschaftsgymnasium mit Computern von &lt;strong&gt;Commodore&lt;/strong&gt; (mit Musikkassette als Speichermedium) und &lt;strong&gt;Olivetti&lt;/strong&gt; (mit 8-Zoll-Diskette)&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Erster eigener Homecomputer von &lt;strong&gt;Schneider&lt;/strong&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Computerzeitschriften von &lt;strong&gt;Markt &amp;amp; Technik&lt;/strong&gt; gekauft&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Während des Studiums wurde an der Hochschule der alte &lt;strong&gt;Sperry-Rand&lt;/strong&gt;-Großrechner (mit Lochkarten) durch einen IBM-Großrechner (mit Bildschirm-Terminals) ersetzt&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Vorstellungsgespräch bei &lt;strong&gt;Nixdorf&lt;/strong&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;ITT&lt;/strong&gt; Xtra-PC an der ersten Arbeitsstelle mit Zugriff auf den &lt;strong&gt;IBM&lt;/strong&gt;-Großrechner, &lt;strong&gt;Intel&lt;/strong&gt;-Prozessor und Microsoft-Betriebssystem, spätere PCs kommen von &lt;strong&gt;Dell&lt;/strong&gt; und &lt;strong&gt;HP&lt;/strong&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Unsere &lt;strong&gt;Digital Equipment&lt;/strong&gt;-Server mit &lt;strong&gt;Motorola&lt;/strong&gt;-Prozessoren waren im &lt;strong&gt;DEC&lt;/strong&gt;-Raum aufgebaut, von manchen als Deck-Raum missverstanden&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;In unserer Systemprogrammierung war ein Kollege ausschließlich für &lt;strong&gt;die Xerox&lt;/strong&gt;-Drucker zuständig&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Konfiguration von ITT-Netzwerkrechnern, die von &lt;strong&gt;NCR&lt;/strong&gt; produziert wurden&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Konfiguration von Multiprotokoll-Routern der Firma &lt;strong&gt;Cisco&lt;/strong&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;StorageTek&lt;/strong&gt;-Magnetbandrobotersysteme im Rechenzentrum&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Konfiguration von Firewalls der Firmen &lt;strong&gt;Sun&lt;/strong&gt; und &lt;strong&gt;Lucent&lt;/strong&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;ADP&lt;/strong&gt; übernimmt die Lohnbuchhaltung des Arbeitgebers&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Projekte zusammen mit &lt;strong&gt;EDS&lt;/strong&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Nutzung des &lt;strong&gt;Yahoo&lt;/strong&gt;-Webportals&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;&lt;p&gt;Wilhelm Leiter&lt;/p&gt;</text>
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              <text>Die Software Aktiengesellschaft wurde 1969 gegründet. Das Datenbank-Management-System ADABAS wurde 1971 vorgestellt. Das Programmiersystem Natural wurde Ende der siebziger Jahre entwickelt. Die Software AG mit Sitz in Darmstadt gehört zu den Weltmarktführern bei Softwarelösungen für Unternehmen und verbundene Dienstleistungen. Ihre Produkte ermöglichen es, Geschäftsprozesse zu analysieren, zu verwalten und IT-Infrastrukturen zu steuern.</text>
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              <text>&lt;a title="Software AG" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Software_AG" target="_blank"&gt;Software AG&lt;/a&gt;</text>
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                  <text>&lt;strong&gt;Historische Wertpapiere von Informationstechnologie-Unternehmen&lt;/strong&gt;</text>
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                  <text>&lt;p&gt;Die hier gezeigte Sammlung von 60 Historischen Wertpapieren aus der Welt der Informationstechnologie (IT-Werte) wurde im Laufe von rund 20 Jahren von einem schwäbischen Informatiker und Sammler zusammengetragen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Als schwäbischer Sammler will man nicht allzu viel Geld für das Hobby „Historische Wertpapiere“ ausgeben. Wenn man Wertpapiere von Firmen der Branche Informationstechnologie sammelt, in der man selber beruflich tätig ist, dann sind einem viele Firmen bekannt, deren alte Wertpapiere auf dem Markt sind. Das spart Zeit bei der Recherche.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Im Gegensatz zu anderen Sammelgebieten sind die Preise für Historische Wertpapiere von Gesellschaften aus der Informationstechnologie im Allgemeinen sehr moderat. Und obwohl die IT- Branche relativ jung ist, gibt es doch weltweit eine mindestens dreistellige Anzahl alter Wertpapiere von mehr oder weniger bekannten Firmen, die dem Bereich Informationstechnologie verbunden waren oder sind. Somit kann man relativ schnell eine kleine Sammlung zu dieser Thematik aufbauen. Nachdem heute die Welt der Informationstechnologie mit der Telekommunikation zusammenwächst, kann die Sammlung der IT-Werte gern auch um dieses Thema erweitert werden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Beim Durchblättern dieser Sammlung von 60 Wertpapieren fallen mir persönlich immer wieder meine Berührungspunkte mit verschiedenen Informationstechnologie-Firmen ein, hier ein paar Beispiele:&lt;/p&gt;
&lt;ul&gt;&lt;li&gt;Computerunterricht in Wirtschaftsgymnasium mit Computern von &lt;strong&gt;Commodore&lt;/strong&gt; (mit Musikkassette als Speichermedium) und &lt;strong&gt;Olivetti&lt;/strong&gt; (mit 8-Zoll-Diskette)&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Erster eigener Homecomputer von &lt;strong&gt;Schneider&lt;/strong&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Computerzeitschriften von &lt;strong&gt;Markt &amp;amp; Technik&lt;/strong&gt; gekauft&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Während des Studiums wurde an der Hochschule der alte &lt;strong&gt;Sperry-Rand&lt;/strong&gt;-Großrechner (mit Lochkarten) durch einen IBM-Großrechner (mit Bildschirm-Terminals) ersetzt&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Vorstellungsgespräch bei &lt;strong&gt;Nixdorf&lt;/strong&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;ITT&lt;/strong&gt; Xtra-PC an der ersten Arbeitsstelle mit Zugriff auf den &lt;strong&gt;IBM&lt;/strong&gt;-Großrechner, &lt;strong&gt;Intel&lt;/strong&gt;-Prozessor und Microsoft-Betriebssystem, spätere PCs kommen von &lt;strong&gt;Dell&lt;/strong&gt; und &lt;strong&gt;HP&lt;/strong&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Unsere &lt;strong&gt;Digital Equipment&lt;/strong&gt;-Server mit &lt;strong&gt;Motorola&lt;/strong&gt;-Prozessoren waren im &lt;strong&gt;DEC&lt;/strong&gt;-Raum aufgebaut, von manchen als Deck-Raum missverstanden&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;In unserer Systemprogrammierung war ein Kollege ausschließlich für &lt;strong&gt;die Xerox&lt;/strong&gt;-Drucker zuständig&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Konfiguration von ITT-Netzwerkrechnern, die von &lt;strong&gt;NCR&lt;/strong&gt; produziert wurden&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Konfiguration von Multiprotokoll-Routern der Firma &lt;strong&gt;Cisco&lt;/strong&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;StorageTek&lt;/strong&gt;-Magnetbandrobotersysteme im Rechenzentrum&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Konfiguration von Firewalls der Firmen &lt;strong&gt;Sun&lt;/strong&gt; und &lt;strong&gt;Lucent&lt;/strong&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;ADP&lt;/strong&gt; übernimmt die Lohnbuchhaltung des Arbeitgebers&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Projekte zusammen mit &lt;strong&gt;EDS&lt;/strong&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Nutzung des &lt;strong&gt;Yahoo&lt;/strong&gt;-Webportals&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;&lt;p&gt;Wilhelm Leiter&lt;/p&gt;</text>
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              <text>Sperry Rand Corporation</text>
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              <text>Im Jahr 1955 fusionierte die Sperry Corporation mit der Computerfirma Remington-Rand. Der neue Firmenname war Sperry Rand Corporation. Der bei Remington-Rand vorgestellte UNIVAC-Großrechner wurde zu einer erfolgreichen UNIVAC-Computerserie weiterentwickelt. 1978 konzentrierte sich Sperry Rand auf das Geschäftsfeld Computer und verkaufte andere Geschäftsbereiche wie z.B. Sperry Aerospace. Der Firmenname war jetzt „Sperry Corporation“. 1986 fusionierten Sperry und Burroughs Corporation. Unisys wurde der neue Firmenname.</text>
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              <text>&lt;a title="Sperry Corporation" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Sperry_Corporation" target="_blank"&gt;Sperry Corporation&lt;/a&gt;</text>
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                  <text>&lt;p&gt;Vor über dreißig Jahren begann ein Frankfurter Sammler, hauptberuflich Mediziner, mit großem Elan eine Sammlung „Historischer Wertpapiere“ unter dem Motto „Von der Wiege bis zur Bahre“ aufzubauen. Die interessantesten, teilweise auch ungewöhnlichsten Werte seiner heute sehr umfangreichen Sammlung sind 66 Historische Wertpapiere von Friedhöfen und Bestattungsinstituten, die wir ihnen hier im virtuellen Wertpapiermuseum des EDHAC erstmals vorstellen können.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;&lt;a title="Bradford Cemetery" href="http://www.wertpapiermuseum.de/museum_bilder/mf031.jpg" target="_blank"&gt;Bradford Cemetery&lt;/a&gt;, schmucke Friedhofsaktie aus Yorkshire, wo auch der berühmte Pudding herkommt. Die Aktionäre brauchten bei Gründung 1853 nur 3 Pfund und Six Pence einzuzahlen, für die restlichen 6 Pfund, 19 Shilling und Six Pence konnten sie sich bis 1907 - fast 50 Jahre - Zeit lassen. Rückseitig viele Übertragungen. &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Besagter Sammler wurde insbesondere wegen seiner Friedhofsaktien von einigen Sammlerkollegen bestaunt, von anderen belächelt. Wie kann jemand nur Friedhofsaktien sammeln? Und vielleicht auch noch verschenken? Und schon fand sich 1992 in der Fachzeitschrift „Der Wertpapiersammler“ eine herrliche Glosse über einen Sammler der zur Promotion Historischer Wertpapiere Friedhofsaktien verschenkte. So titelte der Bericht: &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Friedhofsaktien - ganz neue Erkenntnisse&lt;/strong&gt; &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Redaktion schätzt sich glücklich, Arnold S. Marketier als neuen Gastautor gewonnen zu haben. Marketier hat sich im Stillen seit Jahren intensiv um die Verbreitung unseres Hobbys ungemein verdient gemacht. Er wird Ihnen seine oft ganz unkonventionellen Ideen zur Promotion des Marktes von Historischen Wertpapieren vorstellen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Wie Sie sich denken können, bin ich häufig zu gesellschaftlichen Anlässen eingeladen. Die Leute wissen nämlich, dass ich keine Blumen und keine Flasche Wein mitbringe, sondern ein altes Wertpapier, das ich auf meinen ausgedehnten Reisen, z.B. in England und den USA durch meine zugegebenermaßen guten Beziehungen zum Teil sehr günstig einkaufen kann. Da ich schon jetzt weit mehr Papiere habe, als ich Einladungen entgegennehmen kann, habe ich mich überreden lassen, diesen und ähnliche Geheimtipps einem begrenzten und - wie mir versichert wird - exklusiven Publikum zugänglich zu machen. Die einzigen Einladungen, die ich früher immer ausschlug, waren Beerdigungen. Erst nach dem mir vor ein paar Jahren ein Posten Friedhofsaktien in die Hände fiel, änderte sich meine Haltung grundlegend. Sie wissen selbst, wieviel Erklärungsarbeit nötig ist, auch nur einen einzigen neuen Sammler zu gewinnen. Auf gewöhnlichen Festen musste ich mich oft ärgern, wenn sich Gäste den Erläuterungen zu meinem Gastgeschenk manchmal schon nach zehn oder zwanzig Minuten entzogen. Ganz anders Beerdigungen. Hier habe ich allerbeste Erfahrungen gemacht. Die Leute sind hier viel aufnahmebereiter. Aber es gibt ein paar Dinge, auf die Sie unbedingt achten müssen: &lt;br /&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;ol&gt;&lt;li&gt;&lt;em&gt;Nur Friedhofsaktien in dezenter Aufmachung schenken (nicht in den grellen Farben, wie sie vielleicht auf Haiti üblich sind).&lt;/em&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;em&gt;Die Rahmung unbedingt in Holz, schlichtes schwarz, keinesfalls in eleganter Lackierung oder schwarzem Plastik.&lt;/em&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;em&gt;Die Aktie darf den Hinterbliebenen auf keinen Fall gleich am Anfang überreicht werden.&lt;/em&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;em&gt;Kommen Sie nicht zu früh (zu wenig Publikum) und nicht zu spät (begräbnisübliche Endheiterkeit schon zu weit fortgeschritten).&lt;/em&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;em&gt;Sprechen Sie, bevor Sie für Ihre Rede um Gehör bitten, kurz mit dem Geistlichen unter vier Augen (über das Wetter oder sonst Unverbindliches); das erhöht sofort Ihre Bedeutung in den Augen der Besucher, von denen die meisten Sie nicht kennen.&lt;/em&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;em&gt;Bei Ihrer Gedenkrede sollten Sie den Namen des Verstorbenen bereit haben (notfalls Spickzettel) und am Anfang auch erwähnen; ein paar Worte über die Vergänglichkeit schlechthin, was sofort die Brücke schlägt zu den Wertpapieren untergegangener Unternehmen. Es folgt ein kurzer Abriss über die Preisentwicklung seit 1973 im Vergleich zu Briefmarken, Münzen und Impressionisten mit dem ungefähren Nachholbedarf. Ein kurzer Ausflug zu Friedhofsaktien, spezielle Würdigung des Mitbringsels, führt zu dem traurigen Anlass zurück. Hier ist jetzt etwas Humor durchaus erlaubt, besonders wenn der sich nicht selten für das Ableben des Verstorbenen verantwortliche Chirurg unter den Trauergästen befindet.&lt;/em&gt;&lt;/li&gt;
&lt;/ol&gt;&lt;p&gt;&lt;em&gt;Folgender Scherz hat sich ganz gut bewährt: „Dass die Initiatoren und Hauptaktionäre von Friedhofs- und Bestattungsunternehmen aus naheliegenden Gründen meist Mediziner waren, grenzt an üble Nachrede. In Wirklichkeit ist allgemein bekannt, dass sie sich dabei durch Trustees oder sonstige Strohmänner vertreten ließen.“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Abschließend erwähnen Sie das Bedauern, das der Verblichene empfunden haben mag, eben diesem Vortrag nicht beigewohnt haben zu können. Dann: Die Übergabe der gerahmten Friedhofsaktie an den Haupterben. Ich kann mir schon denken, dass mancher Leser diese meine Bemühungen für lächerlich und unpassend hält. Er mag sich gesagt sein lassen, dass trotz steigender Lebenserwartung die Zahl der Begräbnisse unablässig zunehmen wird, und ich, wenn es sich einrichten lässt, auf seiner Veranstaltung vielleicht das letzte Wort haben könnte.&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;</text>
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              <text>Der katholische St. Andrew`s Church Friedhof wurde 1869 in Bridgetown, Township of Rockhill gegründet und existiert heute nicht mehr.</text>
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                  <text>&lt;p&gt;Vor über dreißig Jahren begann ein Frankfurter Sammler, hauptberuflich Mediziner, mit großem Elan eine Sammlung „Historischer Wertpapiere“ unter dem Motto „Von der Wiege bis zur Bahre“ aufzubauen. Die interessantesten, teilweise auch ungewöhnlichsten Werte seiner heute sehr umfangreichen Sammlung sind 66 Historische Wertpapiere von Friedhöfen und Bestattungsinstituten, die wir ihnen hier im virtuellen Wertpapiermuseum des EDHAC erstmals vorstellen können.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;&lt;a title="Bradford Cemetery" href="http://www.wertpapiermuseum.de/museum_bilder/mf031.jpg" target="_blank"&gt;Bradford Cemetery&lt;/a&gt;, schmucke Friedhofsaktie aus Yorkshire, wo auch der berühmte Pudding herkommt. Die Aktionäre brauchten bei Gründung 1853 nur 3 Pfund und Six Pence einzuzahlen, für die restlichen 6 Pfund, 19 Shilling und Six Pence konnten sie sich bis 1907 - fast 50 Jahre - Zeit lassen. Rückseitig viele Übertragungen. &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Besagter Sammler wurde insbesondere wegen seiner Friedhofsaktien von einigen Sammlerkollegen bestaunt, von anderen belächelt. Wie kann jemand nur Friedhofsaktien sammeln? Und vielleicht auch noch verschenken? Und schon fand sich 1992 in der Fachzeitschrift „Der Wertpapiersammler“ eine herrliche Glosse über einen Sammler der zur Promotion Historischer Wertpapiere Friedhofsaktien verschenkte. So titelte der Bericht: &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Friedhofsaktien - ganz neue Erkenntnisse&lt;/strong&gt; &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Redaktion schätzt sich glücklich, Arnold S. Marketier als neuen Gastautor gewonnen zu haben. Marketier hat sich im Stillen seit Jahren intensiv um die Verbreitung unseres Hobbys ungemein verdient gemacht. Er wird Ihnen seine oft ganz unkonventionellen Ideen zur Promotion des Marktes von Historischen Wertpapieren vorstellen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Wie Sie sich denken können, bin ich häufig zu gesellschaftlichen Anlässen eingeladen. Die Leute wissen nämlich, dass ich keine Blumen und keine Flasche Wein mitbringe, sondern ein altes Wertpapier, das ich auf meinen ausgedehnten Reisen, z.B. in England und den USA durch meine zugegebenermaßen guten Beziehungen zum Teil sehr günstig einkaufen kann. Da ich schon jetzt weit mehr Papiere habe, als ich Einladungen entgegennehmen kann, habe ich mich überreden lassen, diesen und ähnliche Geheimtipps einem begrenzten und - wie mir versichert wird - exklusiven Publikum zugänglich zu machen. Die einzigen Einladungen, die ich früher immer ausschlug, waren Beerdigungen. Erst nach dem mir vor ein paar Jahren ein Posten Friedhofsaktien in die Hände fiel, änderte sich meine Haltung grundlegend. Sie wissen selbst, wieviel Erklärungsarbeit nötig ist, auch nur einen einzigen neuen Sammler zu gewinnen. Auf gewöhnlichen Festen musste ich mich oft ärgern, wenn sich Gäste den Erläuterungen zu meinem Gastgeschenk manchmal schon nach zehn oder zwanzig Minuten entzogen. Ganz anders Beerdigungen. Hier habe ich allerbeste Erfahrungen gemacht. Die Leute sind hier viel aufnahmebereiter. Aber es gibt ein paar Dinge, auf die Sie unbedingt achten müssen: &lt;br /&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;ol&gt;&lt;li&gt;&lt;em&gt;Nur Friedhofsaktien in dezenter Aufmachung schenken (nicht in den grellen Farben, wie sie vielleicht auf Haiti üblich sind).&lt;/em&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;em&gt;Die Rahmung unbedingt in Holz, schlichtes schwarz, keinesfalls in eleganter Lackierung oder schwarzem Plastik.&lt;/em&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;em&gt;Die Aktie darf den Hinterbliebenen auf keinen Fall gleich am Anfang überreicht werden.&lt;/em&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;em&gt;Kommen Sie nicht zu früh (zu wenig Publikum) und nicht zu spät (begräbnisübliche Endheiterkeit schon zu weit fortgeschritten).&lt;/em&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;em&gt;Sprechen Sie, bevor Sie für Ihre Rede um Gehör bitten, kurz mit dem Geistlichen unter vier Augen (über das Wetter oder sonst Unverbindliches); das erhöht sofort Ihre Bedeutung in den Augen der Besucher, von denen die meisten Sie nicht kennen.&lt;/em&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;em&gt;Bei Ihrer Gedenkrede sollten Sie den Namen des Verstorbenen bereit haben (notfalls Spickzettel) und am Anfang auch erwähnen; ein paar Worte über die Vergänglichkeit schlechthin, was sofort die Brücke schlägt zu den Wertpapieren untergegangener Unternehmen. Es folgt ein kurzer Abriss über die Preisentwicklung seit 1973 im Vergleich zu Briefmarken, Münzen und Impressionisten mit dem ungefähren Nachholbedarf. Ein kurzer Ausflug zu Friedhofsaktien, spezielle Würdigung des Mitbringsels, führt zu dem traurigen Anlass zurück. Hier ist jetzt etwas Humor durchaus erlaubt, besonders wenn der sich nicht selten für das Ableben des Verstorbenen verantwortliche Chirurg unter den Trauergästen befindet.&lt;/em&gt;&lt;/li&gt;
&lt;/ol&gt;&lt;p&gt;&lt;em&gt;Folgender Scherz hat sich ganz gut bewährt: „Dass die Initiatoren und Hauptaktionäre von Friedhofs- und Bestattungsunternehmen aus naheliegenden Gründen meist Mediziner waren, grenzt an üble Nachrede. In Wirklichkeit ist allgemein bekannt, dass sie sich dabei durch Trustees oder sonstige Strohmänner vertreten ließen.“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Abschließend erwähnen Sie das Bedauern, das der Verblichene empfunden haben mag, eben diesem Vortrag nicht beigewohnt haben zu können. Dann: Die Übergabe der gerahmten Friedhofsaktie an den Haupterben. Ich kann mir schon denken, dass mancher Leser diese meine Bemühungen für lächerlich und unpassend hält. Er mag sich gesagt sein lassen, dass trotz steigender Lebenserwartung die Zahl der Begräbnisse unablässig zunehmen wird, und ich, wenn es sich einrichten lässt, auf seiner Veranstaltung vielleicht das letzte Wort haben könnte.&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;</text>
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&lt;p&gt;&lt;em&gt;&lt;a title="Bradford Cemetery" href="http://www.wertpapiermuseum.de/museum_bilder/mf031.jpg" target="_blank"&gt;Bradford Cemetery&lt;/a&gt;, schmucke Friedhofsaktie aus Yorkshire, wo auch der berühmte Pudding herkommt. Die Aktionäre brauchten bei Gründung 1853 nur 3 Pfund und Six Pence einzuzahlen, für die restlichen 6 Pfund, 19 Shilling und Six Pence konnten sie sich bis 1907 - fast 50 Jahre - Zeit lassen. Rückseitig viele Übertragungen. &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Besagter Sammler wurde insbesondere wegen seiner Friedhofsaktien von einigen Sammlerkollegen bestaunt, von anderen belächelt. Wie kann jemand nur Friedhofsaktien sammeln? Und vielleicht auch noch verschenken? Und schon fand sich 1992 in der Fachzeitschrift „Der Wertpapiersammler“ eine herrliche Glosse über einen Sammler der zur Promotion Historischer Wertpapiere Friedhofsaktien verschenkte. So titelte der Bericht: &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Friedhofsaktien - ganz neue Erkenntnisse&lt;/strong&gt; &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Redaktion schätzt sich glücklich, Arnold S. Marketier als neuen Gastautor gewonnen zu haben. Marketier hat sich im Stillen seit Jahren intensiv um die Verbreitung unseres Hobbys ungemein verdient gemacht. Er wird Ihnen seine oft ganz unkonventionellen Ideen zur Promotion des Marktes von Historischen Wertpapieren vorstellen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Wie Sie sich denken können, bin ich häufig zu gesellschaftlichen Anlässen eingeladen. Die Leute wissen nämlich, dass ich keine Blumen und keine Flasche Wein mitbringe, sondern ein altes Wertpapier, das ich auf meinen ausgedehnten Reisen, z.B. in England und den USA durch meine zugegebenermaßen guten Beziehungen zum Teil sehr günstig einkaufen kann. Da ich schon jetzt weit mehr Papiere habe, als ich Einladungen entgegennehmen kann, habe ich mich überreden lassen, diesen und ähnliche Geheimtipps einem begrenzten und - wie mir versichert wird - exklusiven Publikum zugänglich zu machen. Die einzigen Einladungen, die ich früher immer ausschlug, waren Beerdigungen. Erst nach dem mir vor ein paar Jahren ein Posten Friedhofsaktien in die Hände fiel, änderte sich meine Haltung grundlegend. Sie wissen selbst, wieviel Erklärungsarbeit nötig ist, auch nur einen einzigen neuen Sammler zu gewinnen. Auf gewöhnlichen Festen musste ich mich oft ärgern, wenn sich Gäste den Erläuterungen zu meinem Gastgeschenk manchmal schon nach zehn oder zwanzig Minuten entzogen. Ganz anders Beerdigungen. Hier habe ich allerbeste Erfahrungen gemacht. Die Leute sind hier viel aufnahmebereiter. Aber es gibt ein paar Dinge, auf die Sie unbedingt achten müssen: &lt;br /&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;ol&gt;&lt;li&gt;&lt;em&gt;Nur Friedhofsaktien in dezenter Aufmachung schenken (nicht in den grellen Farben, wie sie vielleicht auf Haiti üblich sind).&lt;/em&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;em&gt;Die Rahmung unbedingt in Holz, schlichtes schwarz, keinesfalls in eleganter Lackierung oder schwarzem Plastik.&lt;/em&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;em&gt;Die Aktie darf den Hinterbliebenen auf keinen Fall gleich am Anfang überreicht werden.&lt;/em&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;em&gt;Kommen Sie nicht zu früh (zu wenig Publikum) und nicht zu spät (begräbnisübliche Endheiterkeit schon zu weit fortgeschritten).&lt;/em&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;em&gt;Sprechen Sie, bevor Sie für Ihre Rede um Gehör bitten, kurz mit dem Geistlichen unter vier Augen (über das Wetter oder sonst Unverbindliches); das erhöht sofort Ihre Bedeutung in den Augen der Besucher, von denen die meisten Sie nicht kennen.&lt;/em&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;em&gt;Bei Ihrer Gedenkrede sollten Sie den Namen des Verstorbenen bereit haben (notfalls Spickzettel) und am Anfang auch erwähnen; ein paar Worte über die Vergänglichkeit schlechthin, was sofort die Brücke schlägt zu den Wertpapieren untergegangener Unternehmen. Es folgt ein kurzer Abriss über die Preisentwicklung seit 1973 im Vergleich zu Briefmarken, Münzen und Impressionisten mit dem ungefähren Nachholbedarf. Ein kurzer Ausflug zu Friedhofsaktien, spezielle Würdigung des Mitbringsels, führt zu dem traurigen Anlass zurück. Hier ist jetzt etwas Humor durchaus erlaubt, besonders wenn der sich nicht selten für das Ableben des Verstorbenen verantwortliche Chirurg unter den Trauergästen befindet.&lt;/em&gt;&lt;/li&gt;
&lt;/ol&gt;&lt;p&gt;&lt;em&gt;Folgender Scherz hat sich ganz gut bewährt: „Dass die Initiatoren und Hauptaktionäre von Friedhofs- und Bestattungsunternehmen aus naheliegenden Gründen meist Mediziner waren, grenzt an üble Nachrede. In Wirklichkeit ist allgemein bekannt, dass sie sich dabei durch Trustees oder sonstige Strohmänner vertreten ließen.“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Abschließend erwähnen Sie das Bedauern, das der Verblichene empfunden haben mag, eben diesem Vortrag nicht beigewohnt haben zu können. Dann: Die Übergabe der gerahmten Friedhofsaktie an den Haupterben. Ich kann mir schon denken, dass mancher Leser diese meine Bemühungen für lächerlich und unpassend hält. Er mag sich gesagt sein lassen, dass trotz steigender Lebenserwartung die Zahl der Begräbnisse unablässig zunehmen wird, und ich, wenn es sich einrichten lässt, auf seiner Veranstaltung vielleicht das letzte Wort haben könnte.&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;</text>
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                  <text>&lt;strong&gt;Historische Wertpapiere von Friedhofsgesellschaften und Bestattungsinstituten&lt;/strong&gt;</text>
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                  <text>&lt;p&gt;Vor über dreißig Jahren begann ein Frankfurter Sammler, hauptberuflich Mediziner, mit großem Elan eine Sammlung „Historischer Wertpapiere“ unter dem Motto „Von der Wiege bis zur Bahre“ aufzubauen. Die interessantesten, teilweise auch ungewöhnlichsten Werte seiner heute sehr umfangreichen Sammlung sind 66 Historische Wertpapiere von Friedhöfen und Bestattungsinstituten, die wir ihnen hier im virtuellen Wertpapiermuseum des EDHAC erstmals vorstellen können.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;&lt;a title="Bradford Cemetery" href="http://www.wertpapiermuseum.de/museum_bilder/mf031.jpg" target="_blank"&gt;Bradford Cemetery&lt;/a&gt;, schmucke Friedhofsaktie aus Yorkshire, wo auch der berühmte Pudding herkommt. Die Aktionäre brauchten bei Gründung 1853 nur 3 Pfund und Six Pence einzuzahlen, für die restlichen 6 Pfund, 19 Shilling und Six Pence konnten sie sich bis 1907 - fast 50 Jahre - Zeit lassen. Rückseitig viele Übertragungen. &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Besagter Sammler wurde insbesondere wegen seiner Friedhofsaktien von einigen Sammlerkollegen bestaunt, von anderen belächelt. Wie kann jemand nur Friedhofsaktien sammeln? Und vielleicht auch noch verschenken? Und schon fand sich 1992 in der Fachzeitschrift „Der Wertpapiersammler“ eine herrliche Glosse über einen Sammler der zur Promotion Historischer Wertpapiere Friedhofsaktien verschenkte. So titelte der Bericht: &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Friedhofsaktien - ganz neue Erkenntnisse&lt;/strong&gt; &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Redaktion schätzt sich glücklich, Arnold S. Marketier als neuen Gastautor gewonnen zu haben. Marketier hat sich im Stillen seit Jahren intensiv um die Verbreitung unseres Hobbys ungemein verdient gemacht. Er wird Ihnen seine oft ganz unkonventionellen Ideen zur Promotion des Marktes von Historischen Wertpapieren vorstellen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Wie Sie sich denken können, bin ich häufig zu gesellschaftlichen Anlässen eingeladen. Die Leute wissen nämlich, dass ich keine Blumen und keine Flasche Wein mitbringe, sondern ein altes Wertpapier, das ich auf meinen ausgedehnten Reisen, z.B. in England und den USA durch meine zugegebenermaßen guten Beziehungen zum Teil sehr günstig einkaufen kann. Da ich schon jetzt weit mehr Papiere habe, als ich Einladungen entgegennehmen kann, habe ich mich überreden lassen, diesen und ähnliche Geheimtipps einem begrenzten und - wie mir versichert wird - exklusiven Publikum zugänglich zu machen. Die einzigen Einladungen, die ich früher immer ausschlug, waren Beerdigungen. Erst nach dem mir vor ein paar Jahren ein Posten Friedhofsaktien in die Hände fiel, änderte sich meine Haltung grundlegend. Sie wissen selbst, wieviel Erklärungsarbeit nötig ist, auch nur einen einzigen neuen Sammler zu gewinnen. Auf gewöhnlichen Festen musste ich mich oft ärgern, wenn sich Gäste den Erläuterungen zu meinem Gastgeschenk manchmal schon nach zehn oder zwanzig Minuten entzogen. Ganz anders Beerdigungen. Hier habe ich allerbeste Erfahrungen gemacht. Die Leute sind hier viel aufnahmebereiter. Aber es gibt ein paar Dinge, auf die Sie unbedingt achten müssen: &lt;br /&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;ol&gt;&lt;li&gt;&lt;em&gt;Nur Friedhofsaktien in dezenter Aufmachung schenken (nicht in den grellen Farben, wie sie vielleicht auf Haiti üblich sind).&lt;/em&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;em&gt;Die Rahmung unbedingt in Holz, schlichtes schwarz, keinesfalls in eleganter Lackierung oder schwarzem Plastik.&lt;/em&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;em&gt;Die Aktie darf den Hinterbliebenen auf keinen Fall gleich am Anfang überreicht werden.&lt;/em&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;em&gt;Kommen Sie nicht zu früh (zu wenig Publikum) und nicht zu spät (begräbnisübliche Endheiterkeit schon zu weit fortgeschritten).&lt;/em&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;em&gt;Sprechen Sie, bevor Sie für Ihre Rede um Gehör bitten, kurz mit dem Geistlichen unter vier Augen (über das Wetter oder sonst Unverbindliches); das erhöht sofort Ihre Bedeutung in den Augen der Besucher, von denen die meisten Sie nicht kennen.&lt;/em&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;em&gt;Bei Ihrer Gedenkrede sollten Sie den Namen des Verstorbenen bereit haben (notfalls Spickzettel) und am Anfang auch erwähnen; ein paar Worte über die Vergänglichkeit schlechthin, was sofort die Brücke schlägt zu den Wertpapieren untergegangener Unternehmen. Es folgt ein kurzer Abriss über die Preisentwicklung seit 1973 im Vergleich zu Briefmarken, Münzen und Impressionisten mit dem ungefähren Nachholbedarf. Ein kurzer Ausflug zu Friedhofsaktien, spezielle Würdigung des Mitbringsels, führt zu dem traurigen Anlass zurück. Hier ist jetzt etwas Humor durchaus erlaubt, besonders wenn der sich nicht selten für das Ableben des Verstorbenen verantwortliche Chirurg unter den Trauergästen befindet.&lt;/em&gt;&lt;/li&gt;
&lt;/ol&gt;&lt;p&gt;&lt;em&gt;Folgender Scherz hat sich ganz gut bewährt: „Dass die Initiatoren und Hauptaktionäre von Friedhofs- und Bestattungsunternehmen aus naheliegenden Gründen meist Mediziner waren, grenzt an üble Nachrede. In Wirklichkeit ist allgemein bekannt, dass sie sich dabei durch Trustees oder sonstige Strohmänner vertreten ließen.“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Abschließend erwähnen Sie das Bedauern, das der Verblichene empfunden haben mag, eben diesem Vortrag nicht beigewohnt haben zu können. Dann: Die Übergabe der gerahmten Friedhofsaktie an den Haupterben. Ich kann mir schon denken, dass mancher Leser diese meine Bemühungen für lächerlich und unpassend hält. Er mag sich gesagt sein lassen, dass trotz steigender Lebenserwartung die Zahl der Begräbnisse unablässig zunehmen wird, und ich, wenn es sich einrichten lässt, auf seiner Veranstaltung vielleicht das letzte Wort haben könnte.&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;</text>
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                  <text>&lt;p&gt;Vor über dreißig Jahren begann ein Frankfurter Sammler, hauptberuflich Mediziner, mit großem Elan eine Sammlung „Historischer Wertpapiere“ unter dem Motto „Von der Wiege bis zur Bahre“ aufzubauen. Die interessantesten, teilweise auch ungewöhnlichsten Werte seiner heute sehr umfangreichen Sammlung sind 66 Historische Wertpapiere von Friedhöfen und Bestattungsinstituten, die wir ihnen hier im virtuellen Wertpapiermuseum des EDHAC erstmals vorstellen können.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;&lt;a title="Bradford Cemetery" href="http://www.wertpapiermuseum.de/museum_bilder/mf031.jpg" target="_blank"&gt;Bradford Cemetery&lt;/a&gt;, schmucke Friedhofsaktie aus Yorkshire, wo auch der berühmte Pudding herkommt. Die Aktionäre brauchten bei Gründung 1853 nur 3 Pfund und Six Pence einzuzahlen, für die restlichen 6 Pfund, 19 Shilling und Six Pence konnten sie sich bis 1907 - fast 50 Jahre - Zeit lassen. Rückseitig viele Übertragungen. &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Besagter Sammler wurde insbesondere wegen seiner Friedhofsaktien von einigen Sammlerkollegen bestaunt, von anderen belächelt. Wie kann jemand nur Friedhofsaktien sammeln? Und vielleicht auch noch verschenken? Und schon fand sich 1992 in der Fachzeitschrift „Der Wertpapiersammler“ eine herrliche Glosse über einen Sammler der zur Promotion Historischer Wertpapiere Friedhofsaktien verschenkte. So titelte der Bericht: &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Friedhofsaktien - ganz neue Erkenntnisse&lt;/strong&gt; &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Redaktion schätzt sich glücklich, Arnold S. Marketier als neuen Gastautor gewonnen zu haben. Marketier hat sich im Stillen seit Jahren intensiv um die Verbreitung unseres Hobbys ungemein verdient gemacht. Er wird Ihnen seine oft ganz unkonventionellen Ideen zur Promotion des Marktes von Historischen Wertpapieren vorstellen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Wie Sie sich denken können, bin ich häufig zu gesellschaftlichen Anlässen eingeladen. Die Leute wissen nämlich, dass ich keine Blumen und keine Flasche Wein mitbringe, sondern ein altes Wertpapier, das ich auf meinen ausgedehnten Reisen, z.B. in England und den USA durch meine zugegebenermaßen guten Beziehungen zum Teil sehr günstig einkaufen kann. Da ich schon jetzt weit mehr Papiere habe, als ich Einladungen entgegennehmen kann, habe ich mich überreden lassen, diesen und ähnliche Geheimtipps einem begrenzten und - wie mir versichert wird - exklusiven Publikum zugänglich zu machen. Die einzigen Einladungen, die ich früher immer ausschlug, waren Beerdigungen. Erst nach dem mir vor ein paar Jahren ein Posten Friedhofsaktien in die Hände fiel, änderte sich meine Haltung grundlegend. Sie wissen selbst, wieviel Erklärungsarbeit nötig ist, auch nur einen einzigen neuen Sammler zu gewinnen. Auf gewöhnlichen Festen musste ich mich oft ärgern, wenn sich Gäste den Erläuterungen zu meinem Gastgeschenk manchmal schon nach zehn oder zwanzig Minuten entzogen. Ganz anders Beerdigungen. Hier habe ich allerbeste Erfahrungen gemacht. Die Leute sind hier viel aufnahmebereiter. Aber es gibt ein paar Dinge, auf die Sie unbedingt achten müssen: &lt;br /&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;ol&gt;&lt;li&gt;&lt;em&gt;Nur Friedhofsaktien in dezenter Aufmachung schenken (nicht in den grellen Farben, wie sie vielleicht auf Haiti üblich sind).&lt;/em&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;em&gt;Die Rahmung unbedingt in Holz, schlichtes schwarz, keinesfalls in eleganter Lackierung oder schwarzem Plastik.&lt;/em&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;em&gt;Die Aktie darf den Hinterbliebenen auf keinen Fall gleich am Anfang überreicht werden.&lt;/em&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;em&gt;Kommen Sie nicht zu früh (zu wenig Publikum) und nicht zu spät (begräbnisübliche Endheiterkeit schon zu weit fortgeschritten).&lt;/em&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;em&gt;Sprechen Sie, bevor Sie für Ihre Rede um Gehör bitten, kurz mit dem Geistlichen unter vier Augen (über das Wetter oder sonst Unverbindliches); das erhöht sofort Ihre Bedeutung in den Augen der Besucher, von denen die meisten Sie nicht kennen.&lt;/em&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;em&gt;Bei Ihrer Gedenkrede sollten Sie den Namen des Verstorbenen bereit haben (notfalls Spickzettel) und am Anfang auch erwähnen; ein paar Worte über die Vergänglichkeit schlechthin, was sofort die Brücke schlägt zu den Wertpapieren untergegangener Unternehmen. Es folgt ein kurzer Abriss über die Preisentwicklung seit 1973 im Vergleich zu Briefmarken, Münzen und Impressionisten mit dem ungefähren Nachholbedarf. Ein kurzer Ausflug zu Friedhofsaktien, spezielle Würdigung des Mitbringsels, führt zu dem traurigen Anlass zurück. Hier ist jetzt etwas Humor durchaus erlaubt, besonders wenn der sich nicht selten für das Ableben des Verstorbenen verantwortliche Chirurg unter den Trauergästen befindet.&lt;/em&gt;&lt;/li&gt;
&lt;/ol&gt;&lt;p&gt;&lt;em&gt;Folgender Scherz hat sich ganz gut bewährt: „Dass die Initiatoren und Hauptaktionäre von Friedhofs- und Bestattungsunternehmen aus naheliegenden Gründen meist Mediziner waren, grenzt an üble Nachrede. In Wirklichkeit ist allgemein bekannt, dass sie sich dabei durch Trustees oder sonstige Strohmänner vertreten ließen.“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Abschließend erwähnen Sie das Bedauern, das der Verblichene empfunden haben mag, eben diesem Vortrag nicht beigewohnt haben zu können. Dann: Die Übergabe der gerahmten Friedhofsaktie an den Haupterben. Ich kann mir schon denken, dass mancher Leser diese meine Bemühungen für lächerlich und unpassend hält. Er mag sich gesagt sein lassen, dass trotz steigender Lebenserwartung die Zahl der Begräbnisse unablässig zunehmen wird, und ich, wenn es sich einrichten lässt, auf seiner Veranstaltung vielleicht das letzte Wort haben könnte.&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;</text>
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              <text>Die Stiftung betrieb einen Jüdischen Friedhof in der holländischen Gemeinde  Rijswijk.</text>
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                <text>3%ige Obligation No. 23 vom 1. Dezember 1935 über 100 Gulden</text>
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                  <text>&lt;strong&gt;Historische Wertpapiere von Informationstechnologie-Unternehmen&lt;/strong&gt;</text>
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                  <text>&lt;p&gt;Die hier gezeigte Sammlung von 60 Historischen Wertpapieren aus der Welt der Informationstechnologie (IT-Werte) wurde im Laufe von rund 20 Jahren von einem schwäbischen Informatiker und Sammler zusammengetragen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Als schwäbischer Sammler will man nicht allzu viel Geld für das Hobby „Historische Wertpapiere“ ausgeben. Wenn man Wertpapiere von Firmen der Branche Informationstechnologie sammelt, in der man selber beruflich tätig ist, dann sind einem viele Firmen bekannt, deren alte Wertpapiere auf dem Markt sind. Das spart Zeit bei der Recherche.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Im Gegensatz zu anderen Sammelgebieten sind die Preise für Historische Wertpapiere von Gesellschaften aus der Informationstechnologie im Allgemeinen sehr moderat. Und obwohl die IT- Branche relativ jung ist, gibt es doch weltweit eine mindestens dreistellige Anzahl alter Wertpapiere von mehr oder weniger bekannten Firmen, die dem Bereich Informationstechnologie verbunden waren oder sind. Somit kann man relativ schnell eine kleine Sammlung zu dieser Thematik aufbauen. Nachdem heute die Welt der Informationstechnologie mit der Telekommunikation zusammenwächst, kann die Sammlung der IT-Werte gern auch um dieses Thema erweitert werden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Beim Durchblättern dieser Sammlung von 60 Wertpapieren fallen mir persönlich immer wieder meine Berührungspunkte mit verschiedenen Informationstechnologie-Firmen ein, hier ein paar Beispiele:&lt;/p&gt;
&lt;ul&gt;&lt;li&gt;Computerunterricht in Wirtschaftsgymnasium mit Computern von &lt;strong&gt;Commodore&lt;/strong&gt; (mit Musikkassette als Speichermedium) und &lt;strong&gt;Olivetti&lt;/strong&gt; (mit 8-Zoll-Diskette)&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Erster eigener Homecomputer von &lt;strong&gt;Schneider&lt;/strong&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Computerzeitschriften von &lt;strong&gt;Markt &amp;amp; Technik&lt;/strong&gt; gekauft&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Während des Studiums wurde an der Hochschule der alte &lt;strong&gt;Sperry-Rand&lt;/strong&gt;-Großrechner (mit Lochkarten) durch einen IBM-Großrechner (mit Bildschirm-Terminals) ersetzt&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Vorstellungsgespräch bei &lt;strong&gt;Nixdorf&lt;/strong&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;ITT&lt;/strong&gt; Xtra-PC an der ersten Arbeitsstelle mit Zugriff auf den &lt;strong&gt;IBM&lt;/strong&gt;-Großrechner, &lt;strong&gt;Intel&lt;/strong&gt;-Prozessor und Microsoft-Betriebssystem, spätere PCs kommen von &lt;strong&gt;Dell&lt;/strong&gt; und &lt;strong&gt;HP&lt;/strong&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Unsere &lt;strong&gt;Digital Equipment&lt;/strong&gt;-Server mit &lt;strong&gt;Motorola&lt;/strong&gt;-Prozessoren waren im &lt;strong&gt;DEC&lt;/strong&gt;-Raum aufgebaut, von manchen als Deck-Raum missverstanden&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;In unserer Systemprogrammierung war ein Kollege ausschließlich für &lt;strong&gt;die Xerox&lt;/strong&gt;-Drucker zuständig&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Konfiguration von ITT-Netzwerkrechnern, die von &lt;strong&gt;NCR&lt;/strong&gt; produziert wurden&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Konfiguration von Multiprotokoll-Routern der Firma &lt;strong&gt;Cisco&lt;/strong&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;StorageTek&lt;/strong&gt;-Magnetbandrobotersysteme im Rechenzentrum&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Konfiguration von Firewalls der Firmen &lt;strong&gt;Sun&lt;/strong&gt; und &lt;strong&gt;Lucent&lt;/strong&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;ADP&lt;/strong&gt; übernimmt die Lohnbuchhaltung des Arbeitgebers&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Projekte zusammen mit &lt;strong&gt;EDS&lt;/strong&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Nutzung des &lt;strong&gt;Yahoo&lt;/strong&gt;-Webportals&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;&lt;p&gt;Wilhelm Leiter&lt;/p&gt;</text>
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              <text>1969 wurde die Storage Technology Corporation von vier ehemaligen IBM-Ingenieuren gegründet. 1970 wurde das erste Magnetband-Laufwerk vorgestellt. 1973 wurde eine Abteilung für Festplatten gegründet. Nach Misserfolgen mit Entwicklungen von IBM-kompatiblen Großrechnern und Optical Disks musste 1984 Insolvenz angemeldet werden, aus der die Firma 1987 wieder herauskommt. 1986 änderte sich der Firmenname in StorageTek. 1987 wird ein Magnetband-Roboter erfolgreich in den Markt eingeführt. 2005 übernimmt Sun Microsystems die Firma StorageTek.</text>
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          <description>The Dublin Core metadata element set is common to all Omeka records, including items, files, and collections. For more information see, http://dublincore.org/documents/dces/.</description>
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                  <text>&lt;strong&gt;Historische Wertpapiere von Informationstechnologie-Unternehmen&lt;/strong&gt;</text>
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                  <text>&lt;p&gt;Die hier gezeigte Sammlung von 60 Historischen Wertpapieren aus der Welt der Informationstechnologie (IT-Werte) wurde im Laufe von rund 20 Jahren von einem schwäbischen Informatiker und Sammler zusammengetragen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Als schwäbischer Sammler will man nicht allzu viel Geld für das Hobby „Historische Wertpapiere“ ausgeben. Wenn man Wertpapiere von Firmen der Branche Informationstechnologie sammelt, in der man selber beruflich tätig ist, dann sind einem viele Firmen bekannt, deren alte Wertpapiere auf dem Markt sind. Das spart Zeit bei der Recherche.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Im Gegensatz zu anderen Sammelgebieten sind die Preise für Historische Wertpapiere von Gesellschaften aus der Informationstechnologie im Allgemeinen sehr moderat. Und obwohl die IT- Branche relativ jung ist, gibt es doch weltweit eine mindestens dreistellige Anzahl alter Wertpapiere von mehr oder weniger bekannten Firmen, die dem Bereich Informationstechnologie verbunden waren oder sind. Somit kann man relativ schnell eine kleine Sammlung zu dieser Thematik aufbauen. Nachdem heute die Welt der Informationstechnologie mit der Telekommunikation zusammenwächst, kann die Sammlung der IT-Werte gern auch um dieses Thema erweitert werden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Beim Durchblättern dieser Sammlung von 60 Wertpapieren fallen mir persönlich immer wieder meine Berührungspunkte mit verschiedenen Informationstechnologie-Firmen ein, hier ein paar Beispiele:&lt;/p&gt;
&lt;ul&gt;&lt;li&gt;Computerunterricht in Wirtschaftsgymnasium mit Computern von &lt;strong&gt;Commodore&lt;/strong&gt; (mit Musikkassette als Speichermedium) und &lt;strong&gt;Olivetti&lt;/strong&gt; (mit 8-Zoll-Diskette)&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Erster eigener Homecomputer von &lt;strong&gt;Schneider&lt;/strong&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Computerzeitschriften von &lt;strong&gt;Markt &amp;amp; Technik&lt;/strong&gt; gekauft&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Während des Studiums wurde an der Hochschule der alte &lt;strong&gt;Sperry-Rand&lt;/strong&gt;-Großrechner (mit Lochkarten) durch einen IBM-Großrechner (mit Bildschirm-Terminals) ersetzt&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Vorstellungsgespräch bei &lt;strong&gt;Nixdorf&lt;/strong&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;ITT&lt;/strong&gt; Xtra-PC an der ersten Arbeitsstelle mit Zugriff auf den &lt;strong&gt;IBM&lt;/strong&gt;-Großrechner, &lt;strong&gt;Intel&lt;/strong&gt;-Prozessor und Microsoft-Betriebssystem, spätere PCs kommen von &lt;strong&gt;Dell&lt;/strong&gt; und &lt;strong&gt;HP&lt;/strong&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Unsere &lt;strong&gt;Digital Equipment&lt;/strong&gt;-Server mit &lt;strong&gt;Motorola&lt;/strong&gt;-Prozessoren waren im &lt;strong&gt;DEC&lt;/strong&gt;-Raum aufgebaut, von manchen als Deck-Raum missverstanden&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;In unserer Systemprogrammierung war ein Kollege ausschließlich für &lt;strong&gt;die Xerox&lt;/strong&gt;-Drucker zuständig&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Konfiguration von ITT-Netzwerkrechnern, die von &lt;strong&gt;NCR&lt;/strong&gt; produziert wurden&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Konfiguration von Multiprotokoll-Routern der Firma &lt;strong&gt;Cisco&lt;/strong&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;StorageTek&lt;/strong&gt;-Magnetbandrobotersysteme im Rechenzentrum&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Konfiguration von Firewalls der Firmen &lt;strong&gt;Sun&lt;/strong&gt; und &lt;strong&gt;Lucent&lt;/strong&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;ADP&lt;/strong&gt; übernimmt die Lohnbuchhaltung des Arbeitgebers&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Projekte zusammen mit &lt;strong&gt;EDS&lt;/strong&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Nutzung des &lt;strong&gt;Yahoo&lt;/strong&gt;-Webportals&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;&lt;p&gt;Wilhelm Leiter&lt;/p&gt;</text>
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      <name>IT-Werte</name>
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              <text>Sun Microsystems, Inc.</text>
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              <text>Im Jahr 1982 entstand Sun Microsystems als eine Ausgründung aus der Stanford University. Das Unternehmen befasste sich zunächst mit der Entwicklung und Herstellung von Unix-Workstations sowie des Netzwerkdateisystems NFS, wurde aber Ende der 1990er Jahre vor allem durch die Entwicklung der Java-Technologie und der gleichnamigen Programmiersprache bekannt. 1999 kaufte Sun das Unternehmen Star Division mit dem Office-Paket StarOffice, das 2000 unter einer freien Lizenz als OpenOffice.org veröffentlicht wurde. 2006 wurde u.a. die Firma StorageTek übernommen. 2008 Übernahme des Unternehmens MySQL AB, das bis dahin die Open-Source-Dantenbank MySQL entwickelt und vermarktet hatte. 2010 wurde Sun von Oracle übernommen. Damit übernahm der Weltmarktführer für kommerzielle Datenbanken (Oracle) den führenden Anbieter für quelloffenen Datenbanken (MySQL) sowie von Java.</text>
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              <text>25.10.2002</text>
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          <description>Eindeutige Nummer des Wertpapieres, z.B. MF001&#13;
Sollte dem Dateinamen der Abbildung entsprechen, z.B. mf001.jpg</description>
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              <text>&lt;a title="Sun" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Sun_Microsystems" target="_blank"&gt;Sun&lt;/a&gt;</text>
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              <text>&lt;a title="Oracle" href="https://www.oracle.com/sun/index.html" target="_blank"&gt;Oracle&lt;/a&gt;</text>
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                  <text>&lt;strong&gt;Historische Wertpapiere von Friedhofsgesellschaften und Bestattungsinstituten&lt;/strong&gt;</text>
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                  <text>&lt;p&gt;Vor über dreißig Jahren begann ein Frankfurter Sammler, hauptberuflich Mediziner, mit großem Elan eine Sammlung „Historischer Wertpapiere“ unter dem Motto „Von der Wiege bis zur Bahre“ aufzubauen. Die interessantesten, teilweise auch ungewöhnlichsten Werte seiner heute sehr umfangreichen Sammlung sind 66 Historische Wertpapiere von Friedhöfen und Bestattungsinstituten, die wir ihnen hier im virtuellen Wertpapiermuseum des EDHAC erstmals vorstellen können.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;&lt;a title="Bradford Cemetery" href="http://www.wertpapiermuseum.de/museum_bilder/mf031.jpg" target="_blank"&gt;Bradford Cemetery&lt;/a&gt;, schmucke Friedhofsaktie aus Yorkshire, wo auch der berühmte Pudding herkommt. Die Aktionäre brauchten bei Gründung 1853 nur 3 Pfund und Six Pence einzuzahlen, für die restlichen 6 Pfund, 19 Shilling und Six Pence konnten sie sich bis 1907 - fast 50 Jahre - Zeit lassen. Rückseitig viele Übertragungen. &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Besagter Sammler wurde insbesondere wegen seiner Friedhofsaktien von einigen Sammlerkollegen bestaunt, von anderen belächelt. Wie kann jemand nur Friedhofsaktien sammeln? Und vielleicht auch noch verschenken? Und schon fand sich 1992 in der Fachzeitschrift „Der Wertpapiersammler“ eine herrliche Glosse über einen Sammler der zur Promotion Historischer Wertpapiere Friedhofsaktien verschenkte. So titelte der Bericht: &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Friedhofsaktien - ganz neue Erkenntnisse&lt;/strong&gt; &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Redaktion schätzt sich glücklich, Arnold S. Marketier als neuen Gastautor gewonnen zu haben. Marketier hat sich im Stillen seit Jahren intensiv um die Verbreitung unseres Hobbys ungemein verdient gemacht. Er wird Ihnen seine oft ganz unkonventionellen Ideen zur Promotion des Marktes von Historischen Wertpapieren vorstellen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Wie Sie sich denken können, bin ich häufig zu gesellschaftlichen Anlässen eingeladen. Die Leute wissen nämlich, dass ich keine Blumen und keine Flasche Wein mitbringe, sondern ein altes Wertpapier, das ich auf meinen ausgedehnten Reisen, z.B. in England und den USA durch meine zugegebenermaßen guten Beziehungen zum Teil sehr günstig einkaufen kann. Da ich schon jetzt weit mehr Papiere habe, als ich Einladungen entgegennehmen kann, habe ich mich überreden lassen, diesen und ähnliche Geheimtipps einem begrenzten und - wie mir versichert wird - exklusiven Publikum zugänglich zu machen. Die einzigen Einladungen, die ich früher immer ausschlug, waren Beerdigungen. Erst nach dem mir vor ein paar Jahren ein Posten Friedhofsaktien in die Hände fiel, änderte sich meine Haltung grundlegend. Sie wissen selbst, wieviel Erklärungsarbeit nötig ist, auch nur einen einzigen neuen Sammler zu gewinnen. Auf gewöhnlichen Festen musste ich mich oft ärgern, wenn sich Gäste den Erläuterungen zu meinem Gastgeschenk manchmal schon nach zehn oder zwanzig Minuten entzogen. Ganz anders Beerdigungen. Hier habe ich allerbeste Erfahrungen gemacht. Die Leute sind hier viel aufnahmebereiter. Aber es gibt ein paar Dinge, auf die Sie unbedingt achten müssen: &lt;br /&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;ol&gt;&lt;li&gt;&lt;em&gt;Nur Friedhofsaktien in dezenter Aufmachung schenken (nicht in den grellen Farben, wie sie vielleicht auf Haiti üblich sind).&lt;/em&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;em&gt;Die Rahmung unbedingt in Holz, schlichtes schwarz, keinesfalls in eleganter Lackierung oder schwarzem Plastik.&lt;/em&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;em&gt;Die Aktie darf den Hinterbliebenen auf keinen Fall gleich am Anfang überreicht werden.&lt;/em&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;em&gt;Kommen Sie nicht zu früh (zu wenig Publikum) und nicht zu spät (begräbnisübliche Endheiterkeit schon zu weit fortgeschritten).&lt;/em&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;em&gt;Sprechen Sie, bevor Sie für Ihre Rede um Gehör bitten, kurz mit dem Geistlichen unter vier Augen (über das Wetter oder sonst Unverbindliches); das erhöht sofort Ihre Bedeutung in den Augen der Besucher, von denen die meisten Sie nicht kennen.&lt;/em&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;em&gt;Bei Ihrer Gedenkrede sollten Sie den Namen des Verstorbenen bereit haben (notfalls Spickzettel) und am Anfang auch erwähnen; ein paar Worte über die Vergänglichkeit schlechthin, was sofort die Brücke schlägt zu den Wertpapieren untergegangener Unternehmen. Es folgt ein kurzer Abriss über die Preisentwicklung seit 1973 im Vergleich zu Briefmarken, Münzen und Impressionisten mit dem ungefähren Nachholbedarf. Ein kurzer Ausflug zu Friedhofsaktien, spezielle Würdigung des Mitbringsels, führt zu dem traurigen Anlass zurück. Hier ist jetzt etwas Humor durchaus erlaubt, besonders wenn der sich nicht selten für das Ableben des Verstorbenen verantwortliche Chirurg unter den Trauergästen befindet.&lt;/em&gt;&lt;/li&gt;
&lt;/ol&gt;&lt;p&gt;&lt;em&gt;Folgender Scherz hat sich ganz gut bewährt: „Dass die Initiatoren und Hauptaktionäre von Friedhofs- und Bestattungsunternehmen aus naheliegenden Gründen meist Mediziner waren, grenzt an üble Nachrede. In Wirklichkeit ist allgemein bekannt, dass sie sich dabei durch Trustees oder sonstige Strohmänner vertreten ließen.“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Abschließend erwähnen Sie das Bedauern, das der Verblichene empfunden haben mag, eben diesem Vortrag nicht beigewohnt haben zu können. Dann: Die Übergabe der gerahmten Friedhofsaktie an den Haupterben. Ich kann mir schon denken, dass mancher Leser diese meine Bemühungen für lächerlich und unpassend hält. Er mag sich gesagt sein lassen, dass trotz steigender Lebenserwartung die Zahl der Begräbnisse unablässig zunehmen wird, und ich, wenn es sich einrichten lässt, auf seiner Veranstaltung vielleicht das letzte Wort haben könnte.&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;</text>
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                <text>Namensaktie No. 230726 vom 1. Oktober 1917 über 100 Kronen ausgestellt auf Wilhelm Westrings sterbhus</text>
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                  <text>&lt;strong&gt;Historische Wertpapiere von Informationstechnologie-Unternehmen&lt;/strong&gt;</text>
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                  <text>&lt;p&gt;Die hier gezeigte Sammlung von 60 Historischen Wertpapieren aus der Welt der Informationstechnologie (IT-Werte) wurde im Laufe von rund 20 Jahren von einem schwäbischen Informatiker und Sammler zusammengetragen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Als schwäbischer Sammler will man nicht allzu viel Geld für das Hobby „Historische Wertpapiere“ ausgeben. Wenn man Wertpapiere von Firmen der Branche Informationstechnologie sammelt, in der man selber beruflich tätig ist, dann sind einem viele Firmen bekannt, deren alte Wertpapiere auf dem Markt sind. Das spart Zeit bei der Recherche.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Im Gegensatz zu anderen Sammelgebieten sind die Preise für Historische Wertpapiere von Gesellschaften aus der Informationstechnologie im Allgemeinen sehr moderat. Und obwohl die IT- Branche relativ jung ist, gibt es doch weltweit eine mindestens dreistellige Anzahl alter Wertpapiere von mehr oder weniger bekannten Firmen, die dem Bereich Informationstechnologie verbunden waren oder sind. Somit kann man relativ schnell eine kleine Sammlung zu dieser Thematik aufbauen. Nachdem heute die Welt der Informationstechnologie mit der Telekommunikation zusammenwächst, kann die Sammlung der IT-Werte gern auch um dieses Thema erweitert werden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Beim Durchblättern dieser Sammlung von 60 Wertpapieren fallen mir persönlich immer wieder meine Berührungspunkte mit verschiedenen Informationstechnologie-Firmen ein, hier ein paar Beispiele:&lt;/p&gt;
&lt;ul&gt;&lt;li&gt;Computerunterricht in Wirtschaftsgymnasium mit Computern von &lt;strong&gt;Commodore&lt;/strong&gt; (mit Musikkassette als Speichermedium) und &lt;strong&gt;Olivetti&lt;/strong&gt; (mit 8-Zoll-Diskette)&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Erster eigener Homecomputer von &lt;strong&gt;Schneider&lt;/strong&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Computerzeitschriften von &lt;strong&gt;Markt &amp;amp; Technik&lt;/strong&gt; gekauft&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Während des Studiums wurde an der Hochschule der alte &lt;strong&gt;Sperry-Rand&lt;/strong&gt;-Großrechner (mit Lochkarten) durch einen IBM-Großrechner (mit Bildschirm-Terminals) ersetzt&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Vorstellungsgespräch bei &lt;strong&gt;Nixdorf&lt;/strong&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;ITT&lt;/strong&gt; Xtra-PC an der ersten Arbeitsstelle mit Zugriff auf den &lt;strong&gt;IBM&lt;/strong&gt;-Großrechner, &lt;strong&gt;Intel&lt;/strong&gt;-Prozessor und Microsoft-Betriebssystem, spätere PCs kommen von &lt;strong&gt;Dell&lt;/strong&gt; und &lt;strong&gt;HP&lt;/strong&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Unsere &lt;strong&gt;Digital Equipment&lt;/strong&gt;-Server mit &lt;strong&gt;Motorola&lt;/strong&gt;-Prozessoren waren im &lt;strong&gt;DEC&lt;/strong&gt;-Raum aufgebaut, von manchen als Deck-Raum missverstanden&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;In unserer Systemprogrammierung war ein Kollege ausschließlich für &lt;strong&gt;die Xerox&lt;/strong&gt;-Drucker zuständig&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Konfiguration von ITT-Netzwerkrechnern, die von &lt;strong&gt;NCR&lt;/strong&gt; produziert wurden&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Konfiguration von Multiprotokoll-Routern der Firma &lt;strong&gt;Cisco&lt;/strong&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;StorageTek&lt;/strong&gt;-Magnetbandrobotersysteme im Rechenzentrum&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Konfiguration von Firewalls der Firmen &lt;strong&gt;Sun&lt;/strong&gt; und &lt;strong&gt;Lucent&lt;/strong&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;ADP&lt;/strong&gt; übernimmt die Lohnbuchhaltung des Arbeitgebers&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Projekte zusammen mit &lt;strong&gt;EDS&lt;/strong&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Nutzung des &lt;strong&gt;Yahoo&lt;/strong&gt;-Webportals&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;&lt;p&gt;Wilhelm Leiter&lt;/p&gt;</text>
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              <text>Die Firma Tewidata wurde 1972 als GbR gegründet und 1973 in eine GmbH umgewandelt. Die Gesellschaft war Lieferant von schlüsselfertigen Systemen und kundenspezifisch ausgelegten EDV-Anlagen. 1983 wurde die Firma in eine AG umgewandelt. Vorzugsaktien wurden zum Börsengang ausgegeben, die Stammaktien verblieben bei den Gründern. Bald darauf wurden wirtschaftliche Probleme bekannt. 1985 war die Tewidata AG schließlich insolvent.</text>
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                  <text>&lt;strong&gt;Historische Wertpapiere von Friedhofsgesellschaften und Bestattungsinstituten&lt;/strong&gt;</text>
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                  <text>&lt;p&gt;Vor über dreißig Jahren begann ein Frankfurter Sammler, hauptberuflich Mediziner, mit großem Elan eine Sammlung „Historischer Wertpapiere“ unter dem Motto „Von der Wiege bis zur Bahre“ aufzubauen. Die interessantesten, teilweise auch ungewöhnlichsten Werte seiner heute sehr umfangreichen Sammlung sind 66 Historische Wertpapiere von Friedhöfen und Bestattungsinstituten, die wir ihnen hier im virtuellen Wertpapiermuseum des EDHAC erstmals vorstellen können.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;&lt;a title="Bradford Cemetery" href="http://www.wertpapiermuseum.de/museum_bilder/mf031.jpg" target="_blank"&gt;Bradford Cemetery&lt;/a&gt;, schmucke Friedhofsaktie aus Yorkshire, wo auch der berühmte Pudding herkommt. Die Aktionäre brauchten bei Gründung 1853 nur 3 Pfund und Six Pence einzuzahlen, für die restlichen 6 Pfund, 19 Shilling und Six Pence konnten sie sich bis 1907 - fast 50 Jahre - Zeit lassen. Rückseitig viele Übertragungen. &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Besagter Sammler wurde insbesondere wegen seiner Friedhofsaktien von einigen Sammlerkollegen bestaunt, von anderen belächelt. Wie kann jemand nur Friedhofsaktien sammeln? Und vielleicht auch noch verschenken? Und schon fand sich 1992 in der Fachzeitschrift „Der Wertpapiersammler“ eine herrliche Glosse über einen Sammler der zur Promotion Historischer Wertpapiere Friedhofsaktien verschenkte. So titelte der Bericht: &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Friedhofsaktien - ganz neue Erkenntnisse&lt;/strong&gt; &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Redaktion schätzt sich glücklich, Arnold S. Marketier als neuen Gastautor gewonnen zu haben. Marketier hat sich im Stillen seit Jahren intensiv um die Verbreitung unseres Hobbys ungemein verdient gemacht. Er wird Ihnen seine oft ganz unkonventionellen Ideen zur Promotion des Marktes von Historischen Wertpapieren vorstellen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Wie Sie sich denken können, bin ich häufig zu gesellschaftlichen Anlässen eingeladen. Die Leute wissen nämlich, dass ich keine Blumen und keine Flasche Wein mitbringe, sondern ein altes Wertpapier, das ich auf meinen ausgedehnten Reisen, z.B. in England und den USA durch meine zugegebenermaßen guten Beziehungen zum Teil sehr günstig einkaufen kann. Da ich schon jetzt weit mehr Papiere habe, als ich Einladungen entgegennehmen kann, habe ich mich überreden lassen, diesen und ähnliche Geheimtipps einem begrenzten und - wie mir versichert wird - exklusiven Publikum zugänglich zu machen. Die einzigen Einladungen, die ich früher immer ausschlug, waren Beerdigungen. Erst nach dem mir vor ein paar Jahren ein Posten Friedhofsaktien in die Hände fiel, änderte sich meine Haltung grundlegend. Sie wissen selbst, wieviel Erklärungsarbeit nötig ist, auch nur einen einzigen neuen Sammler zu gewinnen. Auf gewöhnlichen Festen musste ich mich oft ärgern, wenn sich Gäste den Erläuterungen zu meinem Gastgeschenk manchmal schon nach zehn oder zwanzig Minuten entzogen. Ganz anders Beerdigungen. Hier habe ich allerbeste Erfahrungen gemacht. Die Leute sind hier viel aufnahmebereiter. Aber es gibt ein paar Dinge, auf die Sie unbedingt achten müssen: &lt;br /&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;ol&gt;&lt;li&gt;&lt;em&gt;Nur Friedhofsaktien in dezenter Aufmachung schenken (nicht in den grellen Farben, wie sie vielleicht auf Haiti üblich sind).&lt;/em&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;em&gt;Die Rahmung unbedingt in Holz, schlichtes schwarz, keinesfalls in eleganter Lackierung oder schwarzem Plastik.&lt;/em&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;em&gt;Die Aktie darf den Hinterbliebenen auf keinen Fall gleich am Anfang überreicht werden.&lt;/em&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;em&gt;Kommen Sie nicht zu früh (zu wenig Publikum) und nicht zu spät (begräbnisübliche Endheiterkeit schon zu weit fortgeschritten).&lt;/em&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;em&gt;Sprechen Sie, bevor Sie für Ihre Rede um Gehör bitten, kurz mit dem Geistlichen unter vier Augen (über das Wetter oder sonst Unverbindliches); das erhöht sofort Ihre Bedeutung in den Augen der Besucher, von denen die meisten Sie nicht kennen.&lt;/em&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;em&gt;Bei Ihrer Gedenkrede sollten Sie den Namen des Verstorbenen bereit haben (notfalls Spickzettel) und am Anfang auch erwähnen; ein paar Worte über die Vergänglichkeit schlechthin, was sofort die Brücke schlägt zu den Wertpapieren untergegangener Unternehmen. Es folgt ein kurzer Abriss über die Preisentwicklung seit 1973 im Vergleich zu Briefmarken, Münzen und Impressionisten mit dem ungefähren Nachholbedarf. Ein kurzer Ausflug zu Friedhofsaktien, spezielle Würdigung des Mitbringsels, führt zu dem traurigen Anlass zurück. Hier ist jetzt etwas Humor durchaus erlaubt, besonders wenn der sich nicht selten für das Ableben des Verstorbenen verantwortliche Chirurg unter den Trauergästen befindet.&lt;/em&gt;&lt;/li&gt;
&lt;/ol&gt;&lt;p&gt;&lt;em&gt;Folgender Scherz hat sich ganz gut bewährt: „Dass die Initiatoren und Hauptaktionäre von Friedhofs- und Bestattungsunternehmen aus naheliegenden Gründen meist Mediziner waren, grenzt an üble Nachrede. In Wirklichkeit ist allgemein bekannt, dass sie sich dabei durch Trustees oder sonstige Strohmänner vertreten ließen.“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Abschließend erwähnen Sie das Bedauern, das der Verblichene empfunden haben mag, eben diesem Vortrag nicht beigewohnt haben zu können. Dann: Die Übergabe der gerahmten Friedhofsaktie an den Haupterben. Ich kann mir schon denken, dass mancher Leser diese meine Bemühungen für lächerlich und unpassend hält. Er mag sich gesagt sein lassen, dass trotz steigender Lebenserwartung die Zahl der Begräbnisse unablässig zunehmen wird, und ich, wenn es sich einrichten lässt, auf seiner Veranstaltung vielleicht das letzte Wort haben könnte.&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;</text>
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              <text>Die Friedhofsgesellschaft „The Birmingham Church of England Cemetery Company“  eröffnete 1848 den Warstone Lane Friedhof. 1951 stellte der Birmingham City Council die Gesellschaft unter Zwangsverwaltung und erwarb den Friedhof.</text>
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                  <text>&lt;p&gt;Vor über dreißig Jahren begann ein Frankfurter Sammler, hauptberuflich Mediziner, mit großem Elan eine Sammlung „Historischer Wertpapiere“ unter dem Motto „Von der Wiege bis zur Bahre“ aufzubauen. Die interessantesten, teilweise auch ungewöhnlichsten Werte seiner heute sehr umfangreichen Sammlung sind 66 Historische Wertpapiere von Friedhöfen und Bestattungsinstituten, die wir ihnen hier im virtuellen Wertpapiermuseum des EDHAC erstmals vorstellen können.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;&lt;a title="Bradford Cemetery" href="http://www.wertpapiermuseum.de/museum_bilder/mf031.jpg" target="_blank"&gt;Bradford Cemetery&lt;/a&gt;, schmucke Friedhofsaktie aus Yorkshire, wo auch der berühmte Pudding herkommt. Die Aktionäre brauchten bei Gründung 1853 nur 3 Pfund und Six Pence einzuzahlen, für die restlichen 6 Pfund, 19 Shilling und Six Pence konnten sie sich bis 1907 - fast 50 Jahre - Zeit lassen. Rückseitig viele Übertragungen. &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Besagter Sammler wurde insbesondere wegen seiner Friedhofsaktien von einigen Sammlerkollegen bestaunt, von anderen belächelt. Wie kann jemand nur Friedhofsaktien sammeln? Und vielleicht auch noch verschenken? Und schon fand sich 1992 in der Fachzeitschrift „Der Wertpapiersammler“ eine herrliche Glosse über einen Sammler der zur Promotion Historischer Wertpapiere Friedhofsaktien verschenkte. So titelte der Bericht: &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Friedhofsaktien - ganz neue Erkenntnisse&lt;/strong&gt; &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Redaktion schätzt sich glücklich, Arnold S. Marketier als neuen Gastautor gewonnen zu haben. Marketier hat sich im Stillen seit Jahren intensiv um die Verbreitung unseres Hobbys ungemein verdient gemacht. Er wird Ihnen seine oft ganz unkonventionellen Ideen zur Promotion des Marktes von Historischen Wertpapieren vorstellen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Wie Sie sich denken können, bin ich häufig zu gesellschaftlichen Anlässen eingeladen. Die Leute wissen nämlich, dass ich keine Blumen und keine Flasche Wein mitbringe, sondern ein altes Wertpapier, das ich auf meinen ausgedehnten Reisen, z.B. in England und den USA durch meine zugegebenermaßen guten Beziehungen zum Teil sehr günstig einkaufen kann. Da ich schon jetzt weit mehr Papiere habe, als ich Einladungen entgegennehmen kann, habe ich mich überreden lassen, diesen und ähnliche Geheimtipps einem begrenzten und - wie mir versichert wird - exklusiven Publikum zugänglich zu machen. Die einzigen Einladungen, die ich früher immer ausschlug, waren Beerdigungen. Erst nach dem mir vor ein paar Jahren ein Posten Friedhofsaktien in die Hände fiel, änderte sich meine Haltung grundlegend. Sie wissen selbst, wieviel Erklärungsarbeit nötig ist, auch nur einen einzigen neuen Sammler zu gewinnen. Auf gewöhnlichen Festen musste ich mich oft ärgern, wenn sich Gäste den Erläuterungen zu meinem Gastgeschenk manchmal schon nach zehn oder zwanzig Minuten entzogen. Ganz anders Beerdigungen. Hier habe ich allerbeste Erfahrungen gemacht. Die Leute sind hier viel aufnahmebereiter. Aber es gibt ein paar Dinge, auf die Sie unbedingt achten müssen: &lt;br /&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;ol&gt;&lt;li&gt;&lt;em&gt;Nur Friedhofsaktien in dezenter Aufmachung schenken (nicht in den grellen Farben, wie sie vielleicht auf Haiti üblich sind).&lt;/em&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;em&gt;Die Rahmung unbedingt in Holz, schlichtes schwarz, keinesfalls in eleganter Lackierung oder schwarzem Plastik.&lt;/em&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;em&gt;Die Aktie darf den Hinterbliebenen auf keinen Fall gleich am Anfang überreicht werden.&lt;/em&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;em&gt;Kommen Sie nicht zu früh (zu wenig Publikum) und nicht zu spät (begräbnisübliche Endheiterkeit schon zu weit fortgeschritten).&lt;/em&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;em&gt;Sprechen Sie, bevor Sie für Ihre Rede um Gehör bitten, kurz mit dem Geistlichen unter vier Augen (über das Wetter oder sonst Unverbindliches); das erhöht sofort Ihre Bedeutung in den Augen der Besucher, von denen die meisten Sie nicht kennen.&lt;/em&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;em&gt;Bei Ihrer Gedenkrede sollten Sie den Namen des Verstorbenen bereit haben (notfalls Spickzettel) und am Anfang auch erwähnen; ein paar Worte über die Vergänglichkeit schlechthin, was sofort die Brücke schlägt zu den Wertpapieren untergegangener Unternehmen. Es folgt ein kurzer Abriss über die Preisentwicklung seit 1973 im Vergleich zu Briefmarken, Münzen und Impressionisten mit dem ungefähren Nachholbedarf. Ein kurzer Ausflug zu Friedhofsaktien, spezielle Würdigung des Mitbringsels, führt zu dem traurigen Anlass zurück. Hier ist jetzt etwas Humor durchaus erlaubt, besonders wenn der sich nicht selten für das Ableben des Verstorbenen verantwortliche Chirurg unter den Trauergästen befindet.&lt;/em&gt;&lt;/li&gt;
&lt;/ol&gt;&lt;p&gt;&lt;em&gt;Folgender Scherz hat sich ganz gut bewährt: „Dass die Initiatoren und Hauptaktionäre von Friedhofs- und Bestattungsunternehmen aus naheliegenden Gründen meist Mediziner waren, grenzt an üble Nachrede. In Wirklichkeit ist allgemein bekannt, dass sie sich dabei durch Trustees oder sonstige Strohmänner vertreten ließen.“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Abschließend erwähnen Sie das Bedauern, das der Verblichene empfunden haben mag, eben diesem Vortrag nicht beigewohnt haben zu können. Dann: Die Übergabe der gerahmten Friedhofsaktie an den Haupterben. Ich kann mir schon denken, dass mancher Leser diese meine Bemühungen für lächerlich und unpassend hält. Er mag sich gesagt sein lassen, dass trotz steigender Lebenserwartung die Zahl der Begräbnisse unablässig zunehmen wird, und ich, wenn es sich einrichten lässt, auf seiner Veranstaltung vielleicht das letzte Wort haben könnte.&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;</text>
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              <text>Die Friedhofsgesellschaft Bradford Cemetery Company (später: Undercliffe Cemetrery Company) wurde 1852 im englischem Bradford, Yorkshire mit einem Kapital von 3.400 Pfund gegründet. Die Gesellschaft betrieb den Undercliffe Friedhof in Bradford. 1977 Liquidation der Gesellschaft. Heute öffentlicher Friedhof in Undercliffe Park. </text>
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&lt;p&gt;&lt;em&gt;&lt;a title="Bradford Cemetery" href="http://www.wertpapiermuseum.de/museum_bilder/mf031.jpg" target="_blank"&gt;Bradford Cemetery&lt;/a&gt;, schmucke Friedhofsaktie aus Yorkshire, wo auch der berühmte Pudding herkommt. Die Aktionäre brauchten bei Gründung 1853 nur 3 Pfund und Six Pence einzuzahlen, für die restlichen 6 Pfund, 19 Shilling und Six Pence konnten sie sich bis 1907 - fast 50 Jahre - Zeit lassen. Rückseitig viele Übertragungen. &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Besagter Sammler wurde insbesondere wegen seiner Friedhofsaktien von einigen Sammlerkollegen bestaunt, von anderen belächelt. Wie kann jemand nur Friedhofsaktien sammeln? Und vielleicht auch noch verschenken? Und schon fand sich 1992 in der Fachzeitschrift „Der Wertpapiersammler“ eine herrliche Glosse über einen Sammler der zur Promotion Historischer Wertpapiere Friedhofsaktien verschenkte. So titelte der Bericht: &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Friedhofsaktien - ganz neue Erkenntnisse&lt;/strong&gt; &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Redaktion schätzt sich glücklich, Arnold S. Marketier als neuen Gastautor gewonnen zu haben. Marketier hat sich im Stillen seit Jahren intensiv um die Verbreitung unseres Hobbys ungemein verdient gemacht. Er wird Ihnen seine oft ganz unkonventionellen Ideen zur Promotion des Marktes von Historischen Wertpapieren vorstellen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Wie Sie sich denken können, bin ich häufig zu gesellschaftlichen Anlässen eingeladen. Die Leute wissen nämlich, dass ich keine Blumen und keine Flasche Wein mitbringe, sondern ein altes Wertpapier, das ich auf meinen ausgedehnten Reisen, z.B. in England und den USA durch meine zugegebenermaßen guten Beziehungen zum Teil sehr günstig einkaufen kann. Da ich schon jetzt weit mehr Papiere habe, als ich Einladungen entgegennehmen kann, habe ich mich überreden lassen, diesen und ähnliche Geheimtipps einem begrenzten und - wie mir versichert wird - exklusiven Publikum zugänglich zu machen. Die einzigen Einladungen, die ich früher immer ausschlug, waren Beerdigungen. Erst nach dem mir vor ein paar Jahren ein Posten Friedhofsaktien in die Hände fiel, änderte sich meine Haltung grundlegend. Sie wissen selbst, wieviel Erklärungsarbeit nötig ist, auch nur einen einzigen neuen Sammler zu gewinnen. Auf gewöhnlichen Festen musste ich mich oft ärgern, wenn sich Gäste den Erläuterungen zu meinem Gastgeschenk manchmal schon nach zehn oder zwanzig Minuten entzogen. Ganz anders Beerdigungen. Hier habe ich allerbeste Erfahrungen gemacht. Die Leute sind hier viel aufnahmebereiter. Aber es gibt ein paar Dinge, auf die Sie unbedingt achten müssen: &lt;br /&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;ol&gt;&lt;li&gt;&lt;em&gt;Nur Friedhofsaktien in dezenter Aufmachung schenken (nicht in den grellen Farben, wie sie vielleicht auf Haiti üblich sind).&lt;/em&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;em&gt;Die Rahmung unbedingt in Holz, schlichtes schwarz, keinesfalls in eleganter Lackierung oder schwarzem Plastik.&lt;/em&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;em&gt;Die Aktie darf den Hinterbliebenen auf keinen Fall gleich am Anfang überreicht werden.&lt;/em&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;em&gt;Kommen Sie nicht zu früh (zu wenig Publikum) und nicht zu spät (begräbnisübliche Endheiterkeit schon zu weit fortgeschritten).&lt;/em&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;em&gt;Sprechen Sie, bevor Sie für Ihre Rede um Gehör bitten, kurz mit dem Geistlichen unter vier Augen (über das Wetter oder sonst Unverbindliches); das erhöht sofort Ihre Bedeutung in den Augen der Besucher, von denen die meisten Sie nicht kennen.&lt;/em&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;em&gt;Bei Ihrer Gedenkrede sollten Sie den Namen des Verstorbenen bereit haben (notfalls Spickzettel) und am Anfang auch erwähnen; ein paar Worte über die Vergänglichkeit schlechthin, was sofort die Brücke schlägt zu den Wertpapieren untergegangener Unternehmen. Es folgt ein kurzer Abriss über die Preisentwicklung seit 1973 im Vergleich zu Briefmarken, Münzen und Impressionisten mit dem ungefähren Nachholbedarf. Ein kurzer Ausflug zu Friedhofsaktien, spezielle Würdigung des Mitbringsels, führt zu dem traurigen Anlass zurück. Hier ist jetzt etwas Humor durchaus erlaubt, besonders wenn der sich nicht selten für das Ableben des Verstorbenen verantwortliche Chirurg unter den Trauergästen befindet.&lt;/em&gt;&lt;/li&gt;
&lt;/ol&gt;&lt;p&gt;&lt;em&gt;Folgender Scherz hat sich ganz gut bewährt: „Dass die Initiatoren und Hauptaktionäre von Friedhofs- und Bestattungsunternehmen aus naheliegenden Gründen meist Mediziner waren, grenzt an üble Nachrede. In Wirklichkeit ist allgemein bekannt, dass sie sich dabei durch Trustees oder sonstige Strohmänner vertreten ließen.“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Abschließend erwähnen Sie das Bedauern, das der Verblichene empfunden haben mag, eben diesem Vortrag nicht beigewohnt haben zu können. Dann: Die Übergabe der gerahmten Friedhofsaktie an den Haupterben. Ich kann mir schon denken, dass mancher Leser diese meine Bemühungen für lächerlich und unpassend hält. Er mag sich gesagt sein lassen, dass trotz steigender Lebenserwartung die Zahl der Begräbnisse unablässig zunehmen wird, und ich, wenn es sich einrichten lässt, auf seiner Veranstaltung vielleicht das letzte Wort haben könnte.&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;</text>
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              <text>Zu jeder Jahreszeit ist der Parkfriedhof eine Oase der Ruhe inmitten der belebten Metropole. Besonders empfehlenswert: ein Spaziergang zur Rhododendronblüte Anfang Juni.</text>
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                  <text>&lt;strong&gt;Historische Wertpapiere von Friedhofsgesellschaften und Bestattungsinstituten&lt;/strong&gt;</text>
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                  <text>&lt;p&gt;Vor über dreißig Jahren begann ein Frankfurter Sammler, hauptberuflich Mediziner, mit großem Elan eine Sammlung „Historischer Wertpapiere“ unter dem Motto „Von der Wiege bis zur Bahre“ aufzubauen. Die interessantesten, teilweise auch ungewöhnlichsten Werte seiner heute sehr umfangreichen Sammlung sind 66 Historische Wertpapiere von Friedhöfen und Bestattungsinstituten, die wir ihnen hier im virtuellen Wertpapiermuseum des EDHAC erstmals vorstellen können.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;&lt;a title="Bradford Cemetery" href="http://www.wertpapiermuseum.de/museum_bilder/mf031.jpg" target="_blank"&gt;Bradford Cemetery&lt;/a&gt;, schmucke Friedhofsaktie aus Yorkshire, wo auch der berühmte Pudding herkommt. Die Aktionäre brauchten bei Gründung 1853 nur 3 Pfund und Six Pence einzuzahlen, für die restlichen 6 Pfund, 19 Shilling und Six Pence konnten sie sich bis 1907 - fast 50 Jahre - Zeit lassen. Rückseitig viele Übertragungen. &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Besagter Sammler wurde insbesondere wegen seiner Friedhofsaktien von einigen Sammlerkollegen bestaunt, von anderen belächelt. Wie kann jemand nur Friedhofsaktien sammeln? Und vielleicht auch noch verschenken? Und schon fand sich 1992 in der Fachzeitschrift „Der Wertpapiersammler“ eine herrliche Glosse über einen Sammler der zur Promotion Historischer Wertpapiere Friedhofsaktien verschenkte. So titelte der Bericht: &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Friedhofsaktien - ganz neue Erkenntnisse&lt;/strong&gt; &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Redaktion schätzt sich glücklich, Arnold S. Marketier als neuen Gastautor gewonnen zu haben. Marketier hat sich im Stillen seit Jahren intensiv um die Verbreitung unseres Hobbys ungemein verdient gemacht. Er wird Ihnen seine oft ganz unkonventionellen Ideen zur Promotion des Marktes von Historischen Wertpapieren vorstellen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Wie Sie sich denken können, bin ich häufig zu gesellschaftlichen Anlässen eingeladen. Die Leute wissen nämlich, dass ich keine Blumen und keine Flasche Wein mitbringe, sondern ein altes Wertpapier, das ich auf meinen ausgedehnten Reisen, z.B. in England und den USA durch meine zugegebenermaßen guten Beziehungen zum Teil sehr günstig einkaufen kann. Da ich schon jetzt weit mehr Papiere habe, als ich Einladungen entgegennehmen kann, habe ich mich überreden lassen, diesen und ähnliche Geheimtipps einem begrenzten und - wie mir versichert wird - exklusiven Publikum zugänglich zu machen. Die einzigen Einladungen, die ich früher immer ausschlug, waren Beerdigungen. Erst nach dem mir vor ein paar Jahren ein Posten Friedhofsaktien in die Hände fiel, änderte sich meine Haltung grundlegend. Sie wissen selbst, wieviel Erklärungsarbeit nötig ist, auch nur einen einzigen neuen Sammler zu gewinnen. Auf gewöhnlichen Festen musste ich mich oft ärgern, wenn sich Gäste den Erläuterungen zu meinem Gastgeschenk manchmal schon nach zehn oder zwanzig Minuten entzogen. Ganz anders Beerdigungen. Hier habe ich allerbeste Erfahrungen gemacht. Die Leute sind hier viel aufnahmebereiter. Aber es gibt ein paar Dinge, auf die Sie unbedingt achten müssen: &lt;br /&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;ol&gt;&lt;li&gt;&lt;em&gt;Nur Friedhofsaktien in dezenter Aufmachung schenken (nicht in den grellen Farben, wie sie vielleicht auf Haiti üblich sind).&lt;/em&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;em&gt;Die Rahmung unbedingt in Holz, schlichtes schwarz, keinesfalls in eleganter Lackierung oder schwarzem Plastik.&lt;/em&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;em&gt;Die Aktie darf den Hinterbliebenen auf keinen Fall gleich am Anfang überreicht werden.&lt;/em&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;em&gt;Kommen Sie nicht zu früh (zu wenig Publikum) und nicht zu spät (begräbnisübliche Endheiterkeit schon zu weit fortgeschritten).&lt;/em&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;em&gt;Sprechen Sie, bevor Sie für Ihre Rede um Gehör bitten, kurz mit dem Geistlichen unter vier Augen (über das Wetter oder sonst Unverbindliches); das erhöht sofort Ihre Bedeutung in den Augen der Besucher, von denen die meisten Sie nicht kennen.&lt;/em&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;em&gt;Bei Ihrer Gedenkrede sollten Sie den Namen des Verstorbenen bereit haben (notfalls Spickzettel) und am Anfang auch erwähnen; ein paar Worte über die Vergänglichkeit schlechthin, was sofort die Brücke schlägt zu den Wertpapieren untergegangener Unternehmen. Es folgt ein kurzer Abriss über die Preisentwicklung seit 1973 im Vergleich zu Briefmarken, Münzen und Impressionisten mit dem ungefähren Nachholbedarf. Ein kurzer Ausflug zu Friedhofsaktien, spezielle Würdigung des Mitbringsels, führt zu dem traurigen Anlass zurück. Hier ist jetzt etwas Humor durchaus erlaubt, besonders wenn der sich nicht selten für das Ableben des Verstorbenen verantwortliche Chirurg unter den Trauergästen befindet.&lt;/em&gt;&lt;/li&gt;
&lt;/ol&gt;&lt;p&gt;&lt;em&gt;Folgender Scherz hat sich ganz gut bewährt: „Dass die Initiatoren und Hauptaktionäre von Friedhofs- und Bestattungsunternehmen aus naheliegenden Gründen meist Mediziner waren, grenzt an üble Nachrede. In Wirklichkeit ist allgemein bekannt, dass sie sich dabei durch Trustees oder sonstige Strohmänner vertreten ließen.“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Abschließend erwähnen Sie das Bedauern, das der Verblichene empfunden haben mag, eben diesem Vortrag nicht beigewohnt haben zu können. Dann: Die Übergabe der gerahmten Friedhofsaktie an den Haupterben. Ich kann mir schon denken, dass mancher Leser diese meine Bemühungen für lächerlich und unpassend hält. Er mag sich gesagt sein lassen, dass trotz steigender Lebenserwartung die Zahl der Begräbnisse unablässig zunehmen wird, und ich, wenn es sich einrichten lässt, auf seiner Veranstaltung vielleicht das letzte Wort haben könnte.&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;</text>
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              <text>Das schottische Bestattungs- und Postunternehmen wurde 1886 mit einem Kapital von 20.000 Pfund, einegeteilt in 20.000 Anteile über je 1 Pfund, in Edinburgh gegründet. Die Gesellschaft wurde ab 1889 aufgelöst und 1933 gelöscht. </text>
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